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TASCHENBUCH
 
Wuhan Virus - Genesis
Verfasser: Frank Pulina (1)
Verlag: Eigenverlag (18418)
VÖ: 25. April 2020
Genre: Thriller (6838)
Seiten: 276 (Taschenbuch-Version), 278 (Kindle-Version)
Themen: Anwälte (754), China (152), Flug (40), Flugzeuge (125), Virus (206)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frank Pulina für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Frank Pulina gibt es auf seiner Autorenseite und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Wir hatten dann bei Charles zukünftigem Chef im Büro gesessen. Es war schlicht eingerichtet. Ein großer Raum mit einem riesigen, ovalen Tisch darin. In einer Ecke standen Stühle übereinandergestapelt.
     Mr Whiteman saß hinter seinem Schreibtisch. Er hatte eine schöne Kopfform. Etwas nervös war er und strich sich seine glatten blonden Haare jede Minute aus dem Gesicht.
     »Wissen Sie, Charles, ich habe Ihnen ja schon gesagt, was wir hier so arbeiten. Das ist der Grund, weshalb ich Ihre Frau sehen wollte. Wir haben unbedingtes Vertrauen in unsere Angestellten. Ihre Frau muss auch unbedingtes Vertrauen in Sie haben. Es sollte nicht so sein, dass Sie jeden Abend nach Hause kommen und Ihrer Frau erzählen, was Sie so alles den ganzen Tag über hier gemacht haben. Wir arbeiten hier an Dingen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Nichts Geheimes oder so, aber auch nichts, um es bei der nächsten Gartenparty ihren Nachbarn zu erzählen.«
     Dann sah er mich an. »Also ich muss von Ihnen wissen, wie loyal Sie Ihrem Mann gegenüber sind. Darf ich Ihren Namen erfahren?«, fragte er mich und musterte meine Bluse.
     »Lilly, ich bin Lilly. Schön, Sie kennenzulernen. Ich vertraue meinem Mann voll und ganz und er erzählt sowieso nicht so viel von seiner Arbeit. Ich habe es nicht so mit Zahlen, und mit Paragrafen auch nicht. Von daher passt das schon. Sie können sich auf mich verlassen.«
     Mr Whiteman zwinkert auch. Ich frage mich, ob das ein geheimes Zeichen in Austin ist. Ich bin mir sicher, irgendwann kenne ich die Antwort, denke an meinen abgerissenen Blusenknopf und spare mir zurückzuzwinkern. Das könnte in dieser Situation falsch verstanden werden.
     »Unser Unternehmen, Lilly, hat seit ungefähr zehn Jahren seinen Hauptsitz in Austin. Ich laufe hier am Colorado River entlang, so wie ich auch in China einen Fluss entlanggelaufen bin. Welcher Fluss das gewesen ist, darüber kann ich Ihnen nichts sagen. Ihrem Mann vielleicht später. Ja, das wäre möglich.« Sein Blick gilt nicht mehr mir.
     »Charles, sind Sie dabei?«
     Charles wirkt überrumpelt.
     »Klar bin ich dabei«, sagt mein Mann.
     Mir erscheint das, ich weiß nicht warum, leichtfertig von
     ihm zu sein, in diesem Moment so etwas zu sagen, und dann noch in diesem beiläufigen Ton. Ein merkwürdiges Gefühl beschleicht mich.
     ›Klar, ich bin dabei‹, das kann alles beinhalten, wie etwa ›Lass uns den Gartenzaun neu streichen!‹ oder ›Lass uns eine Bank ausrauben!‹. Trotzdem. Es ist Charles Entscheidung. Er hat bisher immer einen guten Job gehabt und das wird auch diesmal so sein. Wird schon werden. Ich vertraue seinem Instinkt.
     Mr Whiteman wirft Charles eine rote Mappe auf den Tisch. Staub wirbelt auf, die Mappe rutscht über die Fläche und landet bei Charles auf dem Schoß.
     »Schauen Sie heute Abend mal darüber. Lassen Sie mich wissen, was Sie darüber denken. Wir sind eine Halbleiterfirma, wir machen Technik. Ich weiß nicht, warum das bei mir gelandet ist.«
     Mr Whiteman wirkt jetzt ruhiger. Als ob in der Mappe Ziegelsteine wären, die er lange Zeit mit sich herumgeschleppt hat und endlich an Charles abgeben kann. Die Mappe hat ihn mehr beschäftigt als die Staubschicht auf seinem riesigen Konferenztisch, denke ich mir. Männer eben.
     Am Abend sitzen wir vor dem Haus. Mit ein wenig Farbe und etwas Spachtelmasse verwandelt Charles unsere Terrasse in ein Schmuckstück. Die rote Mappe aus dem Büro liegt auf dem orangenen Campingstuhl. Ein Donner fegt die Straße entlang. Bei der Hitze kein Wunder. Es wird schlagartig dunkel und eine Böe weht die Mappe vom Stuhl herunter.
     »Kann ich mal?«, frage ich Charles und fuchtele mit der Mappe vor seinem Gesicht.
     Es geht mich zwar nichts an, aber wir haben keine Geheimnisse, und wenn Charles schon nichts erzählt, dann schaue ich eben selbst mal hinein, in sein erstes Projekt. Es ist nicht verkehrt, so ungefähr zu wissen, was mein Mann so den lieben langen Tag im Büro tut.
     Ich schlage die rote Mappe auf. Ein Gummiband hält sie zusammen. Auf der ersten Seite steht Warnung, diese Informationen sind streng vertraulich.
     Im Ordner befinden sich wie immer Verträge. So wie sich meistens Verträge darin befinden, wenn Charles einen Ordner öffnet. Dinge, von denen ich nicht viel verstehe.
     Charles sagt dazu meist: »Das ist die sinnloseste Arbeit überhaupt, und die Leute zahlen Geld dafür, um aufzuschreiben, an was für Regeln sie sich halten wollen, wenn sie sich mal nicht mehr verstehen.«
     Dann nimmt er immer erst mal einen großen Schluck Kaffee aus seiner Lieblingstasse, der mit den Zebrastreifen drauf, bevor er mir die Krux seines Jobs erklärt.
     »Die Verträge sollen gut genug sein, damit die Parteien meinen, wir sind das Geld wert, das sie uns bezahlen. Sie sollen aber nicht zu gut sein, denn sonst haben wir danach nichts mehr zu tun, falls es Streit gibt.«
     In der Mappe liegen Zeichnungen. Wie die Zeichnungen von Leonardo da Vinci. Nur eben nicht fünfhundert Jahre alt, sondern von heute. In roter und blauer Farbe verlaufen Linien, die wie Kabel aussehen. Pumpen, Motoren und Batterien sind beschriftet. Halbleiterelemente, unbemannte Luftfahrtsysteme, Mikrosysteme, Remotesteuerungen. Begriffe, die mir nicht viel sagen, nur die Zeichnung am Ende finde ich witzig. Eine übergroße Fliege, nein, eher eine Mücke mit einem durchsichtigen Körper. Seine Ansicht ist stark vergrößert, wie durch eine Leselupe. Statt eines Darmtrakts sehe ich winzige Batterien.
     Charles kommt unter das schützende Dach und ich schließe die Mappe.
     »Deine Arbeit klingt interessant. Gar nicht wie Arbeit«,
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