Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.819 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Aloys Otte«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Wuhan Virus - Genesis
Verfasser: Frank Pulina (1)
Verlag: Eigenverlag (18435)
VÖ: 25. April 2020
Genre: Thriller (6845)
Seiten: 276 (Taschenbuch-Version), 278 (Kindle-Version)
Themen: Anwälte (756), China (152), Flug (40), Flugzeuge (125), Virus (207)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Leider existiert für »Wuhan Virus - Genesis« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frank Pulina für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Frank Pulina gibt es auf seiner Autorenseite und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 1


Diese Geschichte nimmt ihren Ursprung in Texas. Wir sind in Austin. Für Texas ist Austin eine liberale, wenn nicht sogar eine alternative Stadt. Ein idealer Ort, um unauffällig ein normales Leben vorzutäuschen.
     Um downtown oder in einer Vorortsiedlung die Kinder in die Schule zu bringen. Sich am Wochenende mit Lucy und Mike, unseren Nachbarn, zu treffen. Um gemeinsam Kuchen für die Kinder zu backen, während die Männer draußen auf der Holzterrasse sitzen und in ihren Holzfällerhemden ein Budweiser trinken.
     Lucy habe ich das erste Mal vor der Schule getroffen. Sie bringt ihre Kinder immer mit dem Auto dorthin, obwohl wir gegenüber wohnen und der Bus direkt vor unserem Haus abfährt. Sie erzählt viel. Vor allem erzählt sie gerne, was sie sich wieder Neues gekauft hat, »von Mikes Geld«.
     Wenn sie dann einen Punkt gemacht hat, zwinkert sie mir zu. Das Zwinkern erinnert mich an das Zwinkern meiner Schulfreundin in Erfurt. Als Mira damals im Drogeriemarkt ein Haargummi geklaut hatte.
     Dann erinnere ich mich an Erfurt und meine alte Freundin. So verschieden sind die Menschen doch gar nicht. Hier in Austin oder dort in Erfurt.
     Lucy wird nicht meine beste Freundin werden, ist aber zurzeit meine einzige hier. Ich weiß gar nicht so genau, was ich an ihr gut finde. Dass sie mich einfach angesprochen hat und besorgt um ihre Kinder erschien. Aber welche Mutter ist das nicht? Besorgt um ihre Kinder.
     Als wir eines Tages zurück nach Hause kamen, lud sie mich auf ein Getränk ein. Wir saßen auf ihrer Holzterrasse. Es gab Bionade. Eine große Fliege landete in meinem Drink. Lucy erzählte ohne Punkt und Komma und ich überlegte, ob ich die Fliege einfach mit dem Finger herausfischen sollte.
     Es hatte bestimmt fünfunddreißig Grad vor der Tür. Mein Blick schweifte über die Terrasse. Lucy redete und redete, und ich bekam Durst. Über der Straße flimmerte die heiße Luft. Ein Pick-up fuhr vor. Ein attraktiver junger Mann lief um das Auto herum und zog zwei Autoräder vom Wagen.
     Ich schaue verlegen auf die Fliege in meinem hellblauen Glas mit Bionade. Wenn Lucy jetzt noch eine Minute länger ohne Punkt und Komma spricht, schütte ich den Drink samt Fliege auf die Terrasse. Die Hälfte bleibt bestimmt noch drin, um meinen Durst zu stillen. Spontane Handlungen können nicht schlecht sein, da ja kein Vorsatz dahintersteckt, denke ich mir, und schütte die Flüssigkeit mit Schwung auf die Terrasse.
     »Lucy, ich bin zurück«, sagt der attraktive junge Mann, der gerade auf die Holzterrasse springt. In diesem Moment hat er die Hälfte der Bionade auf seiner Jeans und seinem blaugelb karierten Holzfällerhemd. »Es ist eh zu warm für die Klamotten«, sagt er zu seiner Frau. »Bekomme ich auch eine Limonade, Lucy, im Glas, bitte?«, und kneift die Augen genauso zusammen wie Lucy.
     Mike, Mike, Mike, jedes zweite Wort ist Mike. »Ich weiß, wie er heißt«, sage ich zu ihr.
     Lucy erzählt ohne Unterlass von ihrem Mann. Jetzt hat er sich hingesetzt und sich von dem nassen Hemd befreit. Die Limonade klebt noch an seinem Bauch und kurzzeitig kommen mir Gedanken, die ich sofort verdrängen muss.
     Sein Oberkörper bewegt sich langsam auf und ab. Er atmet tief. Von der Hitze oder vom Abladen der Reifen. Aber er ist total ruhig und entspannt. So stelle ich mir einen Mann vor.
     Mein Mann arbeitet in der IT-Branche. Er hat Arme wie Mikadostäbchen und in seinen Ohrmuscheln wachsen Haare. Aber er ist ein gütiger Mensch. Denkt nichts Böses und würde mich mit einem attraktiven Tauchlehrer sogar allein auf eine Tagestour schicken, während er im Büro Überstunden schiebt.
     Man kann nicht alles haben. Ich bin dankbar für mein Leben und für die Sicherheit. Dankbar, an diesem Ort zu sein. Raus aus der Provinz und dem kalten Winter in Deutschland. Ich will nicht meckern. Das Leben ist schön, und so soll es bleiben.
     Mike ist geheimnisvoll, obwohl offen und direkt. Das, was andere Männer so durchschaubar macht, bewirkt in seinem Fall das Gegenteil. Jeder Satz, jede Gestik kommt mir bekannt vor und trotzdem scheint hinter allem, was er sagt und tut, sich für mich eine Tür zu verschließen, anstatt sich zu öffnen. Ich will mehr über ihn wissen, ohne neugierig zu wirken oder Lucys Gefühle zu verletzen. Ich will nicht mit der Tür ins Haus fallen und Lucy erzählen, wie toll ich ihren Mann finde.
     Austin ist ideal, um meinem Mann und den Kollegen seiner Firma eine ungestörte Arbeit zu ermöglichen. Eine Atmosphäre der Balance zwischen der IT-Arbeit meines Mannes und der Familie zu erzeugen.
     »Es wird schwer und ich werde am Anfang nicht so viel Zeit haben für dich«, sagte Charles. So heißt übrigens mein Mann.
     Dass es so wenig Zeit sein würde, damit hätte ich nicht gerechnet.
     »Lilly, ich glaube, es ist ein guter Platz, trotz der neuen Herausforderung. Hier habe ich das Gefühl, mich von den Aufgaben und der Geheimniskrämerei gelegentlich lösen zu können und das Leben zu genießen.« Die Worte von Charles habe ich noch im Ohr.
     Wir waren das erste Mal vor zwei Jahren hier gewesen und nach dem Vorstellungsgespräch in der Firma hatte mich Charles gebeten, beim zweiten Termin mitzukommen.
     »Mein zukünftiger Chef will die Familie seiner Mitarbeiter kennenlernen. Wie findest du das?«, hatte er mich gefragt.
     Wir hatten dann im Vorzimmer gesessen. Charles fingerte an den Knöpfen seines Hemdes herum und versuchte die Katzenhaare auf seinem dunklen Sakko zu entfernen. Ich bemerkte, dass der oberste Knopf meiner Bluse abgerissen war, und dachte mir, dass das wohl recht obszön wirken könnte, wenn so eine Frau ihren Mann beim zweiten Vorstellungsgespräch begleitet.
Seite: 1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz