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Funtasy 1 - Die Geister der Weihnacht gehen in Rente
Verfasser: Haike Hausdorf (4)
Verlag: Ashera (14)
VÖ: 25. November 2020
Genre: Fantasy (12725)
Seiten: 276
Themen: Geister (520), Ruhestand (29), Weihnachten (1870)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Wer kennt sie nicht: Die Geister der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht, die Mitte des 19. Jahrhunderts Ebenezer Scrooge heimgesucht und auf den rechten Weg zurückgeführt haben?

Mehr als einhundertsiebzig Jahre sind seither vergangen und die Geister sind müde. Da es aber noch immer sehr viele Menschen gibt, die den Geist von Weihnachten mit Füßen treten, suchen sie Nachfolger für ihr Lebenswerk.

Auf die Stellenausschreibung bewerben sich jüngere, moderne Geister, die alle persönliche Eigenarten und Probleme mitbringen. Werden die drei Alten geeignete Auszubildende finden und endlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen können?
Lesermeinungen (4)     Leseprobe     Blogger (5)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Haike Hausdorf für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Haike Hausdorf gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Die bleiche Hand des Kapuzenträgers schnellte empor und deutete auf einen der beiden Streithähne am anderen Ende des Halbkreises.
     Tardy atmete erleichtert auf. Er hoffte auf einen Geistesblitz hinsichtlich seiner Beweggründe. Genau genommen wusste er gar nicht, weshalb er hier war. Nein, das war gelogen. Er war auf Wunsch seiner Mutter zu dem Bewerbungsgespräch geschwebt. „Tardy“, hatte sie vor einigen Tagen vorwurfsvoll gesagt, „so kann es nicht weitergehen! Das Geisterleben besteht aus mehr als Schlafen und Faulenzen. Du brauchst eine Aufgabe.“
     Tardy hatte das naturgemäß anders gesehen, denn er war sehr zufrieden mit seinem gemütlichen Dasein. Weil man jedoch mit seinen Eltern unmöglich diskutieren konnte, hatte er sich widerstrebend auf den Weg gemacht. Zu spät zwar - aber immerhin.

Ein grauer, mottenzerfressener Wollumhang umwehte den hageren Körper des mürrisch dreinblickenden, jungen Geistes, der den Anfang machen sollte. Er räusperte sich. Nach unten gebogene Mundwinkel und zu schmalen Schlitzen verengte Augen kennzeichneten sein Gesicht. Oberhalb der Nasenwurzel befanden sich zwei senkrechte Falten. Seine Haut wirkte fahl und grau. Durch das helle Licht des Geistes vergangener Weihnachten waren sein dunkles, strähniges Haar und die verdrossene Miene weithin sichtbar. Unwirsch stieß er hervor: „Mein Name ist Grumble und ich bin hier, weil es dringend nötig ist, diese undankbaren Sterblichen in die Schranken zu weisen.“
     Neben Tardy kicherte der Schlaks. „Grumble - was für ein passender Name. Das ist der nörgeligste Typ, den ich seit Langem getroffen habe. Verglichen mit ihm ist selbst mein Großonkel Grumpy eine wahre Stimmungskanone.“
     Der schwarze Geist gebot ihm energisch zu schweigen und Tardys Nachbar verstummte augenblicklich.
     Der Geist vergangener Weihnachten wandte sich mit sanfter Stimme an Grumble: „Es geht nicht um Zurechtweisung, mein Sohn, sondern darum, die Fehlgeleiteten auf den rechten Weg zurückzuführen. Möchtest du uns noch etwas über dich mitteilen?“ Da er jedoch nur ein verdrießliches Kopfschütteln erntete, fuhr er fort: „Wie schade. Nun denn: Der Nächste bitte.“
     „Das bin dann wohl ich.“ Ein junger, blauhaariger Geist machte eine weitausholende Armbewegung und traf Grumble versehentlich mit dem Ellbogen. Dieser wollte sofort zurückschlagen, was der Schwarzverhüllte mit einer ausdrucksstarken Handbewegung vereitelte. Der Verursacher zuckte gleichmütig mit den Schultern und stellte sich vor. „Trouble. Ich heiße Trouble.“ Ein belustigtes Raunen ging durch die Reihe und der rothaarige Schlaks wisperte: „Und wieder ist der Name Programm.“
     „Nun, mein Junge. Was führt dich zu uns?“ Der Riese musterte Trouble eingehend. „Weshalb möchtest du ein Geist der Weihnacht werden?“
     Trouble wirkte mit einem Schlag nicht mehr so selbstbewusst. Verlegen schob er die bläulich schimmernden Hände in die Taschen seiner alten, verwaschenen Jeans. „Ähm. Ich weiß nicht ... die letzten drei Jobs waren nichts für mich und da dachte ich: Probiere ich es halt mal ...“
     Grumble schnaubte abfällig. „Das ist ja eine herausragende Qualifikation: Unfähigkeit in allen Lebenslagen.“
     Diese Aussage machte Trouble wütend, weshalb er ihm erneut den Ellbogen in die Seite rammte - dieses Mal allerdings mit voller Absicht und ebensolcher Wucht. „Du hast es nötig, rennst herum wie ein alter Putzlappen!“, schleuderte er Grumble entgegen.
     Wie zu erwarten war, wollte der Angegriffene weder die Handgreiflichkeit noch die Beleidigung auf sich sitzen lassen. Bevor allerdings eine handfeste Schlägerei ausbrechen konnte, schwebte der Kapuzenträger heran und hielt direkt vor den Kontrahenten an. Allein mit einem erhobenen Zeigefinger und seiner ehrfurchtgebietenden Aura brachte er beide zur Vernunft.
     „Sachte, sachte, meine lieben jungen Kollegen.“ Der Geist vergangener Weihnachten wirkte ein wenig überfordert mit dem überschäumenden Temperament der ersten beiden Bewerber.
     „Mein langjähriger Wegbegleiter - der Geist der zukünftigen Weihnachten - wird euch wohl besser trennen.“
     Das schien der Schwarzverhüllte ebenso zu sehen, denn unversehens fand sich Trouble an Tardys Seite wieder.
     Die Vorstellungsrunde konnte weitergehen und der Riese nickte einem hübschen Geistermädchen zu.
     Sie lächelte und ergriff das Wort: „Ich bin Pretty.“
     Alle reckten die Hälse, um einen Blick auf die Sprecherin zu erhaschen, die ein sehr ebenmäßiges, wenn auch geisterhaft bleiches Gesicht hatte und hüftlange, blonde Locken. Pretty wirkte unschuldig, leuchtete beinahe engelhaft und Tardy fühlte sich sofort zu ihr hingezogen. Das bodenlange Kleid schimmerte perlmuttfarben und betonte ihre anmutige Erscheinung. „Ich kann sehr überzeugend sein. Deshalb bin ich die Richtige, um schlechte Menschen auf den Pfad der Tugend zurückzubringen!“
     „Das glaube ich sofort!“ Der Spaßvogel neben Tardy nickte zustimmend. „Vor allem die Männer werden begeistert von ihr sein ...“ Er selbst warf ihr bewundernde Blicke zu und raunte: „Sie ist außergewöhnlich hübsch. Ich glaube, ich zerfließe.“
     Zu Tardys Überraschung begann er sich tatsächlich zu verflüssigen, sodass am Boden eine grüne Pfütze entstand.
     „Lass das!“, zischte Tardy.
     Der Schlaks nahm wieder eine feste Gestalt an und lachte. „Verstehst du keinen Spaß?“
     Vom Geist der diesjährigen Weihnacht erhielt Pretty ein wohlwollendes Lächeln, der Kapuzenträger blieb weiterhin stumm. Doch der jugendliche Greis in der römischen Tunika hatte Bedenken. „Sehr schön, sehr schön. Nichtsdestotrotz bist du ein Mädchen ...“
     Pretty lächelte ihn abwartend an. Sie schien nicht zu verstehen, was er damit sagen wollte.
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