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Todesorakel
Verfasser: Pari Stilla (2)
Verlag: Eigenverlag (18457)
VÖ: 21. November 2020
Genre: Horror (1395)
Seiten: 226 (Taschenbuch-Version), 198 (Kindle-Version)
Themen: Dämonen (1021), Geisterjäger (36), Hütte (46), Mädchen (2662), Mobbing (123), Orakel (76), Prophezeiungen (504), Schule (993), Tod (1124), Uhren (43)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Gruselthriller

Die sechzehnjährige Silvia Thaller führt kein leichtes Leben, ist ohne Vater aufgewachsen und wird in der Schule wegen ihres Äußeren gehänselt.
Die Mutter besitzt einen Antiquitätenladen und dort findet das Mädchen eine mysteriöse rostige Armbanduhr ohne Zeiger. Diese Uhr stellt sich als Orakel heraus und prophezeit ihrer besten Freundin Jessica den zeitnahen Tod. Doch bei dem Versuch den Dingen auf den Grund zu gehen, schlittert vor allem Silvia in einen wahren Albtraum.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Pari Stilla für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     Silvia schaute sich um und stellte fest, dass der Verkäufer eigentlich Recht hatte. Die Sonne schien und der Stadtbummel würde ihr vielleicht doch ganz guttun.
     Doch vorher wollte sie einen Zwischenstopp bei ihrer Mutter einlegen und danach zu Hause die Schularbeiten erledigen.


»2«


Silvias Mutter hieß Anna Thaller und war Ende dreißig. Sie war eine kleine dicke und fleißige Frau mit dunkelblonden Locken.
     Sie besaß ein Antiquitätengeschäft, das sie damals gemeinsam mit ihrem Ehemann Oskar eröffnete, der Vater von Silvia. Doch als die Tochter etwa zwei Jahre alt war, hatte er die Familie verlassen. Die beiden trafen sich wegen der Scheidung etwa ein Jahr später noch einmal, doch seither hatte niemand mehr etwas von Oskar gehört.
     Silvia konnte sich an ihren Vater überhaupt nicht erinnern und kannte ihn nur von wenigen Fotos. Das Mädchen hatte nie das Bedürfnis gehabt nach ihrem Vater zu suchen. Er hatte sie im Stich gelassen und wollte diesem Feigling auch nie begegnen. Dieser Mann war nie Thema in der Familie gewesen. Er sollte bleiben, wo der Pfeffer wächst.
     Für Anna war es nicht leicht gewesen diesen Laden alleine zu führen und das Kind großzuziehen. Dennoch hatte sie es geschafft. Sie musste zwangsläufig diesen Weg gehen. In dem Geschäft steckten alle Ersparnisse und sie hatte soviel Arbeit und Liebe in dieses Projekt investiert. Sie wollte und konnte es nicht aufgeben.
     Natürlich kam Silvia immer zu kurz und das bedauerte Anna sehr. Doch mittlerweile war das Mädchen sechzehn und wurde langsam aber sicher zur jungen Frau. Da Silvia keine Geschwister hatte und ihre Mutter die meiste Zeit im Geschäft war, musste sie zu Hause viel im Haushalt mithelfen.
     Das Mädchen kannte es nicht anders und beschwerte sich nur selten. Immerhin ging Silvia kaum einer Freizeitbeschäftigung nach und so kamen ihr die häuslichen Pflichten auch irgendwie gelegen.
     Am Anfang lief der Laden um einiges besser. Die Antiquitäten waren hochwertiger und die Gewinnspanne größer. Doch heute konnte sich Anna keine Luxusartikel mehr leisten und kaufte das ein, was sie gerade mit dem Geld bezahlen konnte. Manchmal etwas Exklusives, aber oft handelte es sich nur um Ramschartikel.
     Da Silvias Mutter sich keinen Angestellten leisten konnte, machte sie alles selbst. Sie war im Einkauf tätig, natürlich im Verkauf, machte die Buchhaltung und putzte. Die Arbeit war anstrengend und zeitraubend. Sie freute sich aber jedes Mal, wenn ihre Tochter nach der Schule vorbeischaute und hoffte, dass sie eines Tages dieses Geschäft übernehmen würde.
     Anna trug an diesem Tag eine dunkle Stoffhose, einen gestrickten Pullover und unechte Perlenohrringe. Sie war gerade dabei ein paar verschnörkelte hölzerne Bilderrahmen abzustauben. Es befand sich kein Kunde im Laden, als Silvia die gläserne Eingangstür öffnete und ein kleines Glöckchen klingelte.
     Die dicke Frau drehte sich um und lächelte das Mädchen an. „Na, mein Schatz? Wie war die Schule?“
     „Hi, Mom!“, kam es von Silvia. Sie ging auf ihre Mutter zu und küsste sie zur Begrüßung auf die Wange. „Eigentlich war es wie immer“, erzählte das Mädchen. „Jessi hat heute ihre erste Fahrstunde.“
     Anna schwang den kleinen Staubwedel und seufzte. „Es tut mir leid, Schätzchen, aber dein Führerschein muss noch etwas warten.“
     „Ach!“, winkte Silvia ab. „Ich wollte es dir doch nur erzählen.“
     Die kleine mollige Frau wischte sich den Schweiß von der Stirn und verstaute den Staubwedel in der unteren Schublade des Kassenschränkchens. „Heute scheint nicht viel los zu sein. Dabei ist das Wetter doch so schön. Zieht es die Leute denn nicht nach draußen?“
     „Da fällt mir ein“, begann Silvia, „ich werde mich nachher mit Jessi in der Stadt treffen, wenn du nichts dagegen hast.“
     Anna zog die Augenbrauen nach oben. „Wieso sollte ich was dagegen haben? Ich wundere mich nur gerade, aber es ist schön, wenn du mal etwas unternimmst.“
     Die Tochter legte die Schultasche neben die Eingangstür und trat zum Fischglas. Darin schwamm ein kleiner Goldfisch seine Runden. Ein Kunde hatte ihn gekauft, war anschließend damit im Antiquitätenladen gewesen und hatte den Fisch dort vergessen. Seither gehörte er irgendwie zum Laden.
     Silvia griff nach der Dose Fischfutter und streute etwas davon ins Glas. Der Goldfisch schnappte gierig danach.
     „Scheint hungrig zu sein“, grinste das Mädchen. „Ich habe übrigens eben einen Hotdog gegessen.“
     „Gut, gut“, erwiderte die Mutter. „Heute Abend werde ich mal was richtig Tolles für uns kochen.“
     „Hört sich gut an.“
     Das Türglöckchen bimmelte und beide drehten sich zum Eingang um. Eine ältere grell geschminkte Dame mit weißen Locken und einem Ledermantel betrat das Geschäft. Sie trug lange goldene Ohrringe, die ihre Ohrläppchen enorm nach unten zogen.
     Sie machte insgesamt einen zittrigen, aber freundlichen Eindruck. Die kleine schwarze Handtasche hielt sie mit der linken Hand fest umklammert. Auf ihrer faltigen Haut konnte man Altersflecke erkennen. „Guten Tag! ... Ich...“ Die Kundin schaute sich um. „Ich bin auf der Suche nach Sammeltassen.“
     „Da sind Sie hier genau richtig, gnädige Frau!“ Anna setzte ein breites Grinsen auf. Es standen massenhaft Tassen in einem der hinteren Regale. Sie verkauften sich überhaupt nicht gut. Es waren Ladenhüter, die permanent abgestaubt werden mussten.
     Silvia nahm auf einem verschnörkelten Stuhl Platz, der eigentlich zum Verkauf gedacht war, während die beiden Frauen sich zu den Ladenhütern begaben.
     Zuerst beobachtete das Mädchen den Goldfisch und anschließend die Leute außerhalb des Geschäftes. Es hörte die beiden Frauen, wie sie sich unterhielten.
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