Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.823 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »liana_21«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Todesorakel
Verfasser: Pari Stilla (2)
Verlag: Eigenverlag (18440)
VÖ: 21. November 2020
Genre: Horror (1395)
Seiten: 226 (Taschenbuch-Version), 198 (Kindle-Version)
Themen: Dämonen (1020), Geisterjäger (36), Hütte (46), Mädchen (2660), Mobbing (123), Orakel (76), Prophezeiungen (504), Schule (993), Tod (1124), Uhren (43)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von einem Blogger
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Gruselthriller

Die sechzehnjährige Silvia Thaller führt kein leichtes Leben, ist ohne Vater aufgewachsen und wird in der Schule wegen ihres Äußeren gehänselt.
Die Mutter besitzt einen Antiquitätenladen und dort findet das Mädchen eine mysteriöse rostige Armbanduhr ohne Zeiger. Diese Uhr stellt sich als Orakel heraus und prophezeit ihrer besten Freundin Jessica den zeitnahen Tod. Doch bei dem Versuch den Dingen auf den Grund zu gehen, schlittert vor allem Silvia in einen wahren Albtraum.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Pari Stilla für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Lachend überquerten die Jungs den Schulhof und Silvia wischte sich eine Träne weg. Sie hatte einen Kloß im Hals und begann zu zittern.
     ARSCHLÖCHER!
     Sie holte tief Luft, drehte sich dann um und trottete zur Schultoilette.
     Dieses Gebäude wurde regelmäßig mutwillig zerstört. Die Eingangstür war bekritzelt und im Innern roch es fürchterlich. Im Waschraum waren die zerbrochenen Spiegel nicht erneuert worden, doch Silvia wollte sowieso keinen Blick hineinwerfen.
     Die Heizung war anscheinend defekt, oder absichtlich nicht angeschaltet. Eine merkwürdige helle Flüssigkeit hatte sich auf dem gekachelten Fußboden ausgebreitet. Überall lag Laub, das sich im Laufe des Tages angesammelt hatte. Silvia verzog die Mundwinkel.
     Widerlicher Gestank!
     Am hinteren Waschbecken standen zwei aufgetakelte Schülerinnen, die sich die Haare richteten. Als diese Silvia bemerkten, drehten sie sich zu ihr um und beäugten sie von oben bis unten, sagten aber nichts. Erst als das Mädchen an ihnen vorbeigegangen war, tuschelten die Schülerinnen kurz und lachten.
     Silvia zog sich in eine der Toilettenkabinen zurück und verschloss die Tür. Sie konnte hören, wie die beiden Schülerinnen das stinkende Gebäude verließen.
     Zicken!
     Anschließend setzte sie sich auf den schwarzen Klodeckel der Toilette. Sie atmete hektisch, zitterte immer noch und starrte zur geschlossenen Tür.
     Dort hatte irgendjemand einen Riesenpimmel hingekritzelt und einen blöden Spruch dazugeschrieben. An den Wänden standen mathematische Formeln und lustige Gedichte, aber auch heftige Schimpfwörter.
     Der Lärm auf dem Schulhof war auch hier drin noch zu vernehmen, doch langsam aber sicher wurde es ruhiger. Der Gestank aber ließ nicht nach.
     Silvia hielt sich die Hände vors Gesicht und holte ein paar Mal tief Luft.
     Warum? ... WARUM?
     Das Mädchen begann zu schluchzen und saß mehrere Minuten fast reglos auf dem Klodeckel. Dann löste sich die Anspannung. Tränen liefen ihr über das Gesicht und sie strich sich den langen Pony aus den Augen.
     Ich bin... ich bin ein... Monster...
     Wieder zitterte Silvia am ganzen Körper. Sie rollte das restliche Klopapier von der Rolle und trocknete damit ihr Gesicht ab. Danach warf sie es in den kleinen Mülleimer.
     Es hört nicht auf... Nie...
     Sie griff in die Jackentasche und kramte ein kleines Taschenmesser heraus. Sie klappte es auf, zog den linken Ärmel der Jacke nach oben und legte so ihren Unterarm frei. Dieser war übersät mit alten Schnitten, die langsam abheilten.
     Keiner... Keiner kann mir nachfühlen. Es tut so weh... Niemand versteht mich! Niemand... mag mich... Ich bin... ich bin eine... Missgeburt!
     Die rechte Hand des Mädchens zitterte heftig, als es das Taschenmesser am Arm ansetzte. Tränen tropften auf die alten Schnittwunden.
     Ich kann nicht mehr... Kann nicht mehr...
     Silvia hatte sich in der Vergangenheit etliche Schnitte zugefügt. Sie tat es immer, wenn sie am Boden zerstört war. Natürlich fiel es irgendwann ihrer Mutter auf und das Mädchen hatte ihr versprechen müssen, es nicht mehr zu tun. Aber die Mutter war nicht hier. Niemand war bei ihr. Silvia musste völlig alleine mit ihren Gefühlen zurechtkommen, also durfte sie sich auch ritzen.
     Was soll ich denn noch hier?
     Plötzlich musste sie an das neue Video denken, klappte das Messer wieder zusammen und verstaute es in der Jacke.
     Okay! ... Okay... Nicht jetzt. Nicht heute!
     Silvia hätte sich am liebsten umgebracht, aber die Angst vor dem Tode war größer und so blieb es jedes Mal beim Ritzen. Beim Rufen, beim Schreien nach Hilfe. Doch die kam nicht. Sie hatte das Gefühl, von niemandem wirklich verstanden zu werden. Vielleicht war sie nicht ganz normal. Irgendwie anders.
     Eine Missgeburt!
     Sie stand auf, verließ die Kabine und ging über den klebrigen Boden zum Waschbecken. Dort warf sie einen Blick in den zersprungenen Spiegel. Der große rote Pickel auf der Stirn schmerzte heftig. „Blödes Ding!“
     Silvia hoffte, dass sich irgendwann einmal alles zum Guten wenden würde. Sie wartete sehnsüchtig auf diesen einen Tag. Auf ihren persönlichen Glückstag, an dem sie es allen zeigen wollte. Doch der kam nicht.
     WAS denn? ... Was soll ich denen denn zeigen? Ich...
     Das Mädchen schluckte, senkte den Kopf und begab sich wieder auf den Schulhof zurück. Dort hielt sich niemand mehr auf. Silvia fand das toll. Keine Menschen. Niemand, vor dem man sich verstecken musste. Sie kramte in ihrer Tasche nach Kleingeld.
     Reicht.
     Sie schlenderte über den Schulhof und dann die Straße entlang zu einem kleinen Imbiss. Sie mochte den Verkäufer. Er war ein dicker älterer Herr mit einer Knubbelnase. Immer sehr freundlich und gutgelaunt. Er war gerade dabei das Laub vor dem Imbisswagen wegzufegen. Als er das Mädchen sah, lächelte er und stellte den Besen beiseite. „Na, junge Dame?“
     „Hallo!“, grinste auch Silvia ihn an.
     „Wie war der Tag heute?“, fragte er, während er die Tür des Imbisswagens öffnete, sich hinter die Verkaufstheke begab und sich seine weiße Schürze umband.
     Das Mädchen seufzte.
     Beschissen wäre glatt untertrieben.
     „Ganz gut.“
     „Das freut mich. Was darf es sein? Wie immer?“
     Silvia nickte und legte das Kleingeld auf die Theke. Der Verkäufer machte einen Hotdog zurecht. Der Duft des Essens stieg dem Mädchen in die Nase und sein Magen knurrte laut. Etwas unangenehm, doch es waren zum Glück gerade keine anderen hungrigen Leute hier, die es hören konnten. Trotzdem röteten sich Silvias Wangen.
     Kurz darauf legte der Mann den fertigen Hotdog auf die Theke und grinste breit. „Ein herrliches Wetter heute. Würde lieber spazieren gehen, aber die Arbeit muss sein.“
Seite: 1 2 3 4 5 6 7
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz