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TASCHENBUCH
 
Die Maskenpflicht des Weihnachtsmannes
Verfasser: Rega Kerner (8)
Verlag: Books on Demand (3440) und Eigenverlag (18457)
VÖ: 20. November 2020
Genre: Kurzgeschichte (4458)
Seiten: 112 (Taschenbuch-Version), 92 (Kindle-Version)
Themen: 2020 (17), Bremen (31), Coronavirus (78), Masken (129), Weihnachten (1870), Weihnachtsmann (140), Weihnachtsmarkt (51)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rega Kerner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Rega Kerner gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Er trägt viel mehr als Päckchen oder Säckchen, er trägt häuslichen Frieden, egal ob alt oder neu, dankte Maria innerlich für die pure Existenz dieser Tradition und trank einen Schluck Kaffee. Denn alle Eltern kennen das Problem, wie ich, total unabhängig von der Jahreszeit: »Papa, Mama, wann sind wir endlich da?«
     Zeit kann man nicht anfassen. Was man nicht anfassen, also nicht greifen kann, ist für Kinder nicht zu begreifen. Und wenn Kinder etwas nicht begreifen, führt das unweigerlich zu ständiger Quengelei: »Mama, Papa, wann ist endlich Weihnachten?«
     Spätestens, wenn dies jede halbe Stunde oder gar im Minutentakt ertönt, reißt jeder Mutter oder jedem Vater der Geduldsfaden. Egal, wie geduldig sie sonst sind oder sein wollten. Da bin ich nicht die Einzige. Das ist heutzutage so und jede Generation meint, früher war alles anders. Früher war alles besser.
     Stimmt das? Waren früher alle Kinder brav und wohlerzogen?, überlegte Maria. Wenn dem so gewesen wäre, welchen Sinn und Zweck hätte dann die Erfindung des Adventskalenders gehabt?

***


Über Sinn, Zweck und Notwendigkeit von Masken für Adventsgestalten hatte es Anfang Oktober eine außerplanmäßige Himmelssitzung mit langen, hitzigen Debatten gegeben. Alles was über den Wolken Rang und Namen hatte, versammelte sich auf den Sternbänken. Um die Abstände zu wahren, wurden einige Asteroiden aus ihrer Bahn gezerrt und zu Nothockern am Rande der Milchstraße umfunktioniert.
     Das Christkind war sofort fein raus: »Ich bin unter sechs. Ich bin freigestellt.«

     »Das ist angesichts deines wahren Geburtstages aber minimal gemogelt«, nörgelte ein Jungengel, vermutlich eifersüchtig, weil er selbst mindestens zwölfjährig aussah. Aus den vollbesetzten Reihen der Seraphim erklang unruhiges Gemurmel.
     »Geht es beim Weihnachtsfest um historische Fakten oder um Glauben?«, zischte ihm das Christkind zu. Das Engelchen strich prüfend über den Rand eines seiner goldenen Flügel, die sicher in keinem Geschichtsbuch als Fakten verzeichnet waren und sagte lieber nichts weiter.
     Der Nikolaus argumentierte: »Die Kinder bekommen mich doch gar nicht zu Gesicht. Da wäre Maske tragen total unsinnig.«
     »Und wenn dich doch eines vor seiner Tür erwischt?«, fürchtete das Christkind.
     Das Lachen des Nikolauses hallte von den Sternen über alle Wolken bis auf die Erde: »Das hat bei mir in über 1500 Jahren noch keines geschafft! Das passiert bei mir nie! Und alle, die das behaupten, die lügen.«
     »Ach, das passiert immer nur anderen? Ähnlich hatten die modernen Europäer auch bezüglich Pandemien gedacht, obwohl die letzte große gerade mal hundert Jährchen her war. Und manche, die bisher nicht persönlich betroffen sind, glauben das immer noch«, mahnte ein älterer Cherub, irgendwo von den hinteren, höchsten Plätzen.
     Die Mehrheit stimmte jedoch zu, das Risiko einer Begegnung sei beim Nikolaus derart gering bis ausgeschlossen, dass er auf Maske und Reiseprotokolle verzichten könnte.
     Die Engel verpflichteten sich freiwillig, das Abstandsgebot demonstrativ auf über zwei Meter zu erweitern und einzuhalten. Was für sie, selbst im größten Gedränge, leicht war, da sie nach oben ausweichen konnten. Wo sie sich ohnehin meist aufhielten.
     Kaum war das Thema für diesen größten Teil der Anwesenden geklärt, jammerten die ersten nach einer Versammlungspause.

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