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Emotiondancer
Verfasser: E.F. v. Hainwald (6)
Verlag: GedankenReich (30)
VÖ: 31. Oktober 2020
Genre: Dystopie (671) und Jugendliteratur (7268)
Seiten: 384 (Taschenbuch-Version), 380 (Kindle-Version)
Themen: Erinnerungen (945), Gefahr (1305), Gefühle (128), Netzwerke (34)
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BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Erklärung der Bewertungssysteme
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei E.F. v. Hainwald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu E.F. v. Hainwald gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Kaja kannte diese Momente sehr genau.
     Sie rannte sofort los.
     Ohne darauf zu achten, wie die anderen reagierten, stürmte sie die Straße entlang. Die Geräusche ihrer festen Stiefelsohle und des nackten Fußes drangen nur dumpf an ihre Ohren. Ihr Atem wollte nicht tief genug in ihre Lunge strömen. Sie begann zu husten, blieb jedoch nicht stehen. Sie fühlte innerlich, wie sich eine Art emotionale Mauer aufbaute.
     Kaja stolperte und konnte sich gerade noch auf den Beinen halten. Ihr Brustkorb hob und senkte sich schnell, während ein unbändiger Hass ihre Innereien zu verbrennen schien. Ihr Blut raste prickelnd durch ihre Adern. Gleichzeitig begannen Tränen ihre Wangen hinabzulaufen, als eine eiskalte Trauer ihr Hirn zu lähmen schien.
     »Was ist los?«, hörte sie eine scheinbar weit entfernte Stimme sagen. »Leute, es geht ihr nicht gut!«, rief jemand.
     Nein, nein, nein, dachte Kaja und versuchte weiter zu laufen.
     Die Siedler fühlten mit ihr. Das Cybernet ließ Kaja nicht damit allein. Die Menschen traten heran, versuchten sie zu stützen und redeten gutmütig auf sie ein. Einige begannen von geliebten Erinnerungen aus ihrer eigenen Kindheit zu berichten, damit Glücksgefühle auf Kaja übertragen wurden, um ihr Leid zu mindern.
     »Nein«, röchelte Kaja.
     Es sind gute Menschen, dachte sie.
     »Lasst mich in Ruhe«, rief sie mit rauer Stimme und wand sich aus den Griffen der Helfer.
     Sie dürfen nicht hier sein, schoss es ihr durch den Kopf.
     »Geht weg!«, schrie sie voller Verzweiflung.
     Wild um sich schlagend, brüllte sie wüste Beschimpfungen und hoffte, dass die Dörfler endlich verschwinden würden. Doch diese hatten nur noch mehr Mitgefühl mit ihr. Hilfsbereitschaft und Verständnis überfluteten Kaja – und doch waren es nur kleine Funken in einer Welt absoluter Dunkelheit.
     Die emotionale Wucht fuhr auf Kajas Herz nieder wie ein einstürzendes Gebäude.
     »Nicht jetzt ...«, keuchte sie mit erstickter Stimme.
     Nicht hier, brüllten ihre Gedanken.
     Wut und Trauer brachen aus ihrem Innersten hervor. Ihr Herz setzte einen Schlag aus und stolperte rasend weiter. Alle ihre Muskeln spannten sich an und tausend Nadeln schienen ihre Innereien zu malträtieren.
     Gefühle, nah und fern, fremd und doch erschreckend als die eigenen erkennbar, ließen ihre Nervenbahnen singen. Kaja sank auf ihre Knie und fühlte sich ihrem Wesen so nah wie noch nie. Ihr Selbst brannte vor Wut und ertrank in Trauer. Kaja warf ihre Hände in die Luft und umschloss ihren Schädel fest mit den Armen, als würde sie ihn so vor dem Bersten bewahren können.
     Ihre Augen waren in den Himmel gerichtet. Sein strahlendes Blau reflektierte sich in ihren Augen und bildete klare Seen inmitten des tobenden Schlammes aus Braun und Grün. Ein gellender, gequälter Schrei, der kaum dem eines Menschen glich, ertönte aus ihrem weit aufgerissenen Mund.
     Eine Schockwelle aus Gefühlen ließ die Nervenbahnen der anderen Menschen um sie herum erzittern. Sie schlugen rasend vor Wut aufeinander ein, weinten bitterliche Tränen um niemals erlittene Opfer oder lagen spastisch zuckend im Dreck. Ihre Gesichter waren verzerrt vor Emotionen, die das Cybernet ihnen ungefiltert zuteilwerden ließ.
     Inmitten dieses Kreises aus Leid kniete Kaja wie eine dunkle Göttin, umringt von ekstatisch jaulenden Jüngern, die sich ihr zum Opfer darboten.
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