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Emotiondancer
Verfasser: E.F. v. Hainwald (6)
Verlag: GedankenReich (30)
VÖ: 31. Oktober 2020
Genre: Dystopie (672) und Jugendliteratur (7276)
Seiten: 284 (Gebundene Version), 384 (Taschenbuch-Version), 380 (Kindle-Version)
Themen: Erinnerungen (946), Gefahr (1309), Gefühle (128), Netzwerke (34)
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BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Erklärung der Bewertungssysteme
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei E.F. v. Hainwald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu E.F. v. Hainwald gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ein strahlendes Licht erschien am Rand ihres Blickfeldes – so hell, als wollte es der Sonne Konkurrenz machen. Kaja beschattete ihre Augen mit einer Hand, drehte den Kopf und schaute auf die schlanke Formation am Horizont.
     Wie ein erstarrter Sonnenstrahl ragte diese vom Boden hinauf und verlor sich in der Weite des blauen Himmelszelts. Teile davon schienen zu glühen, manchmal flackerte ein gleißender Lichtpunkt in der scheinbar glatten Linie wie ein facettierter Diamant. Breite Ringe schwebten in regelmäßigen Abständen um das Gebilde – gigantische Plattformen, die so dünn wie Papier erschienen.
     Es war das Symbol dieses Zeitalters. Der Stolz der Menschheit. Ein Wahrzeichen, das die gesamte Welt verändert hatte.
     Skyscrape.
     Eine Stadt deren Aufbau, Sozial- und Wirtschaftssystem der Maßstab für die gesamte moderne Zivilisation geworden war.
     Ihre Grundfläche war die einer Kleinstadt, doch die Ebenen erhoben sich kilometerweit in die Luft. Diese platzsparende, umweltschonende Bauweise barg natürlich große Herausforderungen in Architektur und Logistik, doch Skyscrape hatte sie alle gemeistert. Hochwissenschaft reichte Industrie und Politik die Hände. Die geeinte Kraft der Menschheit, ermöglicht durch das Cybernet, hatte die dunkle Vergangenheit überwunden.
     Ganz so wunderbar, wie Geschichtsschreibung und Medien das Ganze darstellten, war es natürlich nicht abgelaufen. Auf dem Weg dahin hatte es selbstverständlich auch viele Fehlschläge gegeben, doch der Gewinn wog sie alle mehr als auf. Oft hätte man der Obrigkeit vorwerfen können, dass sie eine gewisse Zahl an Opfern für das Wohl aller wissentlich in Kauf genommen hatte. Doch so kaltherzig und skrupellos das womöglich gewesen war, die Erfolge hatten die Kritiker schnell verstummen lassen.
     So etwas funktionierte jedoch nur, wenn man nicht zu den Verlierern der neuen Weltordnung gehörte – und diese wiederum in einer vernachlässigbaren Unterzahl waren. Selbstaufopferung hatte ihre Grenzen, wenn man ein Herz hatte, welches ebenfalls leben, lieben und frei sein wollte.
     Vor allem, wenn man durch das Cybernet alles mitfühlen konnte. So war eine produktive Balance entstanden, welche die Evolution des Menschen immer weiter beflügelte.
     Kaja gehörte leider zu den weniger Glücklichen.
     Nicht jeder kann ein Gewinner sein. So ist das Leben, dachte sie nüchtern, den Blick wieder von dem Mahnmal des Fortschritts abwendend.
     Der Gleiter wurde langsamer und stoppte schließlich.
     »Kaja«, knarzte die raue Stimme des Fahrers. »Ich muss weiter ins Dorfzentrum. Willst du mit?«
     »Nein«, entgegnete sie und seufzte laut. »Du weißt doch, Gesellschaft ist nicht so mein Ding.«
     Sie richtete sich auf und wollte von dem Container springen, da erinnerte sie ihr fehlendes Unterbein an ihr geringfügiges Problem.
     »Ach, scheiße«, grummelte sie und rieb sich genervt die Augen. »Hab's mir anders überlegt! Ich komme diesmal doch mit!«, rief sie dem Fahrer zu.
     »Alles klar«, erwiderte er gut gelaunt und der Gleiter setzte sich erneut in Bewegung.
     Nach kurzer Zeit kamen die ersten Wohnkuppeln in Sicht. Eingebettet in Gewächsmodule wirkten sie wie kleine Oasen der Zivilisation. Mit ihren Sonnensegeln und den integrierten Treibhaussegmenten boten sie beinahe autarke Lebensbedingungen. Lediglich diverse Luxuswaren und Gebrauchsgegenstände wurden in regelmäßigen Abständen geliefert.
     Bei einer größeren Kuppel, welche das Einkaufszentrum darstellte, hielt der Warentransport an. Der Fahrer half Kaja von der Ladefläche. Sein faltiges Gesicht zeigte ein ehrliches Lächeln. Seine andere Hälfte war zwar mit Metall verkleidet und das Auge hatte eine künstliche Iris aus violettem Kristallglas, er wirkte jedoch keineswegs bedrohlich.
     »Auch wenn du nur wegen deinem Bein hier bist, genieß ein wenig die Gesellschaft, ja?«, meinte er und zwinkerte Kaja aufmunternd zu.
     »Ich versuch's«, murmelte sie, erwiderte jedoch sein Lächeln freundlich. »Tut mir leid, dass ich beim Abladen nicht helfen kann, aber ... na ja ...« Sie machte eine Geste zu ihrer Hüfte.
     »Schon in Ordnung.« Er lachte. »Ich bin zwar nicht der Jüngste, aber meine kybernetischen Verbesserungen gleichen das absolut aus.«
     Kaja nickte, hob zum Abschied die Hand und humpelte in Richtung der Klinik davon. Hohe Bäume säumten die Wege und ließen die Wohnkuppeln beinahe verschwinden. Vögel, Eichhörnchen und andere Kleintiere tummelten sich in dem Unterholz aus Beerensträuchern und farbenprächtigen Blumen. Ein kleiner Garten Eden.
     Hier leben zu dürfen, war eine Art Privileg. Sicher, man hatte ordentlich investiert, um Leute in den technisch rückständigen und recht einsamen Schorf zu locken, doch die Plätze waren begrenzt. Man würde nicht erneut zulassen, dass sich Siedlungen geschwürartig über die Erdoberfläche verbreiteten. Ballungszentren wie Skyscrape boten natürlich viel mehr Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, doch manche Menschen hatten so ihre Gründe, dem entfliehen zu wollen – manchmal zu viele.
     Daher gab es ein offizielles Losverfahren. Herkunft und Ausbildung waren völlig irrelevant, da die örtlichen Systeme darauf ausgelegt waren, dies zu kompensieren. Die autarke Terraforming-Einheit war ein gutes Beispiel dafür. Wenn man doch mehr Wissen brauchte, bot das Internet ausreichend Weiterbildungsseminare.
     Auf Kajas Weg grüßten die anderen Bewohner freundlich. Hier kannte jeder jeden. Es war beinahe so etwas wie eine große Familie. Doch Kaja wollte ihnen möglichst fernbleiben. Allerdings überwältigte die Freundlichkeit ihr Herz schon nach wenigen Minuten. Ein verräterisches Lächeln zog ihre Mundwinkel nach oben.
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