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Vergeltung
Verfasser: Robert Harris (14)
Verlag: Heyne (3024)
VÖ: 2. November 2020
Genre: Historischer Roman (4895)
Seiten: 368
Themen: 1944 (27), Drittes Reich (88), Holland (60), Ingenieure (39), Mission (786), Rache (2159), Sabotage (95), Waffen (231), Zweiter Weltkrieg (540)
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Robert Harris beschäftigt sich in seinen Büchern eigentlich immer mit Themen, die so interessant klingen, dass man unweigerlich zugreift, egal wie gut oder schlecht man seine vorausgegangenen Werke empfunden hat. Bei »Vergeltung« ist es nicht anders, denn ein Plot rund um Wernher von Braun und eine der letzten Wunderwaffen der Nationalsozialisten hört sich selbst dann noch spannend an, wenn man schon mit so vielen Dokus und Büchern über den Zweiten Weltkrieg konfrontiert wurde, dass einem das Thema aus den Ohren herauskleckert. »Vergeltung« wurde im November des vergangenen Jahres vom Heyne Verlag veröffentlicht, hat einen Umfang von 368 Seiten und kostet 22 Euro. Für fünf Euro weniger ist es als E-Book zu bekommen, Frank Arnold hat ein 10:17 Stunden langes ungekürztes Hörbuch eingelesen.

Harris führt seine Leser in dem Buch ans Ende des Jahres 1944, als sich Deutschlands Niederlage bereits sehr deutlich abzeichnet und auch die Handlungsträger in den Reihen der Nationalsozialisten bereits wissen, was die Stunde geschlagen hat. Dennoch wird unermüdlich mit einer modernen Waffe auf England gezielt: der V2. Der Gegner kann sie nicht orten, wie aus Nichts kommend fälöt sie auf die britische Hauptstadt hinab. Die Abschüsse werden von einem (fiktiven) Wissenschaftler namens Rudi Graf begutachtet, einem Freund Wernher von Brauns, der einst gemeinsam mit seinem berühmten Kollegen hoffte, Raketen zum Mond schicken zu können. Graf weiß, dass Deutschland praktisch bereits verloren hat und ist desillusioniert, und nun wird auch noch gegen ihn ermittelt. Auf englischer Seite entkommt eine Frau namens Kay Caton-Walsh derweilen einem V2-Einschlag nur knapp und meldet sich in Folge des Erlebnisses zu einem Einsatz: Mit Mathematik soll dem Feind ein Schnippchen geschlagen werden.

Schlussendlich stellte sich hier ein Eindruck ein, den man schon aus anderem Büchern von Harris - beispielsweise dem zeitlich recht nahen »München« - kennt: Fachlich ist das, was der Autor hier abgeliefert hatte, erste Güte. Sowohl was den historischen Kontext als auch die technischen Details angeht, dürften Unmengen von Manntagen in die Recherchearbeiten geflossen sein, und all die dabei gewonnen Erkenntnisse wurden verständlich und auf gelungene Weise in die Story eingebunden. Allein: Der Roman zündet nicht wie eine V2, sondern eher wie eine Platzpatrone. Warum das so ist, lässt sich schwer in Worte fassen. Das eigentliche Problem ist, dass man bem Lesen nicht mitfiebert, was mit den beiden Hauptprotagonisten Graf und Kay geschieht, ob sie in Gefahr geraten, Errungenschaften erzielen, überlaufen oder dergleichen. Überlebt Graf? Stirbt er? Entscheidet er sich, den Feind zu unterstützen? Wird er verhaftet? Bleibt er frei? Völlig egal. Man gewinnt absolut null emotionale Bindung, obwohl von »handwerklicher Seite« eigentlich alles getan wurde, um mit den beiden zu bangen. Eigentlich wurde beiden eine ausführliche und teils schicksalhafte Geschichte auf den Leib geschrieben, doch das Ganze wird derart sachlich, unaufgeregt und praktisch frei von Spannungsspitzen vorgetragen, dass man ihr Schicksal achselzuckend zur Kenntnis nimmt. Dadurch entwickelt man mit fortschreitender Seitenzahl ein ambivalentes Verhältnis zu »Vergeltung«: Man spürt die Qualität dessen, was Harris hier geschrieben hat, sie rauscht aber peripher an einem vorbei. Was schade ist, so aufregend, wie sich das anfangs alles noch anhörte.
– geschrieben am 23. Februar 2021 (3/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz