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Trümmermädchen
Verfasser: Lilly Bernstein (1)
Verlag: Ullstein (1260)
VÖ: 2. November 2020
Genre: Historischer Roman (4615)
Seiten: 512
Themen: 1941 (10), Bäckerei (22), Besatzung (32), Diebe (450), Gefangenschaft (513), Judentum (167), Köln (289), Nationalsozialismus (315), Schwarzmarkt (11), Vergewaltigungen (229), Zweiter Weltkrieg (518)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Am Beispiel eines fiktiven Mädchens vor dem Hintergrund ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt die Autoren von der jungen Anna während der Jahre 1941 - 1948 in einer Bäckerei in Köln.
Lesermeinungen (5)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (3)     Tags (1)
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor wenigen Tagen thematisierten wir den von Lilly Bernstein verfassten Roman »Trümmermädchen - Annas Traum vom Glück« im Rahmen unserer Reihe »Projekt 10«, in der eine Auswahl von Mitarbeitern und Helfern unserer Webseite gemeinsam den Einstieg in ein Buch liest, um hinterher zu entscheiden, ob sie anhand der ersten (rund) zehn Seiten Lust verspüren würden, das gesamte Buch zu lesen. Im Fall von »Trümmermädchen« hatten sich alle Testleser entschieden, das komplette Werk zu lesen, und nun möchten wir euch unser kurzes Fazit zum gesamten Roman präsentieren.

Lilly Bernstein ist ein Pseudonym der preisgekrönten Schriftstellerin Lioba Werrelmann, die aus einer Bäckersfamilie entstammt, weswegen es nahelag, dass sie ein Buch zu Papier bringen würde, das in genau dieser Branche angesiedelt ist. Das Ergebnis ist der hier thematisierte Roman, der am 2. November im Ullstein Taschenbuchverlag herausgegeben wurde. Das Buch ist 512 Seiten lang und kann für 10,99 Euro bezogen werden. Die E-Book-Ausgabe hat einen Preis von 8,99 Euro. Obendrein gibt es auch eine Hörbuchfassung, diese hat eine Spielzeit von 12:38 Stunden und wurde von Schauspielerin und Sprecherin Elisabeth Günther vertont.

Die im Untertitel erwähnte Anna ist im Köln des Jahres 1941 ein elfjähriges Mädchen, das bei ihrer Tante und ihrem Onkel in deren Backstube aufwächst. In Folge des Krieges wird Onkel Matthias eingezogen, und die Bäckerei wird zerstört. Als Köln schließlich vom kältesten Winter des Jahrhunderts übermannt wird, avanciert Anna als Teil einer Schwarzmarktbande zur besten Kohlediebin der ganzen Stadt. Sie verliebt sich, was gefährliche Folgen hat, und gemeinsam mit ihrer Tante hofft sie auf den Wiederaufbau der Bäckerei. Nicht zuletzt sind beide von dem Wunsch beseelt, dass die Männer, die sie lieben, zu ihnen zurückfinden.

Einige der Punkte, die wir bereits im Rahmen des »Projekts 10« erwähnt haben, etwa die bildgewaltige Sprache, die Liebe zum Detail und zum Bäckerhandwerk, ziehen sich durch das gesamte Buch und schaffen eine plastische Kulisse und eine wirkungsvolle Atmosphäre. Einiges ändert sich jedoch drastisch: War der Einstieg, in dem fröhlichen Aspekten wie dem Duft frischen Brotes noch ganze Absätze gewidmet wurden, gewissermaßen beschwingt, während die aufziehenden Probleme nur angedeutet wurden, wird alles Schreckliche, was sich fortan zuträgt, weißgott nicht zwischen den Zeilen belassen, sondern in aller Eindringlichkeit geschildert. »Trümmermädchen« schenkt den Lesern eine Reihe von angenehmen Momenten, schreckt aber nicht davor zurück, sie auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und ihnen jenen Boden anschließend unter den Füßen wegzureißen.

Von der ersten Begegnung mit den Protagonisten im Jahre 1941 bis in den Januar des Jahres 1948, bis zu dem die Geschichte geschildert wird, wird insbesondere bei Marie eine umfassende und eindrucksvolle Fortentwicklung des Charakters vorgenommen. Der Leser ist dicht mit am Geschehen und an den Figuren "dran" und erlebt alles intensiv mit. Die Sogwirkung ist hoch, ohne spannungstechnisch zu überdrehen - das wäre bei einem solchen Roman auch unangebracht -, wir haben hier starke Frauenfiguren, die Mischung aus greifbar gemachten Emotionen, mitreißenden Entwicklungen und nicht zuletzt allerhand eingebrachtem Recherchewissen ist voll und ganz stimmig, und all das hält das Buch bis zum Ende durch, ohne dass es an irgendeiner Seite schwächeln würde.

Nachdem die Autorin in der Vergangenheit schon für ihren großen Erfahrungsbericht im Zusammenhang mit dem Gesundheitssystem und für ihre Geschichte über die Kraft der Freundschaft hoch gelobt wurde, und nachdem sie im Frühjahr für ihr Krimidebüt gar mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde, hat sie schlussendlich mit »Trümmermädchen« unter Beweis gestellt, dass man ihr auch im Bereich des Historienromans nichts vormachen kann. Auch dieses Buch überzeugt auf der ganzen Linie, so dass man hier unbesorgt hineinschmökern kann.
– geschrieben am 25. November 2020 (5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz