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Die Republik
Verfasser: Maxim Voland (1)
Verlag: Piper (1907)
VÖ: 26. Oktober 2020
Genre: Dystopie (671) und Kriminalroman (7847)
Seiten: 528 (Gebundene Version), 448 (Kindle-Version)
Themen: Alternative Weltgeschichte (11), Anschläge (564), Deutsche Demokratische Republik (181), Giftgas (6), Staatssicherheit (49), Überwachung (36), Unfälle (1159)
Charts: Einstieg am 9. November 2020
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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1mal in den Tagescharts platziert
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Republik« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (7)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (8)     Tags (1)     Cover
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor einigen Tagen haben wir den Einstieg in das Buch »Die Republik« von Maxim Voland von mehreren Mitarbeitern unserer Webseite für unser »Projekt 10« lesen lassen. Inzwischen haben zwei von ihnen das komplette Buch durchgelesen, so dass es nun an der Zeit für eine kurze Rezension des gesamten Buchs ist.

Bei Maxim Voland, dem Autor des Buchs, soll es sich um einen deutschen Bestsellerautor handeln, den man international kennt und der ein vielfältiges Spektrum hat. Geht man von dem Aufwand aus, der in das Buch und in das von verschiedenen prominenten Sprechern eingelesene Hörbuch investiert wurde, dürfte es sich tatsächlich um keinen Unbekannten handeln. Angesichts verschiedener auffälliger stilistischer Mittel, einiger Eskalationsstufen in der Geschichte, der Auswahl einer speziellen Stadt als Schauplatz sowie einiger Kleinigkeiten wie der Überschreibung des Personenverzeichnisses als »Dramatis Personae« hätten wir da auch einen ziemlich klaren Verdacht, den wir aber natürlich für uns behalten. Das Buch wurde am 26. Oktober im Piper Verlag veröffentlicht und ist als gebundene Ausgabe für 22 Euro zu bekommen. Für das E-Book muss man drei Euro weniger aus der Geldkatze holen, für das 14:18 Stunden lange Hörbuch waren Detlef Bierstedt, Dietmar Wunder, Maja Maneiro und Nils Nelleßen im Einsatz.

In seinem Roman entführt Maxim Voland seine Leser in eine alternative Gegenwart, in der das gesamte deutsche Gebiet mit Ausnahme von Westberlin Teil der Deutschen Demokratischen Republik ist. Die drei Westalliierten haben das Land anno 1949 aus (anfangs) unbekannten Gründen aufgegeben und sich zurückgezogen, so dass der Sozialismus überall Einzug halten konnte. Und das mit erstaunlichem Erfolg: Das Land floriert, hat sich zu einer Weltmacht aufgeschwungen und ist technisch auf einem exzellenten Stand. Eines hat sich jedoch im Vergleich zur einstigen DDR nichtg geändert: Die Repressalien, die eingesetzt werden, um alles unter Kontrolle zu behalten, die geschlossenen Grenzen, der alles umspannende Stasi-Apparat. Inmitten dieses Szenarios rafft eine Giftgaswolke über Berlin zahlreiche Menschen hin, woraufhin ein desillusionierter Stasi-Offizier, ein durch Zufall gerade in die DDR gereister französischer Dolmetscher mit deutschen Wurzeln und eine junge promiskuitive Agentin vom MI6 in eine umfassende Verschwörung gezogen werden.

»Die Republik« hat sich für uns als ein Buch erwiesen, das uns ziemlich gespalten zurückgelassen hat. Eines muss man dem Werk auf jeden Fall attestieren, nämlich dass es mitreißend geschrieben wurde, sehr unterhaltsam ist und sprachlich einen sehr guten Flow hat. Dem entgehen steht, dass die teils gehörig hollywoodesk (ist das ein Wort?) erscheinende Abfolge von Szenen einfach nicht so recht mit dem in Einklang zu bringen ist, was man sich als Leser von einer Deutschen Demokratischen Republik vorstellt, und sei sie noch so alternativ. Hier haben wir einen streckenweise enorm hohen Bodycount, einen zum Superhelden avancierenden Dolmetscher, der nach hinten raus ausgebildete Spezialkräfte locker in die Tasche steckt, Menschen mit der Bereitschaft zur Opferung von Millionen Leuten einschließlich der eigenen Kinder, und, und, und. Zwischendrin gibt es Pfeffis und Kekse. »Die Republik« funktioniert dann sehr gut, wenn man sich mit jeder Menge Getöse berieseln lassen möchte. Und natürlich hat ein Buch auch das gute Recht dazu, auf diese Weise punkten zu wollen ... man rechnet nur nicht damit, da man die DDR, die Art und Weise des Arbeitens von Stasi-Agenten & Co. einfach mit etwas deutlich Biederem assoziiert und nicht mit der hier gebotenen Haudrauf-Keule. »Die Republik« ist ein Buch für Freunde amerikanisch anmutender Actionthriller - diese dürften sogar ihre helle Freude daran haben -, andere Leser dürfte das Gebotene hingegen verschrecken. Daher kommen wir zu einer bedingten Leseempfehlung: Wenn man nicht mit einer falschen Erwartungshaltung herangeht, dann bekommt man hier ein Stück zünftiges Lesevergnügen mit der Tenden zum Übertriebenen. Hat man die falschen Vorstellungen, dann kann man mit dem Buch aber auch ziemlich auf die Nase fallen.
– geschrieben am 7. November 2020 (3.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz