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Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte
Verfasser: Jonas Jonasson (5)
Verlag: Bertelsmann (486)
VÖ: 26. Oktober 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (3142)
Seiten: 400
Themen: Galerie (38), Gemälde (222), Krieger (899), Massai (8), Mission (743), Rache (2055), Reisen (2202), Schweden (418)
Charts: Einstieg am 24. Dezember 2020
Höchste Platzierung (1) am 12. Januar 2021
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 7 × Media Control Top 10 Print (Max: 8)
1 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 7)
2 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 13)
12 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 6)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Als wir vorhin unser kurze Buchbesprechung zu Karsten Dusses Longseller »Achtsam morden« veröffentlichten, haben wir erwähnt, dass sich der Roman so liest, als habe man Jonas Jonasson und John Niven miteinander gekreuzt. In diesem Herbst sind auch von den beiden erwähnten Autoren neue Werke auf Deutsch herausgegeben worden. Nivens Roman haben wir bereits thematisiert und rezensiert, Jonassons neuesten Streich haben wir indessen noch nicht näher behandelt, obwohl er nun schon seit zwei Monaten die Spiegel-Bestsellerliste unsicher macht. Das wollen wir nun nachholen, und so haben wir nun im ersten Schritt vier Mitarbeiter unserer Webseite die ersten Seiten des Buchs für unser »Projekt 10« anlesen lassen, um sie anschließend darüber entscheiden zu lassen, ob sie das komplette Buch anhand seines Einstieges lesen würden.

Das Buch

Unfassbare elf Jahre sind inzwischen schon vergangen, seitdem der schwedische Autor seinen inzwischen berühmten Hundertjährigen aus dem Fenster steigen und verschwinden ließ. Das damalige Buch hat sich allein hierzulande 4,4 Millionen Mal verkauft, was Jonasson höchstwahrscheinlich nie wieder erreichen kann. Sehr erfolgreich waren alle späteren Veröffentlichungen trotzdem. »Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte« erschien am 26. Oktober im C. Bertelsmann Verlag und kann für 22 Euro erworben werden. Fünf Euro weniger kostet die E-Book-Variante, außerdem existiert eine 10:14 Stunden lange Hörbuchversion. Diese wurde von Shenja Lacher eingelesen ... und zwar zum Glück. Für den vorausgegangenen Roman (»Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten«) war Dieter Hallervorden im Einsatz gewesen, und - bei allem Respekt für dessen Lebensleistung - diesen mag man sich nun wirklich nicht dreizehn Stunden am Stück anhören.

Beworben wird »Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte« damit, dass es einen waschechten Clash der Kulturen präsentieren soll. Demnach lässt Jonasson in dem Buch einen schwedischen Galeristen, der im Angesicht von Geld keine Freunde kennt und potenziell auch über Leichen gehen würde, auf einen kenianischen Massai treffen, der keine rechte Vorstellung davon hat, was Geld überhaupt ist. Dass beide aufeinanderprallen, ist damit begründet, dass ausgerechnet der arglose Krieger im Besitz eines millionenschweren Gemäldes ist.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Jonasson beginnt sein Buch auf eine etwas ruhige Weise, nämlich indem er seine Leser mit den beiden Männern bekanntmacht, die anschließend höchstwahrscheinlich den erwähnten Clash der Kulturen miteinander ausfechten werden. Der erste von ihnen ist Ole Mbatian, einem Medizinmann der Massai, der aus einer Familie von Medizinmännern (und einem Doktor) stammt. Er erledigt seine Arbeit gewissenhaft und gut, hat einige Differenzen mit dem Häuptling seines Dorfes, ansonsten aber eigentlich nur ein einziges großes Problem: Seine acht Kinder sind allesamt Mädchen, und die Aussicht, dass er noch einem Sohn und Stammhalter das Leben schenken kann, ist eher gering. Im zweiten Schritt begegnet der Leser Victor Alderheim, der achttausend Kilometer weiter nördlich aufwächst und zu Beginn der Geschichte noch nicht Alderheim heißt. Hier ändert sich der Ton der Charaktereinführung, denn Victor scheint vieles von dem zu vereinen, was man als schlechte Eigenschaften bezeichnen würde, wenn man nicht selbst über sie verfügt. Schon als Jugendlicher entwickelt sich bei ihm ein großes Maß an Xenophobie, frauenfeindlich wird er auch, und als er schließlich beginnt, für den Kunsthändler Alderheim zu arbeiten, steht in seinem Sinn nichts anderes, als größtmögliches Kapital aus der Anstellung zu schlagen und die Institution zu übernehmen ... gegebenenfalls auch unter Ausnutzung der (deutlich jüngeren) Tochter des Galeristen. Zu allem Überfluss setzt er auch noch ein (dunkelhäutiges) Kind mit einer Prostituierten in die Welt, stellt sich seiner daraus resultierenden Verantwortung jedoch nur im geringstmöglichen Umfang.

Fazit

Um ganz ehrlich zu sein: So richtig spektakulär ist der Einstieg in Jonassons Buch ja nun nicht gerade. Mit einer Protagonistenvorstellung zu beginnen, ist an sich natürlich nichts Schlechtes, denn wenn man weiß, mit wem man es zu tun bekommt, kann man diejenigen von Anfang an schließlich gut einordnen. Üblicherweise wird in so einem Fall aber wenigstens schon mal ein Stückchen von der eigentlichen Handlung eingeflochten, also irgendein Stein des Anstoßes, der die anschließende Sache ins Rollen bringt. Hier hat man hingegen den Eindruck, erstmal noch nichts davon gelesen zu haben. Vor allem aber hatten wir das Gefühl, dass die typische beschwingte Leichtigkeit, die aus Jonassons Worten sprudelt, bis hierhin noch nicht so recht zu spüren war. Man hat ja eine gewisse Erwartungshaltung gegenüber Büchern von Autoren, deren andere Werke man bereits kennt, und bei Jonasson ist dies aufgrund seines individualistischen Stils ganz besonders der Fall. Insbesondere ab dem dritten Kapitel, in dem die Beschreibung Victors einsetzt, ist davon - zumindest stilistisch - nicht viel zu spüren. Allerdings könnte sich dies auch zu einem Vorteil entwickeln: Jonassons Werke waren sich in der Vergangenheit nicht nur stilistisch ähnlich, sie hatten auch die Eigenart, dass darin vorkommende Charaktere in ihrer Art wie Coverversionen anderer Jonasson-Figuren wirkten, und selbst Bösewichte trugen stets eine herzliche Schlichtheit in sich. Das hat zur Folge, dass Jonasson kein Autor ist, den man »binge-lesen« würde, weil sich seine bisherigen Bücher arg geglichen haben. Victor hat hingegen das Potenzial, sich zum größten Unsympathen zu mausern, den Jonasson je erschaffen hat. Vielleicht bringt das im weiteren Verlauf einen ganz neuen Impuls in die Geschichte. Nach der Lektüre der ersten Seiten haben sich unsere Mitarbeiter Patrick Wolff und Tom Rietzschel dazu entschlossen, das gesamte Buch zu lesen, während Carmen Gruber und Kati Neidhardt erst einmal abwarten werden, was die anderen zum Buch sagen werden. Für sie hat sich bis hierhin die erwartete »Jonas-Jonasson-Atmosphäre« noch nicht im ausreichenden Maße eingestellt. Da zumindest zwei von uns am Ball bleiben werden, werden wir dennoch in absehbarer Zeit eine komplette Rezension präsentieren können.
– geschrieben am 19. Dezember 2020
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