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TASCHENBUCH
 
Stefan Grote und Stine Lessing 1 - Dünenhausmord
Verfasser: Hans-Rainer Riekers (1)
Verlag: Klarant (692)
VÖ: 23. Oktober 2020
Genre: Kriminalroman (7736)
Seiten: 260 (Taschenbuch-Version), 275 (Kindle-Version)
Themen: Architekten (175), Inseln (1772), Kommissare (2055), Mord (6004), Ostfriesland (571), Rache (2026)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Hauptkommissar Stefan Grote und Kriminalanwärterin Stine Lessing haben es in ihrem ersten Fall in Ostfriesland mit einer skrupellosen Täterin zu tun, die vor nichts zurückschreckt. Ihr erstes Opfer ist der Architekt Enno Oltmanns, der in seinem Dünenhaus auf der Nordseeinsel Juist ermordet aufgefunden wird. Oltmanns galt als grummeliger Einzelgänger, doch wer könnte eine derartige Wut auf ihn gehabt haben? Als wenig später auch der vom Festland geschickte Kriminalbeamte getötet und der Aktenkoffer mit Beweismitteln entwendet wird, ist klar, dass die Täterin bereit ist, jedes Hindernis aus dem Weg zu räumen. Grote & Lessing übernehmen den Fall. Alles, was die Ermittler haben, ist das Phantombild einer attraktiven jungen Frau und das einzige verbliebene Beweisstück: ein schwarzes Haar. Und die Gewissheit, dass die Täterin ihren Rachefeldzug gerade erst begonnen hat ...
Quelle: Klarant
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe!
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Montag

Das Haus in den Dünen


Der Hafen von Juist wirkte wie leergefegt an diesem neblig-kalten Novemberabend, kurz vor dem ersten Advent. Schon seit Wochen schien die Insel fast wie ausgestorben, denn Urlauber waren zu dieser Zeit rar. Nur einige wenige Hotels hatten überhaupt geöffnet, und die Zahl der Restaurants oder Gaststätten, die einen Platz zum Aufwärmen boten, konnte man an zwei Händen abzählen.
     Jan Weber ging durch das Fluttor den Weg zum Hafen hinunter, und es kam ihm so vor, als sei er der einzige Passagier, den es auf die Abendfähre zum Festland trieb. Die wenigen Arbeiter, die noch mit der Abfertigung des Schiffes beschäftigt waren, verrichteten frierend ihre Arbeit und warteten darauf, dass endlich das Kommando zum Loswerfen der Leinen erfolgte.
     Er überquerte schnellen Schrittes die Gangway und folgte der Ausschilderung zum Bordrestaurant. Als er die Tür öffnete, schlugen ihm stickige Wärme und der Geruch warmen Kaffees entgegen. Er blickte sich um und war überrascht, dass sich außer ihm doch noch einige Passagiere eingefunden hatten.
     Es mochten vielleicht dreißig Menschen sein, die sich in dem Restaurant verloren. Einige wenige saßen in einer kleinen Gruppe zusammen, die meisten hatten sich eine ruhige Ecke gesucht und tippten in ihrem Handy herum. Andere lasen ein Buch oder dösten mit halb geschlossenen Augen vor sich hin. Sie drückten damit ziemlich unmissverständlich aus, dass sie allein bleiben wollten. An Gesellschaft schien den meisten jedenfalls nicht gelegen zu sein.
     Auch Jan Weber war nicht an Gesprächen interessiert. Er suchte sich eine freie Sitzgruppe am Rande des Salons. Sie war so weit von den anderen Passagieren entfernt, dass er durch die Gespräche und das gelegentliche Gelächter seiner Mitreisenden nicht gestört wurde. So konnte er in Ruhe seinen Gedanken nachhängen. Er stellte seine Reisetasche auf den Sitzplatz gegenüber, einen schwarzen Aktenkoffer legte er auf den Sitz neben sich. Für Außenstehende musste es so aussehen, als habe er um sich herum eine Barriere errichtet.
     Dann blickte er aus dem Fenster und beobachtete die Hafenarbeiter, die sich schon bereit machten, die Gangway vom Schiff zu lösen.
     Er schaute auf die Uhr: 19.13 Uhr. Noch zwei Minuten bis zur Abfahrt. Weber erhob sich, ging zum Tresen des Bordrestaurants und bestellte einen Kaffee. Die heiße Bockwurst, auf die er sich gefreut hatte, nahm er lieber doch nicht. Das, was dort verschrumpelt in der lauwarmen Brühe schwamm, kam ihm so vor, als seien es die unverkauften Reste der Morgenfähre.
     Die füllige Verkäuferin bediente ihn aufgesetzt freundlich und sprach ihn mehrfach laut und auffällig mit »Herr Kommissar« an. Jan Weber ärgerte das, denn einige Fahrgäste wurden schon aufmerksam und blickten neugierig zu ihm herüber. Trotzdem bemühte er sich, wenigstens eine Spur von Höflichkeit zu wahren, und nickte ihr mit einem aufgesetzten Lächeln zu. Dann nahm er seinen Kaffee, den die Frau ihm über den Tresen schob.
     Als er die angekauten Fingernägel ihrer ungepflegten Hand bemerkte, sah er sich in seiner Entscheidung bestätigt, auf die Bockwurst verzichtet zu haben, und zog sich auf seinen Platz zurück.
     Der Inseltratsch hatte mal wieder funktioniert. Eigentlich überraschte ihn das nicht, denn obwohl er, abgesehen von den Inselpolizisten und den Kollegen der Spurensicherung, mit niemandem über sich und seine Arbeit gesprochen hatte, schien inzwischen jeder auf der Insel Bescheid zu wissen. Sicherlich war es blauäugig zu glauben, dass das, was in der vergangenen Nacht auf Juist passiert war, irgendjemanden auf der Insel kaltlassen würde. Entsprechend groß waren nun einmal das Interesse und die Neugier der Menschen.
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