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Sturmblicke
Verfasser: Th. Wolf (1)
Verlag: tredition (222)
VÖ: 8. Mai 2019
Genre: Fantasy (12411)
Seiten: 772 (Gebundene Version), 749 (Kindle-Version)
Themen: Achtsamkeit (49), Freundschaft (2057), Inseln (1761)
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Überraschend wählt der Rat der Fünf die junge Aifa zur Wächterin ihres Volkes.
Trotz Zweifel und vieler Fragen, stellt sich Aifa der schwierigen Aufgabe und warnt schließlich ihr Volk rechtzeitig vor einem heftigen Sturm. Dabei verliert sie einen wichtigen Freund.
Kurz darauf wacht sie an einer fremden Küste auf und trifft die eitlen Drillinge und das Volk der Kalee. Unterdessen hofft, in weiter Ferne, das seltsame Kristallvolk auf ihre Hilfe, und zwei Ibulien begeben sich auf die Suche nach ihrem Bruder, um später Aifas größtes Geheimnis zu lüften ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Th. Wolf für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Und nun tauche hinab und fang einen Gaun, aber sieh dich vor! Seine Arme sind stark!“
     Aifa holte tief Luft und verschwand im See. Das Licht bildete einen roten Fächer im Wasser und erlaubte es ihr, noch gut zu sehen. Ein Gaun lebte meist tief unten im Boden, wo er sich eingrub. Kreisförmige Sandwellen verrieten sein Versteck. Aifa tauchte hinunter und schlug mit der Hand auf den Boden. Schnell wirbelte der Sand auf, und der lange Hals des Gauns schoss hervor. Dann kreisten schon seine vier Fangarme im Wasser und versuchten, die Angreiferin zu packen. Doch geschmeidig tauchte Aifa zwischen den Scheren hindurch und griff zwei Arme hinter dem dicken Gelenk. Mit einem kräftigen Ruck zog sie den Gaun aus dem Boden. Seine beiden übrigen Arme wirbelten wütend herum, doch konnten sie Aifa nicht packen. Schnell schwamm sie nach oben und erreichte die Oberfläche. Dort umschloss sie mit ihren Beinen den Hals des Gauns und drückte sie zusammen. Ein lautes Knacken verriet das Ende des Gauns, sein Leib erschlaffte, und triumphierend hielt Aifa ihre Beute in die Höhe.
     „Gut, Aifa, sehr gut. Verhungern wirst du jedenfalls nicht.“
     Bain nahm das tote Tier und schnitt seine Beine und den Kopf ab.
     „Die schmecken recht gut. Nimm den Rücken, mach ein Feuer! Ich hole etwas Kraut.“
     Beide ließen sich das zarte Fleisch schmecken. Gewürzt mit dem silbernen Kraut, hatte das Fleisch einen kräftigen, scharfen Geschmack.

In der folgenden Zeit durchquerten sie einige Ebenen, in denen die wilden Verwandten der Gokloks friedlich grasten. Das gelbe Gras war zu dieser Zeit saftig, und die Pflanzenfresser würden in Kürze ihre Jungen zur Welt bringen.
     „Wenn du diese Tiere beobachtest, achte auf ihr Verhalten. Drängen sie sich zusammen und bilden einen Kreis, dann droht Gefahr. Sind es Räuber, dann brüllen sie. Ist es ein Sturm, dann stehen sie schweigend im Kreis und drehen dem Sturm ihr Hinterteil zu. Dabei stehen die Jungen in der Mitte.“
     Aifa betrachtete die kleine Herde. Diese Tiere waren kleiner und wendiger als ihre zahmen Verwandten. Auch unterschied sich ihre Färbung von derjenigen der Gokloks.
     „Da, zwei Jals!“
     „Sie werden die Herde nicht angreifen. Es sind zu wenige.“ Bain war sich sicher.

Zum Ende ihrer Route erreichten sie die steinige, wilde Küste. Die Wellen des grünlichen Meeres donnerten mit lautem Krachen an die Felsen.
     „Hier werden wir die Nacht verbringen.“ Bain hatte sich hinter einen gewaltigen Felsen gesetzt und schaute zum Himmel. Dieser Tag neigte sich seinem Ende zu, und die Sonne wurde schwächer. Die beiden Monde, die gelblich leuchteten, gewannen immer mehr an Leuchtkraft und hüllten die Küste in ein seidenes Tuch aus Licht.
     „Sieh die vielen Lichter, wie schön sie strahlen!“ Aifa war jedes Mal fasziniert, wenn sie eine wolkenlose Nacht im Freien verbrachte.
     Bain schaute hinauf und nickte.
     Dann erklang der Ruf des Wellengleiters. Dieser schlanke fliegende Räuber flog ganz knapp über den Wellen, als würde er auf ihnen tanzen, doch sobald seine Augen eine Beute erspähten, stieß er blitzartig ins Wasser. Dann trug er seine zappelnde Beute davon, zu seinem Höhlennest irgendwo in den hohen, steilen Felswänden.
     Aifa folgte ihm mit ihrem Blick.
     Bains Stimme durchfuhr ihre Gedanken: „Der gewaltige Sturm ist unsere größte Bedrohung. Wenn es uns nicht gelingt, rechtzeitig zu warnen, dann fegt er alles hinweg. Du hast sicher schon einige Stürme erlebt. Aber nichts ist vergleichbar mit ihm, dem schwarzen Sturm. Er ist unberechenbar. Am Himmel zeigt sich zuerst ein dunkler Fleck, weit weg am Horizont. Er wird schnell größer, und grelle, dünne Streifen durchfahren den immer dunkler werdenden Himmel. Unsere Augen sind besser als die der anderen Cita, und unsere Ohren hören das dunkle Grollen viel eher. Auch die Erschütterungen der Luft und des Bodens gelangen schnell zu uns. Doch all die Tiere, die wir während unseres Weges gesehen haben, wissen es noch eher als wir. Selbst einige Blumen schließen ihre Blüten. Im großen Buch wirst du die Arten dazu finden. Wenn du all das entdeckst, dann renne und stelle eine Verbindung zu allen Cita her. Ich werde dir bald zeigen, wie du das tun kannst.“
     „Und die Käfer? Wie erkenne ich deren Nahen?“, fragte Aifa.
     „Der Sand vibriert plötzlich und bildet kleine Wirbel.“
     „Welcher war der schlimmste Angriff?“
     „Ich erlebte ihn als Kind. Es war schrecklich. Sie verschlangen alles, egal ob Pflanze oder Tier. Selbst drei Cita wurden damals gefressen. Nur die blanken Knochen blieben übrig.“
     Nach einer Pause fuhr Bain fort: „Das sind die beiden schlimmsten Gefahren für unser Volk. Nur wenn wir rechtzeitig unsere Schutzräume erreichen, besteht die Chance für unser Überleben.“
     „Wie schützen wir uns, wenn wir nicht in einer Kugel sind?“
     „An vielen Stellen auf der Insel befindet sich ein Loch, da müssen wir hinein und uns mit unserer Kleidung bedecken. So können wir ausharren, bis die Gefahr vorüber ist.“
     Aifa nickte und legte sich hin. Bain hatte seine Ausführungen beendet und schien eingeschlafen zu sein. Seine Worte klangen noch in ihren Gedanken und ließen sie unruhig zurück.
     Ob ich das alles schaffen kann, all die vielen Dinge, die es zu beachten gilt? Ich weiß nicht: Ich soll mein Volk beschützen? Ich?
     Irgendwann schlief sie dann doch ein.
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