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Der Heimweg
Verfasser: Sebastian Fitzek (21)
Verlag: Droemer (525)
VÖ: 21. Oktober 2020
Genre: Thriller (6727)
Seiten: 400 (Gebundene Version), 382 (Kindle-Version)
Themen: Angst (820), Anrufe (237), Frauen (777), Tod (1106), Überfälle (306), Verfolgung (199)
Charts: Einstieg am 24. Oktober 2020
Höchste Platzierung (1) am 29. Oktober 2020
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 4 × Media Control Top 10 Print (Max: 1)
4 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 1)
5 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 1)
4 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 1)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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auf Basis von elf Bloggern
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35mal in den Tagescharts platziert
BENUTZER-SCHULNOTE
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Errechnet auf Basis von 222 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Heimweg« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (6)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (12)     Tags (12)     Cover
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Es gibt ein paar neue Romane pro Jahr, bei denen man als Mitarbeiter einer Seite, die sich mit Büchern beschäftigt, nicht umhinkommt, sie zu lesen, da man wissen muss, was im Augenblick in der Welt des geschriebenen Wortes wichtig ist. Ken Folletts neuester historischer Roman, den wir gestern hier bei uns rezensiert hatten, war ein solcher Fall, und der pünktlich im Oktober erscheinende neueste Thriller von Sebastian Fitzek ist ebenfalls einer. Neun Mitarbeiter und Helfer unserer Seite haben im Laufe des Mittwochs die ersten (rund) zehn Seiten des neuesten Streichs des Meisters der fiesen Ideen für unser »Projekt 10« gelesen, um anschließend eine Aussage darüber zu treffen, ob sie das gesamte Buch kaufen würden, wenn sie den Thriller in einem Buchladen bis zu diesem Punkt angeschmökert hätten und sich dann dafür oder dagegen entscheiden müssten.

Das Buch

Der im Droemer Verlag herausgegebene Psychothriller, der gestern erschienen ist, trägt den Titel »Der Heimweg« und ist 400 Seiten stark. Es wird als Fitzeks »unheimliches Buch« beworben und hat einen Preis von 22,99 Euro. Für die E-Book-Ausgabe fallen 14,99 Euro an, zudem gibt es eine 8:36 Stunden lange Hörbuchausgabe. Für diese war wie üblich Simon Jäger im Einsatz, die Stammstimme von Fitzeks Kassenschlagern.

In den vergangenen Jahren haben sich Heimwegtelefone etabliert, die Frauen die Sicherheit geben sollen, heil nach Hause zu kommen, sofern sie sich bedroht fühlen, wenn sie nächtens draußen unterwegs sind. Eben diese Hotlines hat Fitzek aufgegriffen: Protagonist Jules Tannberg kümmert sich auf diesem Wege um Frauen, und er telefoniert mit einer Dame, die augenscheinlich in großer Angst ist. Sie scheint von einem Mann verfolgt zu werden, der sie einst überfallen und mit Blut ihr Todesdatum an ihre Schlafzimmerwand gemalt hatt. Genau jener Tag wird in zwei Stunden anfangen.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Das Buch steigt mit einer Frau ein, die sich gerade mit einem Liebhaber vergnügt, obwohl sie eigentlich verheiratet ist. Augenscheinlich ist sie von ihrer Affäre schwer begeistert. Nachdem der Mann kurz in einen Nebenraum geht, um sich frisch zu machen, schallt plötzlich eine fremde Stimme durch das Zimmer. Ihr bietet sich ein nicht näher spezifizierter fürchterlicher Anblick, dann droht ihr der Fremde an, dass sie ihn jetzt kennenlernen würde. Schnitt zu Jules Tannberg: Während im Hintergrund »Aktenzeichen XY« läuft und vom Fall des »Kalender-Killers« berichtet, hat dieser bereits eine Anruferin an der Strippe, die sich jedoch nicht mit Worten bemerkbar macht. Da er davon ausgehen muss, dass die Frau potenziell vom Reden abgehalten wird, versucht er händeringend, etwas aus ihr herauszubekommen, während er krampfhaft versucht, den Fernseher abzustellen. Er findet die Fernbedienung schlussendlich unter dem Prospekt einer Rehaklinik, die - das sei schon mal gesagt - nicht zum letzten Mal in diesem Buch erwähnt werden wird. Mit einem Schrei beginnt schließlich das eigentliche Telefonat.

Fazit

Schon der Prolog ist auf mehrfache Weise geschickt: Er beginnt gleich mit der potenziellen Vorbereitung eines Verbrechens, er bricht genau an der Stelle ab, an der man wissen will, wie es weitergeht, und er legt eine potenziell falsche Fährte: Natürlich geht man nach dem Studium des Klappentextes davon aus, dass die Frau, um die es hier geht, die gleiche Dame ist, die im Klappentext erwähnt ist, doch zumindest einem kleinen Teil unseres testlesenden Nonetts ist aufgefallen, dass - wenn wir nichts übersehen haben - umschifft wurde, den Namen der Frau oder einen anderen klaren Hinweis auf ihre Identität zu geben. Womöglich liegen wir falsch, aber es würde uns doch schon sehr überraschen, wenn hier nicht bereits ein großer Aha-Moment vorbereitet wird. So sieht ein guter Prolog aus. Dass danach erstmal ein wenig die Luft abgelassen wird und erstmal ein paar Rahmenbedingungen aus dem Leben von Jules Tannberg abgekopft werden, ist soweit zu erwarten gewesen, und hier wird eine gute Grundlage gelegt, um sich in den Wegbegleiter der kommenden knapp vierhundert Seiten gut hineindenken zu können. Dass zum eigentlichen Anruf recht schnell übergegangen wird, entspricht ebenso genau der Erwartung: Fitzeks Thriller kommen immer in einer enorm hohen Schlagzahl daher, und nichts anderes dürfte hier geschehen.

Kurzum: Fitzek hat mit dem Auftakt zu seinem Buch genau das abgeliefert, mit dem man rechnen konnte, und es reicht bereits aus, um einen zu fesseln und gespannt auf die Dinge harren zu lassen, die da auf den Leser zukommen. Es ist einfach wie immer bei ihm: Irgendwie kennt man das Rezept, man weiß, wie man hier routiniert eingefangen wird, man weiß, dass nicht alles ganz logisch sein wird, was man hier zu lesen bekommt, man weiß, dass vieles übertrieben sein wird, und man kann sich der Wirkung trotzdem einfach nicht entziehen. Selbst dann, wenn man in der Vergangenheit nicht von jedem Fitzek-Werk überzeugt war ... gerade »Das Geschenk« fanden vor einem Jahr einige von uns durchaus kritikwürdig.

Was für Fitzeks Thriller als Ganzes gilt, das gilt jedenfalls auch für den Einstieg in »Der Heimweg«: Er erzeugt genau den Bann, denn er erzeugen soll. Und so wundert es nicht, dass sich unsere Helfer Carmen Gruber, Cathleen Chalupka, Lydia Neidhardt, Nadine Wagner, Sara Wojciechowski, Sebastian Leder, Tino Miccolis, Tom Rietzschel und Yvi Leutbecher nach der Lektüre der ersten Seiten geschlossen dafür entschieden haben, das ganze Buch zu lesen. Um ehrlich zu sein: Selbst wenn Fitzek den Auftakt noch so sehr gegen die Wand gefahren hätte, sie hätten sich trotzdem nicht anders entschieden. Wir werden euch also definitiv in Bälde eine Rezension des gesamten Buchs präsentieren können.
– geschrieben am 22. Oktober 2020
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