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TASCHENBUCH
 
Riptide Park
Verfasser: Lynn J. Moran (3)
Verlag: Elmquist Editions (4)
VÖ: 14. Oktober 2020
Genre: Jugendliteratur (7156) und Kriminalroman (7704)
Seiten: 329 (Taschenbuch-Version), 187 (Kindle-Version)
Themen: Entführungen (1696), Highschool (162), Kleinstadt (755), Liebeskummer (106), Schule (969)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jerome Gemander von Elmquist Editions für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lynn J. Moran gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Einmal bekam ein untersetzter Mann einen hochroten Kopf, als er fand, dass ich sein Haus zu lange angestarrt hatte. Er begriff, dass ich nicht der Paperboy war, stand in seinem mit griechischen Plastikfiguren gespickten Vorgarten und drohte, die Polizei zu rufen, falls ich nicht verschwinden würde. Dabei fuchtelte er mit einem schnurlosen Telefon. Seine Schweinsäuglein funkelten böse, wie die eines jugendhassenden High-School-Hausmeisters mit Bluthochdruck.

In diesen Tagen im August regnete es viel und die feuchte, diesige Luft gab den Gärten und Alleen der Stadt in ihrem fleischigen Grün etwas Urwaldartiges. Zugleich hatte die Dunstglocke über unseren Köpfen etwas, das alle Menschen wie Figuren in einer verstaubten Modelleisenbahnlandschaft wirken ließ. Das Leben war verlangsamt, fast stehengeblieben und irgendwie verschwommen wie auf einem milchigen Polaroid-Foto.
     Wochen nach der Trennung von Alina trieb ich mich noch immer die meiste Zeit herum, oder genauer gesagt, ließ mich treiben. Auch über den Dächern, wenn ich Parkour lief, war ich wie abwesend. Ich flippte über Betonvorsprünge und Dachaufbauten wie früher, aber ich war nicht konzentriert. Oft saß ich stundenlang auf einem Mauersims und blickte nach Osten, wo sich die Dämmerung über das Meer senkte.
     Es war während einer dieser betäubten Pausen, dass ich an irgendeinem Nachmittag unter bleiernem Himmel zum ersten Mal merkte, dass mir jemand folgte. Zumindest glaubte ich das.

     In weiter Ferne sah ich eine Gestalt, die sich wie ich flink über die Flachdächer der Mietskasernen bewegte. Zwischen dem Antennenwirrwarr und den Phalanxen aus Satellitenschüsseln konnte ich immer wieder ihre dunklen Umrisse sehen. Es war unheimlich. Wenn ich stehenblieb oder mich ausruhte, blieb auch der andere stehen und verharrte regungslos. Derjenige, der dort meine Bewegungen spiegelte wie ein Pantomime, stand stets mit dem Rücken zu mir, sodass ich sein Gesicht nicht erkennen konnte. Die Sache begann mich nervös zu machen.
     Ich fing an, von der Gestalt zu träumen, hetzte ihr im Traum nach und versuchte sie einzuholen, aber es gelang mir nicht. Die hohen Wohnblocks in meinem Viertel, die ein wahres Paradies für Freerunner waren, glichen aus der Vogelperspektive einem Betonlabyrinth aus unzähligen Plattformen und Schluchten, die selbst an mich echte Herausforderungen stellten. Im Traum entglitt mir mein schattenhafter Begleiter jedes Mal wie ein Fisch im Wasser, bis ich schweißgebadet aufwachte. Tagsüber begann ich Fehler zu machen, fasste daneben oder verpatzte sogar einfache Strides. Ich holte mir Abschürfungen und stieß mich an Kanten, die ich seit Jahren wie meine Westentasche kannte. Gelegentlich ertappte ich mich dabei, wie ich länger an einem Sims über einem Abgrund hing, als notwendig.
     Beim Parkour geht es um die Überwindung von Hindernissen und zwar in schnellstmöglicher, dynamischer Weise. Wer sich hängen lässt und sich darin sein High holt, gehört zu denen, die sich in der Szene Roofer nennen. Die meisten Roofer haben einen Hang zu halsbrecherischen Aktionen und filmen sich dabei mit Handykameras, ähnlich wie die Freaks, die gerne in ihrer Freizeit U-Bahn-Surfen oder auf ausgestorbenen Straßen mit irgendwelchen Schrottkarren den Saudi-Drift üben.
     Es war klar, das etwas passieren musste. Es war entschieden an der Zeit, dass ich mich wieder fing. Ich hatte kein Interesse daran, mich in naher Zukunft selbst vom Asphalt zu kratzen.
     So gesehen kam der Überfall, den Jannson, Tai und Milos damals auf mich vorhatten, genau zum richtigen Zeitpunkt, um mir die Mätzchen auszutreiben. Das Auftauchen der drei war wie ein Chinaböller, der explodiert, und alle Vögel aus den umliegenden Bäumen aufflattern lässt.
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