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Ostfriesische Spinngruppe ermittelt 15 - Wolfsmord
Verfasser: Susanne Ptak (38)
Verlag: Klarant (680)
VÖ: 13. Oktober 2020
Genre: Kriminalroman (7595)
Seiten: 134
Themen: Jäger (77), Kommissare (2003), Mord (5888), Ostfriesland (554), Wölfe (304)
Reihe: Ostfriesische Spinngruppe ermittelt (15)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Oktober 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Schüsse in der Nacht lassen die erhitzte Lage in Ostfriesland vollends eskalieren. Denn nun liegen der Wolfsschützer Heiko Lorenzen und ein Wolf erschossen im Wald. Hat einer der hiesigen Jäger nach einem illegalen Abschuss des geschützten Tieres gleich den ungewollten Zeugen beseitigt? Oder handelt es sich bei dem Mörder um den Unbekannten, der Lorenzen kurz vorher auf einer öffentlichen Veranstaltung attackierte? Hitzig wurde am Abend das Pro und Kontra diskutiert: Während die Weidetierhalter Angst um ihre Schafe haben, gibt es auch leidenschaftliche Unterstützer des wieder nach Deutschland zurückgekehrten Raubtiers. Doch die Kommissare Werner Harms und Steffen Köster von der Kripo Leer nehmen auch das persönliche Umfeld des Opfers ins Visier. Schnell wird der Fall zu einer echten Zerreißprobe, denn obwohl auch ihre engsten Freunde von der Rückkehr der Wölfe betroffen sind, müssen die ostfriesischen Ermittler ihre Emotionen im Griff behalten …
Quelle: Klarant
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Susanne Ptak gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Britta hatte durchaus Verständnis für Ulrike Becker, die als Wolfberaterin zwischen den Stühlen saß. Doch nach allem, was sie gerade auf der Weide gesehen hatte, konnte sie sich nicht vorstellen, wie man die Diskussion um Wölfe führen sollte, ohne als Betroffener emotional zu reagieren.
     So betraten sie das Haus und Britta führte die Wolfsberaterin zur Küche, wo Silke dabei war, Kaffee zu machen. »Setzt euch«, sagte sie. »Kaffee ist gleich fertig.«
     Sobald die Maschine lief, nahm auch Silke am Küchentisch Platz. Sie schien sich einigermaßen beruhigt zu haben. »Also, was passiert nun?«, wollte sie von Ulrike Becker wissen.
     »Ich schicke die Proben ein, die ich genommen habe, und dann müssen wir voraussichtlich leider mehrere Wochen auf das Ergebnis warten. Wenn vom Labor bestätigt wurde, dass es sich um einen Wolfsangriff handelte, helfe ich Ihnen, die Ausgleichszahlungen zu beantragen. Den Antrag auf Fördermittel für Zaun und gegebenenfalls auch für Herdenschutzhunde können Sie aber jetzt schon stellen.«
     »Herdenschutzhunde? Das können wir hier vergessen! Einige unserer Weiden liegen direkt an viel genutzten Spazierwegen. Dort laufen die Leute mit Kindern und Hunden entlang. Und die anderen Schafe weiden auf unseren Deichflächen. Dort sind diese Hunde nicht einmal erlaubt.«
     Die Wolfsberaterin nickte müde. Diese Worte hatte sie in den letzten Wochen und Monaten schon von etlichen betroffenen Tierhaltern gehört, seit auch in Ostfriesland immer mehr Weidetiere von Wölfen gerissen wurden.
     »Und überhaupt! Was ist mit dem Zaun nicht in Ordnung?«, redete Silke sich nun in Rage. »Überall ist ordentlich Strom drauf und wir hatten nie Probleme mit Ausbrechern! Zudem ist er schon höher, als für Schafe eigentlich erforderlich wäre.«
     »Die unterste Litze ist nicht tief genug und dort anscheinend durch Bewuchs auch nicht genug Strom drauf«, sagte Ulrike Becker und zog schon mal vorsichtshalber den Kopf ein.
     Doch Silke schimpfte nicht weiter, sondern schaute ihr Gegenüber nur überrascht an. »Die Viecher sind unten drunter durch? Nicht gesprungen?«
     Die Wolfsberaterin schüttelte den Kopf. »Nach der Spurenlage zu urteilen, sind zwei Wölfe unter dem Zaun hindurchgekrochen, an einer Stelle, wo eine Bodensenke mehr Platz unter der untersten Litze bietet. Sie wählen immer den einfachsten Weg und werden darum einen Sprung vermeiden, wenn sich eine bequemere Möglichkeit bietet. Dennoch würde ich auch eine weitere Erhöhung des Zauns empfehlen, denn es gibt inzwischen schon Wölfe, die sich auf das Überspringen spezialisiert haben.«
     Silke stand auf, nahm Kaffeebecher aus dem Schrank und stellte sie auf den Tisch. Dann holte sie den Kaffee und schenkte ein. »Gut«, sagte sie, als sie sich wieder gesetzt hatte. »Dann müssen wir eben noch gründlicher freischneiden und ziehen schon mal eine weitere Litze. Ich kann nicht warten, bis uns vielleicht finanzielle Unterstützung gewährt wird. Soweit man hört, kann das ja dauern. Und wenn der Topf leer ist ...«
     Die Frauen schwiegen, während sie ihren Kaffee tranken. Ihrem Zorn hatte Silke einigermaßen Luft gemacht, und um eine normale Unterhaltung zu führen, war sie viel zu erschüttert. Ulrike Becker konnte nur beratend und tröstend zur Seite stehen, denn sie musste in ihrer Stellung als Wolfsberaterin neutral bleiben. Da war es nach einem solch schrecklichen Ereignis oft besser, zu schweigen. Britta fehlten einfach die Worte, um ihrer Freundin Trost zuzusprechen, denn sie wusste, dass es den im Moment nicht gab. Sie rief Steffen an und informierte ihn kurz über die Geschehnisse, dann dachte sie darüber nach, wie sie ihre eigenen Tiere zukünftig am besten schützen konnte.
     Nachdem sie ihren Kaffee getrunken hatte, überreichte die Wolfsberaterin Silke und Britta jeweils eine Visitenkarte und forderte die Frauen auf, jederzeit Kontakt mit ihr aufzunehmen, sollten Fragen oder weitere Probleme aufkommen. Dann verabschiedete sie sich.
     Kurz nachdem Ulrike Becker gegangen war, kamen auch Enno und Nico in Begleitung von Andrea und Hinrich Fokken ins Haus.
     »Lass mal, Silke«, sagte der Jagdpächter, als die Hausherrin aufstand und zum Schrank ging, um weitere Kaffeetassen herauszuholen. »Ich fahre jetzt wieder, wollte euch aber noch persönlich darüber informieren, dass wir gerade telefonisch ein Treffen heute Abend bei Meta in Hesel organisiert haben. Ich werde jetzt versuchen, noch ein paar Leute aus Politik und Wissenschaft zu mobilisieren. Es muss endlich etwas unternommen werden. Das geht so nicht weiter! Und darum müssen wir uns in irgendeiner Form organisieren.«
     Britta nickte. »Uhrzeit?«
     »Um acht.«
     »Wir sehen uns heute Abend.«
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