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Der Teufel vom Brocken
Verfasser: Eva-Maria Silber (5)
Verlag: Emons (425)
VÖ: 15. Oktober 2020
Genre: Kriminalroman (8336)
Seiten: 320
Themen: Berge (332), Brocken (7), Deutsche Demokratische Republik (195), Harz (33), Mord (6463), Strahlung (19), Studenten (1124)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Neun Tote auf dem Brocken, und alles deutet auf Mord hin.

Eine Gruppe Studenten bricht am 1. Advent 1989 zur Brockenbefreiung auf. Am nächsten Tag sind alle tot. Etwas hat sie offenbar bei eisigen Temperaturen aus ihrem Zelt getrieben. Drei Verbindungsbeamte des BKA ermitteln im Grenzgebiet, ebenso Tomas Düvel, einer der fähigsten Kriminalisten der DDR. Sie finden heraus, dass das Zelt von innen zerschnitten wurde, ein Schuhabdruck nicht von den Studenten zu stammen scheint und der Pullover eines Opfers radioaktiv verstrahlt ist. Doch die grausame Wahrheit hinter all dem setzt sich nur Stück für Stück zusammen ...
Quelle: Emons
Lesermeinungen (4)     Blogger (3)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 23. April 2021 um 19:12 Uhr (Schulnote 1):
» Professor Kübler meldet eine Gruppe Studenten als vermisst, die bei der Brockenbefreiung dabei waren und nicht mehr zurückgekehrt sind.
Der Kriminalkommissar Thomas Düvel ermittelt und erhält dabei Unterstützung von westdeutscher Seite des BKA, mit Cassandra von Lucadou und Desiderius Maus.
Sie finden ein verlassenes Zelt, das von innen aufgeschnitten wurde und wenig später die Toten. Es gibt erstmal Rätsel auf, warum die Studenten nur leicht bekleidet unterwegs waren und keine Schuhe anhatten. Was hat die Studenten veranlasst so überstürzt das Zelt zu verlassen und was hat der radioaktiv verstrahlte Pullover damit zu tun?

Ein sehr spannender Krimi ist hier der Autorin Eva-Maria Silber gelungen. Dieses Buch basiert auf Ereignissen am Djatlaw-Pass 1959.
Der DDR Kommissar Thomas Düvel wird unterstützt von der toughen BKA Beamtin Cassandra und dem erfahrenen Kollegen Maus. Nach anfänglicher Skepsis von Seiten Thomas, der Cassandra insgeheim als weiblichen Rambo einschätzt, arbeitet das Dreierteam sehr gut zusammen und sie lernen sich gegenseitig zu schätzen. Sie haben ja auch einen besonderen Fall aufzuklären. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, glaubhaft und identisch.

Die Autorin lässt auch einiges an Geschichte mit einfließen. An der Brockenbefreiung am 03.12.1989 waren einige Tausend Menschen beteiligt. Dieser war bis dahin militärisches Sperrgebiet. Mit einem Massenansturm hatte damals keiner gerechnet.

Auch die Ängste der Studenten nach dem Mauerfall wurde kurz angesprochen. Die womöglich steigenden Mieten und die Arbeitsplatzsicherung nach dem Studium, ist durch die Vereinigung bestimmt nicht mehr gegeben.

Diese geschichtlichen Einblicke mindern aber keineswegs die Spannung. Sie bleibt durchgehend bestehen und die Auflösung des Falls ist sehr gut nachvollziehbar.

Ein Anruf, den Düvel am Ende des Buches erhält, lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Ich freue mich wieder eine neue Autorin kennengelernt zu haben. Dies wird nicht mein letztes Buch von ihr sein.

Fazit: Eine gute Charakterdarstellung und ein packender Schreibstil, sowie die gesamte Story und die geschichtlichen Hintergründe führen zu einem sehr guten Lesegenuss.

Von mir gibt es 💥 💥 💥 💥 💥«
  14      0        – geschrieben von Helgas Bücherparadies
 
Kommentar vom 18. Februar 2021 um 18:38 Uhr (Schulnote 1):
» "Die Leute lieben es, unwahrscheinliche Szenarien über Todesfälle in der Wildnis zu erfinden, weil wir nie zu 100 Prozent wissen werden, was passiert ist." (Freddie Wilkinson)
Eine Gruppe von westdeutschen Studenten bricht am ersten Advent 1989 auf, um die Befreiung des Brockens zu feiern. Außerdem wollen sie sich mit Studenten aus Halle auf dem Brocken treffen. Jedoch am nächsten Tag sind alle von ihnen tot, erste Todesursache Erfrierung. Irgendetwas muss die Studenten aus ihrem Zelt getrieben haben, das sie ohne passende Kleidung und Schuhe geflohen sind. Nachdem die Beamten im Osten die Akten geschlossen haben, werden drei BKA Beamte aus dem Westen delegiert, um im Grenzgebiet zu ermitteln. Einige Begebenheiten weisen daraufhin, dass die Studenten mutwillig getötet wurden. Unter anderem findet man einen Pullover, der radioaktiv verstrahlt ist und weitere Studenten, die nicht nur erfroren waren, sondern verletzt wurden. Doch die grausame Wahrheit ist weitaus schlimmer als befürchtet.

Meine Meinung:
Das verschneite Cover gibt einen Einblick auf die Temperaturen, die in diesem Winter auf dem Brocken geherrscht haben. Der Schreibstil ist sehr detailliert, informativ, brillant, unterhaltsam und spannend. Das Unglück dieser Studenten beruht auf einem realen Hintergrund, der sich am 23. Januar 1959 am Djatlow-Pass ereignet hat. Alles deutet auf eine ungewöhnlich kleine Lawine hin, die für die grausamen Verletzungen und den Tod von neun Studenten verantwortlich gewesen sein könnte. Die Gruppe kehrte im Winter 1959 nicht von einer geplanten 350 Kilometer langen Ski-Tour im Uralgebirge zurück. Ebenso wie hier in diesem Buch beschrieben, erlagen diese Studenten ihren Verletzungen. Bis heute ist der genaue Hergang nicht nachvollziehbar. Eva-Maria Silber hat mit diesem realen Unglück ihren ganz eigenen Werdegang in diesen Thriller gebracht. Wir schreiben das Jahr 1989, die Mauer ist gefallen, doch die beiden Länder sind noch nicht vereint. So ermitteln deshalb jetzt beide Seiten, da die Regierung aus dem Westen und die Familien der Toten die genauen Ursachen geklärt haben möchten. Zum einen sind es die BKA-Ermittler Cassandra von Lucadou, Desiderius Maus und Max Rabenfels sowie der DDR-Ermittler Tomas Düvel. Sehr schön dargestellt werden die Unterschiedlichkeit, Hindernisse und die jeweiligen Kompetenzen dieser beiden Ermittlungsgruppen. Während die Beamten aus dem Westen frei heraus sagen, was sie denken, bleibt Düvel eher der Zurückhaltende, wie er es unter dem DDR-Regime sein musste. Selbst die Wetterverhältnisse und die Unwegsamkeiten auf dem Brocken wurden hier sehr gut dargestellt, sodass man sich nicht nur in die toten Studenten hineinversetzen konnte, sondern auch in die Ermittler. Besonders gut empfand ich die Ermittlungsarbeit, bei dem selbst ich bis zum Ende gerätselt habe, was in jener Nacht passiert ist. Beeindruckt haben mich auch die beiden unterschiedlichen Ermittler, die ihre ganz eigenen Facetten mit in die Geschichte bringen. Besonders gut fand ich die eher reservierte, toughe Cassandra und den dagegen zuvorkommenden, akkuraten und fürsorglichen Düvel. Doch was nützen die erfahrensten Ermittler, wenn man auf eine Mauer des Schweigens trifft, nicht nur vonseiten der DDR Behörden, sondern ebenso von russischen Beamten. Ich habe mich wieder in eine Zeit zurückversetzt gefühlt, als die Grenze gerade offen war und man auf eine ehemalige DDR trifft, die noch sehr in ihrer Vergangenheit liegt. Alles ist einfach, langsam und sehr verschlossen bzw. verschwiegen, weil man so vom Stasi-Regime geprägt ist. Ein Thriller, der mit einer herausragend guten Ermittlungsarbeit glänzt, dem ich eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne gebe.«
  15      0        – geschrieben von claudi-1963
 
Kommentar vom 15. Dezember 2020 um 11:37 Uhr (Schulnote 1):
» Schwierige Ermittlungen in politisch unruhigen Zeiten zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung

In diesem Buch verknüpft die Autorin Eva-Maria Silber zwei historische Ereignisse, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, zu einem spannenden Kriminalroman, der darüber hinaus auch noch tiefe Einblicke in die politisch unruhigen Zeiten zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung bietet.
Am 1. Advent des Jahres 1989 nimmt eine Gruppe von westdeutschen Studenten an der sogenannten Brockenbefreiung teil. Am nächsten Tag sind die Studenten und ein sie begleitender Lehrbeauftragte tot, teilweise sind sie erfroren, in einigen Fällen liegt aber eindeutig Fremdverschulden vor. Die DDR-Behörden haben kein großes Interesse, den Fall aufzuklären und wollen ihn schnell zu den Akten legen. Nach sanftem Druck aus dem Westen werden die Ermittlungen im Frühjahr 1990 aber wieder aufgenommen. Dabei bekommt der ostdeutsche Kriminalist Tomas Düvel drei Verbindungsbeamte vom BKA an die Seite gestellt. Wird die ungleiche Ermittlungsgruppe das Rätsel um die toten Studenten doch noch lösen können ?
Während es die Brockenbefreiung, bei der die ostdeutschen und sowjetischen Militäreinrichtungen auf dem Brocken während einer friedlichen Demonstration förmlich überrannt wurden, tatsächlich so gegeben hat, erinnert der Tod der Studenten an die rätselhaften Ereignisse auf dem Djatlov-Pass in der damaligen UdSSR. Im Jahr 1959 verschwanden dort 10 Ski-Wanderer auf mysteriöse Art und Weise, der Fall konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Hier verlagert die Autorin den Vorfall nun an den Brocken und liefert am Ende auch eine schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offen lässt.
Das die Autorin in beiden Fällen ausgiebig recherchiert hat, merkt man dem Buch jederzeit an. Auch der Zeitgeit der Jahre 1989 und 1990 wird hier hervorragend und nachvollziehbar transportiert. Zudem besticht die gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte durch einen packenden Schreibstil und einige überraschende Wendungen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.
Ein mehr als gelungener Kriminalroman mit einem gut aufeinander abgestimmten Ermittlerteam, von dem ich sehr gerne mehr lesen würde. Das Ende deutet eine entsprechende Möglichkeit auch bereits an.«
  14      0        – geschrieben von ech68
Kommentar vom 9. Dezember 2020 um 17:04 Uhr (Schulnote 1):
» Mysteriös-spannend-schaurig-gruselig mit viel Lokalkolorit und Atmosphäre


Zur Zeit der Wende (Mauerfall) bricht eine Gruppe Studenten auf, um den Brocken zu befreien. Es stellt sich kurz darauf heraus, dass sie alle tot sind. Erfroren. Aber wie kam es dazu, dass sie teilweise barfuss das Zelt verließen?

Mir gefiel das Buch sehr gut. Es war überraschenderweise von Anfang bis Ende total spannend und ich hab das Buch einfach nur verschlungen. Es war fast traurig, als es aufhörte und ich hoffe, aufrichtig, dass es eine Fortsetzung gibt.

Eigentlich war es wie ein Theaterstück. Fast alles spielte am und um den Brocken und das fand ich soooo mysteriös-spannend und etwas schaurig-gruselig. Die ganzen Abläufe und Zusammenhänge, der Wahnsinn!

Die Charaktere waren echt super beschrieben. Ich konnte mir alle vorstellen. Am besten gefielen mir Düvel und Cassandra. Aber auch Maus fand ich genial.

Der Lokalkolorit war hier auch vorhanden. Die Atmosphäre des Brockens, der Kälte, des Schnees, die Russen, die Leute aus der DDR usw. war irgendwie perfekt eingefangen.

Endlich mal was, was nicht in unserer aktuellen C-Zeit spielt. Ich bin echt total begeistert, denn der Spirit der Wende und das Gasthaus, das Essen, die Beschreibungen der Räume wurden einfach so toll eingefangen, dass ich als Leserin den Eindruck hatte, ich war dort. Ok, ich war nach der Wende auch im Osten um zu gucken und einfach, weil es anders war, als bei uns im Westen. Und genau das wurde im Buch „eingefangen und wiedergegeben“.

Das Cover find ich mal wieder super passend. So der Reif auf den Nadelbäumen. Das sieht irgendwie cool aus. Farblich ist das so richtig schön, das Bild, der Einband, das Cover. Eine 1 mit Sternchen.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Das Buch war von Anfang an so mysteriös-spannend und schaurig-gruselig, mit megaviel Lokalkolorit, so dass ich total gefangen war vom Buch. 8 Sterne für diesen tollen Emons-Krimi.«
  14      0        – geschrieben von Lesezeichenfee
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