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TASCHENBUCH
 
Meer der Stille
Verfasser: Jens Bühler (7)
Verlag: Eigenverlag (17900)
VÖ: 13. Oktober 2020
Genre: Science Fiction (2510)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 364 (Kindle-Version)
Themen: 21. Jahrhundert (258), Astronauten (51), Mars (86), Mission (725), Raumschiffe (488), Reisen (2169), Überleben (213), Verschwinden (1913), Weltraum (803)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Im Jahr 2052 begibt sich eine internationale Crew auf die zehnmonatige Reise zum Mars.

Als Reyk Catana ungeplant aus der Kryptobiose erwacht, stellt er fest, dass die beschädigte New Prospect unkontrolliert durch das All rast. Das Schiff droht, sich in einen fliegenden Sarg zu verwandeln. Damit nicht genug. Die Hälfte der Besatzung ist auf unerklärliche Weise spurlos verschwunden.

Gemeinsam mit der restlichen Crew versucht Reyk das Schiff zu retten und gleichzeitig das rätselhafte Verschwinden der vermissten Astronauten aufzuklären.

Die Besatzung der New Prospect hat nun ein neues Missionsziel: Überleben.

Eine Reise ins Nichts hat begonnen.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jens Bühler für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Vor uns liegen knapp zweihundert Meter bis zum Abstandstunnel, der die Reaktorkammer vom restlichen Schiff trennt.
     »So weit ich sehe, sind die Schotte auf dem Weg offen. Keine automatische Verriegelung«, stelle ich fest.
     »Dann scheint am Rumpf alles in Ordnung zu sein.«
     »Wir sehen trotzdem nach.«
     »Sicher.«
     Unter anderen Voraussetzungen würde es Spaß machen, durch die New Prospect zu schweben. Wenn alle Schotte geöffnet sind und man die perfekte Flugbahn erwischt, kann man vom Bug bis zum Reaktortunnel in einem Rutsch durch das Schiff schweben.
     Ich denke an die anderen. Auf dem Monitor habe ich ohne Zweifel einen Schaden am Zentrifugalrad gesehen. Im Prinzip muss das nicht das Ende der Welt bedeuten. Das Rad besteht aus dreißig aneinandergekoppelten Segmenten. Jedes Segment riegelt sich bei einem Druckabfall automatisch ab und der geringe Druckabfall im Schiff spricht dafür, dass die Abschottung funktioniert hat.
     Nur blöd, wenn man sich zur falschen Zeit ausgerechnet in dem beschädigten Segment aufgehalten hat.
     Lina kommt mir in den Sinn und ich versuche, den Gedanken an sie sofort zu verdrängen.
     Ob es den Chinesen bei ihrer Mission damals ähnlich ergangen ist?
     Nein, daran will ich ebenfalls nicht denken.
     »Es tut mir leid«, flüstert Jegor.
     »Was meinst du?«
     »Dass ich mich so bescheuert angestellt habe. Aber ich war gelähmt vor Angst.«
     »Eine Entschuldigung ist unnötig. Versuch, Ruhe zu bewahren. Wir brauchen dich.«
     »In Ordnung.«
     Wir erreichen die Mitte des Schiffs, wo das Habitat befestigt ist.
     »Denkst du Marek und seine Leute haben das Schiff verlassen?«, fragt Jegor.
     »Wir haben nicht jeden Winkel durchsucht, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass sie sich vor uns verstecken.«
     »Ich verstehe einfach nicht, warum Marek das Schiff verlassen hat. Egal, welches Problem es gab, warum hat er nicht seine Leute von Bord geschickt und dann versucht uns zu helfen?«
     Die Frage ist berechtigt. Marek ist in der Tat eher der Typ Kapitän, der als Letzter das sinkende Schiff verlässt.
     »Du hast recht. Es fühlt sich so an, als hätten er und seine Leute uns grundlos im Stich gelassen. Aber dafür muss es eine Erklärung geben.«
     »Das hoffe ich«, sagt Jegor leise und fügt dann hinzu: »Ella ist viel besser, als ich dachte.«
     »Zum Glück.«
     Als vor sechs Jahren die Planungen für die Mission konkret geworden sind, hat insbesondere die Frage, wer die Mission anführen soll, für hitzige Diskussionen gesorgt. Zeitweise hat es so ausgesehen, als würde das Unternehmen allein an dieser Streitfrage scheitern. Es war dann eine ziemliche Überraschung, als die Amerikaner freiwillig auf den Kommandantenposten verzichtet und sich mit der zweiten Geige zufriedengegeben haben. Ich denke, diese Geste war das ausschlaggebende Moment, welches die internationale Zusammenarbeit erst ermöglicht hat. Nachdem Russen und Danziger Allianz ihren Anspruch ebenfalls zurückgezogen haben, hat man sich auf den Tschechen Marek Obec als Kommandanten geeinigt. Ella Roberts ist seine Stellvertreterin geworden.
     Mittlerweile haben wir die Andockstelle des Habitats hinter uns gelassen.
     »Vor einigen Minuten dachte ich, wir hätten es im Griff, aber jetzt stehen wir wieder am Anfang«, sagt Jegor.
     »Je nachdem, was beschädigt wurde, könnte es sogar schlimmer geworden sein.«
     »Du machst mir ja Mut.«
     »Sieh es positiv. Wir leben.«
     »Das ist die gute Nachricht«, sagt Jegor. »Die schlechte ist, dass unser Schiff brennt.«
     »Was?«
     »Verbranntes Plastik. Riechst du das nicht?« Jegor zeigt in Richtung Heck. »Siehst du den Rauch? Das ist doch Rauch, oder?«
     »Scheiße!«
     Ich passiere ein Schott und will mir instinktiv einen weiteren Impuls verleihen, um schneller die Stelle zu erreichen, an der es zu brennen scheint.
     Im letzten Moment denke ich an Ellas Mahnung zur Ruhe und besinne mich.
     Schneller ankommen ist eine feine Sache, aber wenn man da ist, muss man auch wieder abbremsen. In der Schwerelosigkeit besitzt der Körper kein Gewicht, aber Masse und Trägheit sind weiterhin vorhanden. Wenn man wie ein Bekloppter mit dem Kopf gegen die Wand rennt, ist es egal, ob man dabei sein Gewicht spürt. Die Folgen sind die gleichen.
     Langsam nähern wir uns der Stelle.
     In meinem Helmdisplay erscheint eine Warnung, die mir anzeigt, dass sich gesundheitsgefährdende Stoffe in der Außenluft befinden.
     Die Automatik meines Anzugs schaltet auf Flaschenatmung um.
     Gerade geht etwas an Bord in Flamen auf und eine alte Astronautenregel besagt, dass man auf nichts verzichten kann, was man mit auf die Große Fahrt genommen hat.
     Ich halte mich an einem Handgriff fest und stoppe meinen Gleitflug vor einem Schott in der linken Wand.
     Dunkler Rauch quillt aus dem Raum.
     Jegor erreicht meine Position. »Das ist einer der Technikräume«, stellt er fest. »Dort drinnen laufen einige der wichtigsten Bordsysteme zusammen.«
     »Ich dachte, die Brandmeldesysteme funktionieren autonom«, sage ich.
     »Die mechanischen Brandmelder reagieren nur auf große Hitzenwicklung. Vermutlich ist es ein Schwelbrand.«
     »Also brennt es nicht heiß genug. Super. Als ich vor einer Dreiviertelstunde hier war, schien alles in Ordnung zu sein.«
     »Die Kohlenmonoxid-Brandbekämpfungsanlage ist außer Betrieb. Wir müssen rein, das Schott von innen schließen und den Raum manuell notentlüften.«
     Ich schalte meine Helmscheinwerfer ein.
     Im Prinzip hätte ich mir das sparen können. Die Scheinwerfer strahlen gegen eine Wand aus Rauch. In der Schwerelosigkeit bewegt sich der Rauch wie das eingefärbte Öl in einer Lavalampe.
     Jegor verschwindet im Qualm, wird regelrecht verschluckt.
     »Wir müssen aufpassen«, sage ich. »Unsere Anzüge sind nicht feuerfest.«
     »Ich weiß. Komm rein und schließ das Schott. Ich entlüfte den Raum.«
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