Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.557 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »DORMINIL738«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Meer der Stille
Verfasser: Jens Bühler (7)
Verlag: Eigenverlag (17968)
VÖ: 13. Oktober 2020
Genre: Science Fiction (2523)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 364 (Kindle-Version)
Themen: 21. Jahrhundert (258), Astronauten (52), Mars (86), Mission (727), Raumschiffe (491), Reisen (2172), Überleben (214), Verschwinden (1916), Weltraum (810)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,85 (83%)
1
60%
2
20%
3
5%
4
10%
5
0%
6
5%
Errechnet auf Basis von 20 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Im Jahr 2052 begibt sich eine internationale Crew auf die zehnmonatige Reise zum Mars.

Als Reyk Catana ungeplant aus der Kryptobiose erwacht, stellt er fest, dass die beschädigte New Prospect unkontrolliert durch das All rast. Das Schiff droht, sich in einen fliegenden Sarg zu verwandeln. Damit nicht genug. Die Hälfte der Besatzung ist auf unerklärliche Weise spurlos verschwunden.

Gemeinsam mit der restlichen Crew versucht Reyk das Schiff zu retten und gleichzeitig das rätselhafte Verschwinden der vermissten Astronauten aufzuklären.

Die Besatzung der New Prospect hat nun ein neues Missionsziel: Überleben.

Eine Reise ins Nichts hat begonnen.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jens Bühler für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Um uns ist es dunkel.
     Die Notbeleuchtung schaltet sich wieder ein.
     Ella zieht Jegor aus seinem Sitz und schubst ihn in Richtung Ausgang.
     Ich bin bereits da, passiere das Schott und erreiche den Vorraum, wo die Raumanzüge an der Wand hängen.
     Jede Sekunde kann der Raum dekomprimieren.
     Ich streife die Schuhe ab, stoße mich ab und einen Augenblick später gleiten meine Beine in das Unterteil des Anzuges.
     »Bei meiner ersten Mission benutzten wir die alten Druckanzüge«, höre ich Ellas sagen. Sie klingt so gelassen, als ob sie einen Vortrag vor interessierten Abiturienten halten würde. »Es war ein ziemlicher Aufwand, wenn man das Schiff verlassen wollte, was daran lag, dass die damaligen Anzüge nicht hauteng anlagen. Sie mussten vollständig unter Druck gesetzt werden, nicht nur der Helm.«
     Ich sehe in ihre Richtung und erkenne den Grund für ihre Rede. Sie bugsiert einen völlig paralysierten Ingenieur zu seinem Anzug. Es wird eine Weile dauern, bis sie ihn da drinnen hat.
     »Ich helfe dir«, sage ich.
     »Nein, zieh deinen Anzug an«, widerspricht Ella.
     »Zu zweit geht es schneller.«
     »Das ist ein Befehl. Was du vorhast, schadet mehr, als es nutzt.«
     Ich verstehe, was sie meint. Wenn wir alle drei sterben, hilft das niemandem.
     Obwohl ich mich schäbig fühle, mache ich weiter und ziehe das Oberteil an.
     Ella erzählt weiter ihre Geschichte: »Da die alten Anzüge komplett unter Druck standen, konnte man sie nicht mit normalem Luftdruck verwenden. Ansonsten hätte sich der Anzug im Vakuum so aufgebläht, dass er steif geworden wäre und dabei jegliche Beweglichkeit eingebüßt hätte.«
     Ella hat es geschafft, Jegor in das Unterteil seines Anzuges zu stecken.
     Ein an Walgesang erinnerndes Geräusch hallt durch das Schiff. Stammt das von den sich verbiegenden Stahlstreben der Hauptkonstruktion?
     Ella und ich sehen uns an. Jegor scheint das Geräusch nicht registriert zu haben. Mit einer kurzen Kopfbewegung gibt sie mir zu verstehen, dass ich meinen Mund halten soll.
     »Also musste man mit einem niedrigeren Luftdruck arbeiten«, erzählt sie weiter, all wäre nichts gewesen. »Der lag bei circa dreihundert Hektopascal, was dem Luftdruck auf dem Gipfel des Mount Everest entspricht. Um unter diesen Bedingungen atmen zu können, benötigt man hundert Prozent Sauerstoff in der Flasche. Reinen Sauerstoff verträgt man aber nur, wenn der im Blut gebundene Stickstoff zuvor abgeatmet wurde. Diese Anpassung hat vier Stunden gedauert. Erst danach konnte man das Schiff verlassen. Das hat mich eines gelehrt. Gleichgültig, wie schwierig die Lage ist, im Weltraum bewahrt dich nur die Ruhe vor dem Tod.«
     Mittlerweile habe ich alles bis auf dem Helm angelegt.
     Mit dem InfoPad an meinem linken Unterarm aktiviere ich den Anzug. Sofort umschließt das Gewebe meinen Körper. Es fühlt sich an wie eine Ganzkörperblutdruckmessung. Sekunden später hat sich der Anzug auf meine Maße eingestellt und der Druck lässt nach.
     Ich setze den Helm auf.
     In den letzten Jahren haben wir gemeinsam unzählige Stunden im Simulator verbracht und so ziemlich jedes mögliche Schadensereignis durchgespielt. Aber was bedeuteten schon Übungen in einem Simulator, wenn man wirklich in Lebensgefahr schwebt? Und ob jemand tatsächlich fähig ist, eine Crew zu führen, zeigt sich erst im Ernstfall und keinen Moment früher.
     Bis jetzt meistert Ella ihre Aufgabe souverän. Das ist gut für sie und gut für uns. Würde sie sich als Fehlbesetzung erweisen, könnte das unser aller Ende bedeuten.
     Im Helmdisplay wird mir angezeigt, das mein Anzug abgedichtet ist und alle lebenserhaltenden Systeme funktionieren.
     Ich schalte die Beatmung auf Automatik. Solange es im Schiff Atmosphäre gibt, ist es unsinnig, die Flaschen leer zu atmen. Ändert sich das, schaltet das System selbstständig um.
     Mittlerweile steckt auch Jegor in seinem Anzug. Nach meiner Wahrnehmung ist er nun noch blasser im Gesicht als nach seinem Erwachen, scheint sich aber mental wieder im Griff zu haben.
     Ella ist dabei ihren Anzug anzulegen.
     »Ich glaube, das Rad hat einen Treffer abbekommen«, sage ich.
     »Wo genau?«, fragt Ella.
     »Habe ich so schnell nicht gesehen.«
     »Es gibt zwei Möglichkeiten«, sagt Ella, während sie ihre Handschuhe anzieht. »Entweder die anderen befinden sich in einem Bereich, der getroffen wurde, oder nicht. Im ersten Fall sind sie tot, im zweiten Fall haben sie dieselben Maßnahmen ergriffen wie wir.«
     »Waren das Meteoriten?«, fragt Jegor.
     »Guten Morgen«, sagt Ella. »Schön, dass du wieder bei uns bist. Ja, das war ein Meteoritenschwarm. Wir haben sicherlich einige Lackschäden davongetragen.«
     Jegor sieht Ella verständnislos an.
     »Wurde der Reaktor gezündet, bevor die Lichter ausgegangen sind?«, frage ich ihn.
     »Nein, ich habe die Sequenz abgebrochen. Der Reaktor ist offline. Ella hat das doch befohlen.«
     Es klingt, als wolle er sich rechtfertigen. Dabei ist das unnötig. In dieser Situation den Reaktor hochzufahren, wäre unverantwortlich gewesen und das weiß auch Jegor.
     Hoffentlich hat der Reaktor keinen Schaden genommen. Wir können vieles an Bord reparieren. Den Reaktor jedoch nicht.
     »Ich werde versuchen, die anderen zu erreichen«, sage ich.
     Da der ComLink des Schiffes wieder ausgefallen ist, benutze ich das im Anzug integrierte Funkgerät.
     »Hier ist Reyk. Hört mich jemand?«
     Keine Antwort.
     »Hier spricht Reyk. Ich bin zusammen mit Ella und Jegor auf der Kommandobrücke. Uns haben Meteoriten getroffen. Die Energieversorgung ist zusammengebrochen.«
     Keine Antwort.
     »Der Funk ist für Außeneinsätze ausgelegt«, sagt Ella. »Im Moment ist zu viel Blech um uns herum. Sie werden dich nicht hören können.«
     »Was machen wir jetzt?«, frage ich.
     »Wir teilen uns auf. Ich sehe nach unseren Leuten im Rad. Du suchst mit Jegor den Rumpf nach Schäden ab.«
     »Verstanden.«
     Zu dritt gleiten wir in Richtung Heck.
     Als wir nach dreißig Metern das Verbindungsstück zum Rad erreichen, trennen sich unsere Wege. Jegor und ich folgen weiter der Längsachse des Schiffes, während Ella in eine der Spangen zum Zentrifugalrad gleitet.
     Mein Helmdisplay zeigt mir einen Atmosphärendruck von knapp tausend Hektopascal an. Das ist etwas zu wenig, aber unproblematisch. Offensichtlich haben die Sicherheitsschotte einen ernsthaften Druckverlust verhindert.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2020)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz