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TASCHENBUCH
 
Meer der Stille
Verfasser: Jens Bühler (7)
Verlag: Eigenverlag (17926)
VÖ: 13. Oktober 2020
Genre: Science Fiction (2513)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 364 (Kindle-Version)
Themen: 21. Jahrhundert (258), Astronauten (51), Mars (86), Mission (726), Raumschiffe (488), Reisen (2169), Überleben (213), Verschwinden (1914), Weltraum (805)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Im Jahr 2052 begibt sich eine internationale Crew auf die zehnmonatige Reise zum Mars.

Als Reyk Catana ungeplant aus der Kryptobiose erwacht, stellt er fest, dass die beschädigte New Prospect unkontrolliert durch das All rast. Das Schiff droht, sich in einen fliegenden Sarg zu verwandeln. Damit nicht genug. Die Hälfte der Besatzung ist auf unerklärliche Weise spurlos verschwunden.

Gemeinsam mit der restlichen Crew versucht Reyk das Schiff zu retten und gleichzeitig das rätselhafte Verschwinden der vermissten Astronauten aufzuklären.

Die Besatzung der New Prospect hat nun ein neues Missionsziel: Überleben.

Eine Reise ins Nichts hat begonnen.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jens Bühler für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     Jegor, unser russischer Ingenieur und Reaktorspezialist, ist da deutlich robuster gebaut, wenn er auch kaum größer als Ella ist. Seine schiefstehenden schmalen Augen und seine prägnanten Wangenknochen verdankt er nach eigener Aussage seinen mongolischen Vorfahren.
     Beide sind blass und schwitzen. Wenn hier Gravitation herrschen würde, hätten sie Mühe, sich auf den Beinen zu halten.
     Sicher gebe ich kein besseres Bild ab.
     »Ich glaube nicht, dass die anderen an Bord sind«, sagt Ella. »Vermutlich haben sie das Schiff mit dem MRT evakuiert.«
     »Daran habe ich auch gedacht. Wir müssen trotzdem alles gründlich durchsuchen.«
     »Das werden wir«, stimmt mir Ella zu. »Aber als Erstes brauchen wir die Kontrolle über das Schiff zurück. Wir fliegen mit mehr als 100.000 Stundenkilometern durchs All und haben keine Ahnung, wo wir uns befinden. Ich will nicht am Mars vorbeifliegen oder wie ein Meteor dort einschlagen.«
     »Wenn Mareks Truppe die Weckprozedur gestartet hat, sollten wir uns auf halbem Weg befinden.«
     »Haben sie das? Und wenn es eine Notfallroutine war, die uns aus der Kryptobiose geholt hat?«
     Auf die Idee bin ich bisher nicht gekommen. Wenn das stimmt, könnten wir uns überall befinden.
     Die New Prospect ist unsere Welt. Wenn wir daran scheitern, Kontrolle über das Schiff zu bekommen, sind wir Geschichte. Alle anderen Dinge sind jetzt irrelevant, selbst das Verschwinden der restlichen Crew.
     Jegor hat bisher kein Wort gesagt. Er blinzelt nur traurig und verwirrt in die Welt hinein, als hoffe er, bald aus diesem Albtraum aufzuwachen.
     »Wie fühlst du dich?«, frage ich ihn.
     »Wie kalte Hundekotze auf warmer Katzenscheiße.«
     Ella verzieht angewidert das Gesicht. »Grundgütiger! Jegor!«
     »Was? Er hat gefragt.«
     Wir machen uns auf dem Weg zur Kommandobrücke. Wenige Minuten später schwebe ich auf den Pilotensitz und lege den Vierpunktgurt an.
     Auf meiner Konsole thront ein Plastikspecht, der auf einer Spiralfeder sitzt. Darunter ist ein Aufkleber angebracht. ›Don‘t Panic‹ steht darauf, wobei das ›Don‘t‹ mit einem Stift durchgestrichen wurde. Vogel und Aufkleber gehen auf das Konto des zweiten Piloten Wikovic aus Mareks Gruppe. Ich kenne viele Piloten, die ein Faible für solchen Klimbim haben, eine Art Voodoozauber, der ihnen Glück bringen soll.
     In der Reihe hinter mir nimmt Jegor seinen Platz ein.
     Ella setzt sich auf den Kommandantensitz und kommt gleich zur Sache: »Status der Energiepuffer?«
     Ich beuge mich vor und überprüfe drei Analoginstrumente, deren Zeiger alle im grün markierten Bereich liegen. Die Energiepuffer haben prinzipiell eine ähnliche Funktion wie die Batterien in einem alten Verbrennungsmotor. Sie dienen dem Start der Bordsysteme.
     »Bordsystemaktivierung ... grün. Reaktormagnetfeldeindämmung ... grün. Reaktorzündungskondensatoren ... grün.«
     Dreimal grün ist gut.
     Ich atme erleichtert aus.
     »Wenn hier etwas richtig im Eimer ist, sind wir tot«, flüstere ich vor mich hin.
     »Vertrau mir, der Spaß fängt gerade erst an«, sagt Ella.
     Keine Ahnung, ob mich das beruhigen sollte. Falls ja, funktioniert es nicht.
     Nun sind die Stromkreise an der Reihe.»Initiiere Überprüfung der Stromkreise«, sage ich.
     Links von mir befindet sich eine Reihe mit zweistufigen Kippschaltern. Neben jedem Schalter leuchtet ein rotes Licht. Ich bewege die Schalter in die nächste Kippstufe.
     Die roten Lichter blinken.
     Ich halte den Atem an.
     Das Blinken hört auf. Jetzt sind alle Lichter gelb.
     »Primärkreis und Sekundärkreise positiv überprüft. Aktiviere Stromkreise.«
     Ich kippe die Schalter in die zweite Stufe.
     Alle Lichter springen auf Grün um.
     »Alle Stromkreise aktiv.«
     Mein Gott, mir rinnt bereits der Schweiß den Rücken hinab. Dabei stehen wir ganz am Anfang.
     »Läuft doch.« Ella schnalzt mit der Zunge. »Dann schauen wir mal ... Ich schalte die Kommandosysteme scharf.« Sie greift über sich, klappt eine Kunststoffabdeckung zur Seite und drückt einen Knopf. »Jetzt könnt ihr das erste Mal beten.«
     Plötzlich verleihen Dutzende bunte Lichter und aufflackernde Monitore der Kommandobrücke einen Hauch von Weihnachtsstimmung.
     »So weit, so gut«, sagt Ella. »Ich fahre den Rechnerkern hoch.«
     Gebannt starre ich auf den Monitor vor mir und beobachte die Zeilen Programmcode, die rasend schnell über den Monitor laufen. Jede einzelne Zeile zeigt den Start eines Systems an.
     Plötzlich stoppt der Zeilenfluss.
     Fehler: dublex-spin 1689
     »Ich sehe in der Tabelle nach«, sage ich, während ich im Fach neben meinem Sitz nach dem Ringordner mit den Fehlercodes greife.
     »Das gibt es doch nicht. Das kann doch alles nicht wahr sein«, stöhnt Jegor.
     »Ruhig bleiben«, sagt Ella.
     »Ruhig bleiben? Wie soll ich ruhig bleiben? Die halbe Mannschaft ist verschwunden und unser Schiff ein Wrack.«
     »Konzentrier dich auf deine Arbeit.«
     »Solange der Hauptrechner down ist, habe ich keine Arbeit«, zischt er. »Warum seid ihr so ruhig? Ist es euch egal, was mit Mareks Gruppe passiert ist? Das waren Freunde.«
     Selbstverständlich lässt mich das Schicksal der anderen nicht gleichgültig. Aber ich würde keinen von ihnen als Freund bezeichnen. Der einzige Mensch an Bord, an dem mir wirklich etwas liegt, ist Lina Morell und die ist glücklicherweise Teil meiner Gruppe. Aber Gefühle jeder Art sind gerade zweitrangig. Jetzt geht es darum, unser Überleben sicherzustellen.
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