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TASCHENBUCH
 
Meer der Stille
Verfasser: Jens Bühler (7)
Verlag: Eigenverlag (17926)
VÖ: 13. Oktober 2020
Genre: Science Fiction (2513)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 364 (Kindle-Version)
Themen: 21. Jahrhundert (258), Astronauten (51), Mars (86), Mission (726), Raumschiffe (488), Reisen (2169), Überleben (213), Verschwinden (1914), Weltraum (805)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Im Jahr 2052 begibt sich eine internationale Crew auf die zehnmonatige Reise zum Mars.

Als Reyk Catana ungeplant aus der Kryptobiose erwacht, stellt er fest, dass die beschädigte New Prospect unkontrolliert durch das All rast. Das Schiff droht, sich in einen fliegenden Sarg zu verwandeln. Damit nicht genug. Die Hälfte der Besatzung ist auf unerklärliche Weise spurlos verschwunden.

Gemeinsam mit der restlichen Crew versucht Reyk das Schiff zu retten und gleichzeitig das rätselhafte Verschwinden der vermissten Astronauten aufzuklären.

Die Besatzung der New Prospect hat nun ein neues Missionsziel: Überleben.

Eine Reise ins Nichts hat begonnen.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jens Bühler für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Hallo?«
     Ich hätte mir das Rufen sparen können. Die Kommandobrücke ist unbesetzt und abgesehen vom Rotlicht genauso dunkel wie der Rest des Schiffs.
     Die Brücke ist die vergrößerte Version einer Pilotenkanzel in einem Langstreckenflugzeug. In Flugrichtung befindet sich eine Reihe von Cockpitfenstern. Die halbrund angelegte Glasfront ist insgesamt zwei Meter hoch und sechs Meter breit. Derzeit ist sie von außen durch Metallblenden gesichert, die das Glas vor Beschädigungen schützen.
     Es gibt sechs Arbeitsplätze mit Monitoren, dutzenden Schaltern, Kontrollleuchten und analogen Anzeigeinstrumenten. Die beiden vorderen gehören dem Kommandanten und dem Piloten, also Ella und mir. Hinter diesen beiden Sitzen gibt es zwei weitere Arbeitsplätze mit den entsprechenden Bedienelementen. Hier sitzen die Ingenieure. Darüber hinaus gibt es einen Arbeitsplatz an der Steuerbordseite für die Kommunikation mit Mission Control und einen an der Backbordseite für die Navigation.
     An der Rückwand der Brücke folgen acht Plätze für die restlichen Besatzungsmitglieder, die keine Funktion auf der Kommandobrücke haben, aber anwesend sein wollen oder müssen. Optisch erinnert die Anordnung an die letzte Sitzreihe in einem Stadtbus.
     Eigentlich sollte es hier von leuchtenden Anzeigen, Monitoren und blinkenden Knöpfen nur so wimmeln. Das Gegenteil ist der Fall. Alles ist dunkel.
     Einen Moment lang überlege ich, was ich tun soll.
     Am wichtigsten ist es, das Schiff wieder zum Leben zu erwecken. Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich das allein versuchen soll. Wenn alles in Ordnung ist, genügt eine Person, um die Systeme zu starten, aber bei einem schwerwiegenden Fehler sieht das anders aus. Ich könnte etwas lostreten, das ich allein nicht wieder einfangen kann. Es wird besser sein, auf Unterstützung zu warten und bis dahin weiter nach Mareks Gruppe zu suchen.
     Ich drehe mich um, stoße mich ab und schwebe den Weg zurück, den ich gekommen bin.
     Noch befinde ich mich am Bug der New Prospect.
     Bis zum Heck sind es dreihundert Meter. Wobei nach zweihundertdreißig Metern faktisch Schluss ist, denn dort beginnt der sogenannte Abstandstunnel, in dem Null-Atmosphäre herrscht und der den Rumpf mit dem Reaktor verbindet. Die räumliche Trennung gewährleistet ein mögliches Abkoppeln des Reaktors im Schadensfall.
     Auf meinem Weg Richtung Heck passiere ich die Stelle, von der die Spangen zum Zentrifugalrad führen.
     Hier im Rumpf gibt es keine Türen, nur Druckschotten. Sie stehen offen. Dahinter liegen die Lager- und Technikräume mit den Lebensmitteln, Ersatzteilen und allem anderen, was man beim Packen nicht vergessen darf, wenn man vorhat, zum Mars zu reisen.
     Nach weiteren fünfzig Metern erreiche ich die Schleusen, hinter denen der MRT und der Lander liegen. Der Lander wird uns auf die Oberfläche des Mars’ bringen, der Mission Return Transporter wieder zurück zur Erde, wenn die Mission abgeschlossen ist.
     Diese Schotten sind geschlossen.
     Im Bereich des Landers und des MRTs hängen ebenfalls Raumanzüge an der Wand und wie bereits im Rad und auf der Brücke sind auch hier alle vollständig vorhanden.
     Damit gibt es nur noch einen Ort im Schiff, an dem Druckanzüge aufbewahrt werden und den ich noch nicht überprüft habe. Er befindet sich im Zentrifugalrad. Allerdings vermute ich stark, dass auch dort alle Anzüge vorhanden sind.
     Bis jetzt habe ich keine Spur von Mareks Leuten entdeckt.
     Womöglich waren sie gezwungen, das Schiff zu evakuieren. Wenn das stimmt, muss sie irgendetwas zu größter Eile getrieben haben. Ansonsten hätten sie uns kaum zurückgelassen und sich die Zeit genommen, Druckanzüge anzulegen.
     Eine der Grundideen des Unternehmens ist es, die aufwendig konstruierte New Prospect für nachfolgende Missionen als Station im Marsorbit zurückzulassen und mit dem MRT die Heimreise anzutreten. Das ist der eigentliche Zweck des MRTs, einer knapp vierzig Meter langen Feststoffrakete. Womöglich hat Marek mit seinen Leuten den MRT als Rettungsboot benutzt.
     Falls das stimmt, stellt sich die Frage, was sie dermaßen in Panik versetzt hat und weshalb wir geweckt wurden?
     Es ist möglich, dass sie die Weckprozedur eingeleitet haben und dann gezwungen waren, spontan zu evakuieren. Als Kommandant seine halbe Crew auf einem sinkenden Schiff zurückzulassen, ist eine Entscheidung, die man nicht leichtfertig trifft. Marek muss davon überzeugt gewesen sein, dass ihnen keine Zeit mehr bleibt. Wie es aussieht, haben sie sich in diesem Punkt geirrt. Warum sind sie nicht zurückgekommen, als sie ihren Fehler bemerkt haben?
     Ich stoppe bei der Schleuse zum MRT, indem ich mich an einem Griff an der Bordwand festhalte. Zu sehen gibt es wenig. Da alle Anzeigen ausgefallen sind, kann ich unmöglich feststellen, ob der MRT weiterhin angedockt ist.
     Ich stoße mich ab und setze meinen Weg Richtung Heck fort, wobei ich in Reichweite der Wand bleibe, um mich, wenn nötig, an einen der Griffe festhalten zu können.
     Nach kurzem Gleitflug erreiche ich eine weitere geschlossene Schleuse. Hier geht es zum Habitat, das als große Halbkugel an der Außenseite des Schiffes hängt und in dem sich das gesamte Equipment für die Marserkundung befindet.
     Bis zum Abstandstunnel, der zum Reaktor führt, sind es weitere siebzig Meter. Dort hinten gibt es nichts Besonderes und vor allem gibt es für Mareks Leute keinen Grund, sich dort herumzutreiben. Es sei denn, sie spielen eine perverse Form des Versteckspiels.
     Also wieder zurück.
     Nach der Hälfte des Weges glaube ich, die Umrisse von zwei Personen zu erkennen.
     »Ella?«, rufe ich. »Bist du das?«
     »Ja, komm her. Wir müssen auf die Brücke.«
     Der Abstand verringert sich und ich erkenne Ella, die zusammen mit Jegor auf mich wartet.
     »Hast du sie gefunden?«, fragt Ella, als ich sie erreiche.
     Ich schüttle den Kopf.
     Ella ist genau wie unser Kommandant Marek Obec Mitte sechzig und öfter im Weltraum gewesen als der Rest von uns zusammen.
     Während Marek die Physis eines Eishockeyspielers besitzt, wirkt seine Vertreterin eher asketisch und zerbrechlich. Ihr langes graues Haar trägt sie zu einem strengen Dutt zusammengeknotet. Aufgrund mangelnden Körperfetts spannt sich ihre Haut beinahe faltenlos über den Schädel. Sie dürfte kaum mehr wiegen als ein Schmetterling. Jedoch sollte man sich nicht täuschen lassen. Diese zierliche kleine Amerikanerin ist zäh wie Leder und selbst ein Halbmarathon bringt sie kaum ins Schwitzen.
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