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TASCHENBUCH
 
Meer der Stille
Verfasser: Jens Bühler (7)
Verlag: Eigenverlag (17952)
VÖ: 13. Oktober 2020
Genre: Science Fiction (2518)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 364 (Kindle-Version)
Themen: 21. Jahrhundert (258), Astronauten (51), Mars (86), Mission (726), Raumschiffe (491), Reisen (2170), Überleben (213), Verschwinden (1915), Weltraum (808)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Im Jahr 2052 begibt sich eine internationale Crew auf die zehnmonatige Reise zum Mars.

Als Reyk Catana ungeplant aus der Kryptobiose erwacht, stellt er fest, dass die beschädigte New Prospect unkontrolliert durch das All rast. Das Schiff droht, sich in einen fliegenden Sarg zu verwandeln. Damit nicht genug. Die Hälfte der Besatzung ist auf unerklärliche Weise spurlos verschwunden.

Gemeinsam mit der restlichen Crew versucht Reyk das Schiff zu retten und gleichzeitig das rätselhafte Verschwinden der vermissten Astronauten aufzuklären.

Die Besatzung der New Prospect hat nun ein neues Missionsziel: Überleben.

Eine Reise ins Nichts hat begonnen.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jens Bühler für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Alles wird sich aufklären. Alles wird gut«, sage ich und täusche krampfhaft Optimismus vor.
     Als Dank für meinen Beruhigungsversuch schenkt Amara mir ein schmales Lächeln.
     Ich sollte die Klappe halten. Amara ist kein kleines Kind. Sie weiß genauso wie ich, dass sich gar nichts aufklären wird. Zumindest nicht im Sinne von: Alles wird gut. Auch ohne zu wissen, was der Grund für die Notbeleuchtung und die Abwesenheit der Wachbesatzung ist, das steht jetzt schon fest.
     Amara reicht mir einen Overall.
     Ich nicke ihr zu.
     Als ich mich anziehe, rieselt mir feiner weißer Staub aus den Haaren. Er bedeckt nicht nur meinen Kopf, sondern den ganzen Körper. Es sind die Reste der Kunstharzschicht, die mich während der Kryptobiose eingeschlossen hat.
     Endlich habe ich es geschafft, mich anzuziehen.
     Während ich mit einer Hand Kontakt zur Wand halte, wanke ich langsam in Richtung Ausgang.
     Ich erreiche die offenstehende Tür, die eigentlich geschlossen sein sollte, und trete in den Korridor, wo mich das gleiche dämmrige Rotlicht wie im Kammerraum empfängt.
     Was sich für mich wie Gravitation anfühlt, ist in Wahrheit die Fliehkraft des sich drehenden Zentrifugalrades, in dem ich mich befinde und das sich um den Rumpf der New Prospect dreht, der selbst stillsteht. Die Bezeichnung Rad ist nicht ganz richtig, eigentlich handelt es sich um einen Torus von hundert Metern Durchmesser.
     Da die Fliehkraft mich von der New Prospect wegschleudern will, laufe ich innerhalb des Torus auf der schiffsabgewandten Außenseite. Durch die Krümmung des Torus sieht es optisch so aus, als würde eine nie endende Steigung vor mir liegen. Aber da die Fliehkraft an jedem Punkt gleich wirkt, ist dies nur eine Täuschung und tatsächlich spüre ich keine Steigung, während ich laufe.
     Allerdings fällt mir das Gehen auch ohne Steigung bereits schwer genug und ich schwanke wie ein Betrunkener, während ich den Korridor des Rades entlanggehe. Ein Rollator wäre eine super Sache.
     Dass sich das Rad wie vorgesehen dreht, beruhigt mich. Aber ansonsten scheint nicht viel zu funktionieren.
     Links und rechts gehen Türen und Schotte ab, die alle offenstehen.
     Vermutlich hat eine Notfallroutine während des Systemzusammenbruchs beschlossen, im letzten Moment alles zu öffnen, um niemanden einzusperren. Eigentlich ist das unnötig, da sich die Türen und Schotte manuell öffnen lassen.
     Ich erreiche eine der vier Stellen des Schiffs, an denen Raumanzüge für die gesamte Crew bereitgestellt sind. Zwei davon sind im Rad, eine im Vorraum zur Kommandobrücke und eine in der Nähe des Marslandemoduls, kurz Lander genannt.
     Die im Rad befindlichen Raumanzüge werden im Katastrophenfall benötigt, wenn keine Zeit bleibt, das halbe Schiff zu durchqueren, um einen Anzug anzulegen. Die Druckanzüge hängen in einer Nische in der Korridorwand und werden im Normalfall durch eine Schiebetür verdeckt.
     Durch den ausgelösten Alarm hat sich die Tür selbstständig geöffnet.
     Alle vierzehn Anzüge hängen an ihren Plätzen.
     Ich gehe weiter.
     Nach dreißig Metern erreiche ich die Tür zur Messe. Trotz der schlechten Beleuchtung ist sofort zu erkennen, dass sich dort niemand aufhält. Mein weiterer Weg führt mich am Cardioraum und einigen Mannschaftsquartieren vorbei.
     Keine Menschenseele zu sehen.
     »Hallo?«
     Es hat ein lauter Ruf werden sollen, aber aus meinem Mund kommt nur ein krächzendes Flüstern.
     Ich versuche es erneut mit mehr Druck in der Stimme. »Hallo? Ist hier jemand?«
     Keine Reaktion.
     Ich erreiche eine der beiden Spangen, die das Zentrifugalrad mit dem Rumpf verbinden. In den Spangen gibt es einen Aufzug sowie eine Leiter.
     Da der Aufzug außer Betrieb ist, benutze ich notgedrungen die Leiter, um die vierzig Meter bis zum Rumpf zu überbrücken.
     Anfänglich fühlt es sich so an, als würde ich wie auf der Erde eine Leiter nach oben steigen. Aber bereits nach wenigen Metern spüre ich, wie die künstliche Gravitation abnimmt. Auf den letzten fünfzehn Metern muss ich mich nicht mehr an den Leitersprossen festhalten. Ein kurzes Abstoßen und ich schwebe in den Rumpf der New Prospect. Hier herrscht Schwerelosigkeit.
     Es fühlt sich an, als würde ich mich in einem langsam rotierenden Wäschetrockner befinden. In Wahrheit ist es nicht die Röhre des Rumpfs, die sich dreht, sondern mein Körper, der noch immer den Drehimpuls des Zentrifugalrades besitzt. Ich greife nach einem Griff an der Wand.
     In meinen Armen zieht und schmerzt es, während sich der Drehimpuls meines Körpers abbaut.
     Nun steht der Rumpf für mich still. Stattdessen dreht sich das Verbindungsmodul, von dem die beiden Spangen zum Rad führen.
     Ich befinde mich nun um Hauptteil des Schiffes. Genauer gesagt im vorderen Drittel. Vor mir, weiter Richtung Bug, liegt die Kommandobrücke, hinter mir Richtung Heck der Rest des Schiffes mit den Andockstellen für Lander, Habitat und MRT sowie ganz am Ende der Reaktor.
     Nachdem ich mir etwas Schwung gegeben habe, gleite ich in Richtung der Kommandobrücke. Dabei halte ich mich dicht an der Bordwand, um mich bei Bedarf an einem der Griffe festhalten zu können.
     Außer meinen Atemzügen und dem Rascheln des Stoffs meines Overalls höre ich keinerlei Geräusche.
     Wie im Zentrifugalrad leuchtet das Lichtband in der Wand rot. Ich frage mich, warum es nicht zurück in den normalen Weißmodus schaltet. Jedenfalls habe ich mittlerweile begriffen, dass wir ein Problem haben. Besonders gut sehen kann man bei dem blöden Licht jedenfalls nicht.
     Allmählich verwandelt sich meine Anspannung in Angst.
     Ich bewege mich in einem fast vollständig funktionsuntüchtigen Schiff, dessen halbe Besatzung spurlos verschwunden zu sein scheint. Was immer geschehen ist, wir stecken bis über beide Ohren in Schwierigkeiten und Millionen Kilometer von der Erde entfernt gibt es weder Seenotrettung noch Pannenhilfe.
     Auch im Vorraum zur Kommandobrücke hängen alle vierzehn Druckanzüge vollzählig an der Wand. Das Schott zur Brücke ist geöffnet.
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