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TASCHENBUCH
 
Meer der Stille
Verfasser: Jens Bühler (7)
Verlag: Eigenverlag (17902)
VÖ: 13. Oktober 2020
Genre: Science Fiction (2511)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 364 (Kindle-Version)
Themen: 21. Jahrhundert (258), Astronauten (51), Mars (86), Mission (725), Raumschiffe (488), Reisen (2169), Überleben (213), Verschwinden (1913), Weltraum (803)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Im Jahr 2052 begibt sich eine internationale Crew auf die zehnmonatige Reise zum Mars.

Als Reyk Catana ungeplant aus der Kryptobiose erwacht, stellt er fest, dass die beschädigte New Prospect unkontrolliert durch das All rast. Das Schiff droht, sich in einen fliegenden Sarg zu verwandeln. Damit nicht genug. Die Hälfte der Besatzung ist auf unerklärliche Weise spurlos verschwunden.

Gemeinsam mit der restlichen Crew versucht Reyk das Schiff zu retten und gleichzeitig das rätselhafte Verschwinden der vermissten Astronauten aufzuklären.

Die Besatzung der New Prospect hat nun ein neues Missionsziel: Überleben.

Eine Reise ins Nichts hat begonnen.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jens Bühler für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Die Dunkelheit spuckt mich aus und gibt mir zum Abschied einen Hustenanfall mit auf den Weg. Instinktiv will ich mich auf die Seite drehen, werde aber in der Bewegung festgehalten.
     »Bleib ruhig. Ich weiß, es fühlt sich furchtbar an, aber es wird gleich besser«, sagt eine weibliche Stimme auf Englisch.
     Ich öffne die Augen und sehe eine aufgeklappte durchsichtige Abdeckung über mir. Offenbar liege ich auf dem Rücken in einer Art Bett, aber was soll dieser Deckel?
     Eine Frau steht links von mir und beugt sich über mich. Ihre Haare sind genauso schwarz wie ihre Haut. Ich fühle ihre Hände auf meinem Brustkorb.
     »Du bist schwarz«, röchle ich.
     »Das liegt daran, dass ich in Nigeria geboren wurde.«
     »Wer bist ...« Ein erneuter Hustenanfall zerhackt meinen Satz. »Muss ... übergeben.«
     »Musst du nicht. Einfach nur atmen.«
     Der Hustenanfall schüttelt mich weiter.
     Ich bäume mich auf und spüre einen Klumpen Schleim in meinem Mund. Schnell drehe ich meinen Kopf und spucke eine zähe, schwarze Masse aus.
     »Das sind die Reste des Bio-Gels. Sieht schlimmer aus, als es ist«, sagt die Frau in beruhigendem Ton.
     Egal, was es ist, Hauptsache, es ist nicht mehr in mir. Jetzt fühle ich mich etwas besser.
     Das Husten hat mir Tränen in die Augen getrieben und ich sehe alles wie durch einen Schleier.
     Ich drehe meinen Kopf nach rechts. Direkt neben mir steht noch so ein Bett mit geöffneter Abdeckung, in dem allerdings niemand liegt. Dahinter scheint es noch weitere zu geben.
     Nur unter Anstrengung gelingt es mir, meinen Arm zu heben und die Tränen aus den Augen zu wischen.
     Der Begriff Bett ist wohl nicht zutreffend. Es sind eher sarkophagähnliche Kammern, in denen eine Menge Technik verbaut ist.
     Irgendetwas stimmt nicht mit der Beleuchtung im Raum, aber ich kann beim besten Willen nicht sagen, was. Außer den Kammern sehe ich keine Möbel oder sonstiges Inventar. Ich erkenne lediglich einige in die Wand integrierte Türen, vermutlich von einem Einbauschrank. Der Raum selbst ist eher länglich, zehn Meter breit und dreißig Meter lang.
     Liege ich in einem Krankenhaus? Psychiatrie? Intensivstation? Und wieso reden wir englisch miteinander?
     »Wie heißt du?«, fragt die Frau.
     Ich schüttle den Kopf. Ich habe keine Ahnung, wie ich heiße.
     »Dafür haben wir keine Zeit. Ich brauche dich wach«, sagt sie. »Ich spritze dir einen Mix aus Armodafinil und Rotonil. Das schaltet dein Gehirn wieder ein.«
     Meine Augenlider werden schwer und fallen zu.
     »Hey, bleib bei mir. Dein Name ist Reyk Catana, in Hamburg geboren, Luftwaffenoffizier der Danziger Allianz. Du befindest dich als Crewmitglied und Pilot an Bord der New Prospect, auf dem Weg zum Mars. So, gleich geht es dir besser.«
     Plötzlich bin ich wach. Was immer sie mir verabreicht hat, es wirkt Wunder. Die hilfsbereite Frau hat keine leeren Versprechungen gemacht.
     »Mars?«
     »Du bist aus der Kryptobiose erwacht, deine Kammer hat sich erst vor einigen Minuten geöffnet. Das ist verwirrend. Bleib noch einen Moment liegen. Ich bringe dir etwas Elektrolytlösung«, sagt die Frau und lässt mich allein.
     In meinem Kopf legen die Chemikalien einen Schalter um. Mein Gedächtnis kehrt schrittweise zurück.
     Allmählich wird mir bewusst, dass ich die Kryptobiose überlebt habe.
     Vor nichts habe ich mich mehr gefürchtet als vor der Kammer.
     Das Blut wird mit einem Frostschutzmittel verdünnt und alle Hohlräume des Körpers sind mit einem Bio-Gel ausgefüllt, der ganze Körper ist in Kunstharz eingelegt und als Krönung auf minus hundertfünfzig Grad heruntergekühlt. Wie ein Stück tiefgefrorenes Schweinefleisch in Aspik.
     In der Astronautenausbildung haben sie die Kryptobiose als eine Art Schlaf beschrieben, was ein klarer Fall von Verharmlosung ist. Nun ist mir klar, mit Schlaf hat das wenig zu tun. Mausetot ist man – toter geht es gar nicht.
     Mühsam quäle ich mich hoch, setze mich an den Rand der Kammer, die etwas höher ist als ein gewöhnliches Bett, und lasse die Beine baumeln. Die anderen Kammern im Raum befinden sich nun in meinem Rücken. Mein Kopf fühlt sich schwer an und das Kinn sackt mir auf die Brust.
     Auf dem Boden steht etwas in großen schwarzen Blockbuchstaben geschrieben: ›Reyk Catana – B9980Y78‹.
     Damit bin wohl ich gemeint.
     Bin ich wirklich auf dem Weg zum Mars?
     Ich erinnere mich, wie ich auf die Kryptobiose vorbereitet worden bin. Da habe ich mich noch auf der Erde befunden, genauer gesagt in der Orbitalliftanlage unweit von Balourou in Französisch-Guyana. Gefühlsmäßig sind seit meinem Aufenthalt im Weltraumbahnhof ein paar Sekunden vergangen. In Wahrheit muss das fünf Monate her sein, was bedeutet, dass ich mich rund dreißig Millionen Kilometer von der Erde entfernt mitten im Nichts befinde. Das ist gelinde gesagt schwer vorstellbar.
     Die Frau kommt zurück und reicht mir einen Becher.
     Nun weiß ich wieder, wer sie ist. Ihr Name ist Dr. Amara Wonai, Medizinerin und Exobiologin an Bord der New Prospect.
     Ich nicke ihr zu, ergreife mit zitternden Händen den Becher und bemühe mich, den Inhalt nicht zu verschütten, was eine echte Herausforderung ist. Es fühlt sich an, als würde ich in einem fremden Körper stecken, der sich gegen meine Präsenz zur Wehr setzt. Nur widerwillig folgen die Muskeln meinen Befehlen.
     »Nur ein paar kleine Schlucke. Dein Magen wird eine Weile brauchen, bis er sich wieder an seine eigentliche Aufgabe erinnert. Warte hier, ich sehe nach den anderen.«
     Warten? Natürlich warte ich. Wo soll ich denn hingehen? Ich bin kaum in der Lage, einen Becher zum Mund zu führen.
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