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Es war einmal in Italien
Verfasser: Luca Di Fulvio (10)
Verlag: Bastei Lübbe (3026)
VÖ: 12. Oktober 2020
Genre: Historischer Roman (4535)
Seiten: 720 (Broschierte Version), 632 (Kindle-Version)
Themen: 19. Jahrhundert (1352), Begegnungen (2869), Grafen (242), Italien (576), Mädchen (2605), Politik (468), Rom (183), Waisen (190), Zirkus (116)
Erfolge: 6 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 4)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Es war einmal in Italien« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Tags (4)     Cover
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
In den vergangenen Jahren ist Luca Di Fulvio hierzulande so populär geworden, dass es schon vorgekommen ist, dass die deutschen Übersetzungen seiner neuen Werke noch vor dem Erscheinen der Originalversionen veröffentlicht wurden. Auch in unserem Team gibt es einige Mitarbeiter und Helfer, die sich der Qualität seiner Bücher nicht entziehen können, und so haben fünf von uns die ersten Seiten seines neuesten Buchs gemeinsam angelesen, um anschließend zu entscheiden, ob sie das gesamte Buch angesichts seines Einstieges lesen würden.

Das Buch

»Es war einmal in Italien« wurde am 12. Oktober im Lübbe Verlag herausgegeben. Dieses Mal hat man in Italien nicht lange abgewartet, die Originalausgabe wurde dort einen Tag später unter dem Titel »La ballata della Città Eterna« veröffentlicht. »Die Ballade der Ewigen Stadt« hört sich zugegebenermaßen etwas kunstvoller an als der einfach gehaltene deutsche Titel. Das satte 720 Seiten lange Werk kostet sechzehn Euro, die E-Book-Ausgabe ist vier Euro günstiger. Ein rund 22 Stunden langes Hörbuch wurde von Philipp Schepmann eingelesen, der auch schon den vorausgegangenen Büchern des römischen Autors seine Stimme geliehen hatte (mit Ausnahme des Millionensellers »Der Junge, der Träume schenkte«).

Di Fulvio erzählt dieses Mal die Geschichte dreier Menschen, deren Wege sich im Rom des Jahres 1870 kreuzen. Einer von ihnen ist ein Waisenjunge, dessen Intention es ist, den Blick auf die Welt zu verändern. Der zweite ist ein Mädchen, das mit einem Zirkus herumreist, sich aber viel eher für die Politik als für die Schaustellerei interessiert. Die dritte ist eine Gräfin, die anderen die Chance auf Freiheit ermöglicht. In der Ewigen Stadt muss sich das Trio mit großen Herausforderungen auseinandersetzen, und als es zu einem dramatischen Ereignis kommt, droht ihr Leben zerstört zu werden. Unsere Vorab-Vermutung ist, dass Letzteres mit der Römischen Frage in Verbindung stehen wird.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Das Buch beginnt ein ganzes Stück von Rom entfernt, nämlich in einem Ortsteil der im Piemont im Norden des Königreichs Italien gelegenen Stadt Novara. Hier steht ein Waisenhaus, dessen junge Insassen sich aufreihen müssen, da sie von einer Adeligen - der Contessa Silvia de Boccamara - unter die Lupe genommen werden sollen. Die kinderlose Frau sucht einen Jugendlichen, den sie und ihr Gemahl unter ihre Fittiche nehmen können. Es trifft einen (etwa) Sechzehnjährigen, der im Waisenhaus als »Nummer 19/03« bezeichnet wird, aber eigentlich Pietro heißt. Der Verdacht, dass es sich bei ihm um den im Klappentext erwähnten Jungen handelt, dürfte sehr nahe liegen. Nachdem der Junge ausgewählt wurde, reisen die Contessa und ihr Mann (zunächst noch ohne Pietro) zurück zu ihrem Anwesen. Auf dem Weg erfährt man, dass es um dieses auch nicht allzu gut bestellt ist, da es in diesem Jahr eine Missernte gegeben hat. Obendrein wird der Herr des Hauses von einem Minister erwartet, und man muss davon ausgehen, dass dieser versuchen wird, Geld aus ihm herauszupressen.

Fazit

Luca Di Fulvio hat schon ein erstaunliches Talent: Er schafft es immer wieder, Charaktere, die eigentlich von ihrer Natur recht einfach gestrickt sind und oft auch nicht die hellsten Leuchten sind, mit einer ihm ganz eigenen Poesie wunderbar in Szene zu setzen, wodurch man sich sofort für sie und ihr Schicksal begeistern kann. Zwar ist es nichts Neues, dass man bei ihm Protagonisten aus armen (oder gar ärmlichsten) Verhältnissen vorgesetzt bekommt, die anfangs nicht viel mehr aufweisen können als ein großes Herz, aber er haucht ihnen derart kunstvoll und eindringlich Leben ein, dass man sich der Wirkung seiner Worte nicht entziehen kann. Dass es in »Es war einmal in Italien« ganz genauso laufen wird, kann man schon auf den ersten zehn Seiten erahnen, denn bereits der hier zu erhaschende Einblick ins Seelenleben des jungen Pietro beweist, dass dieser genau die Art von Protagonist ist, den man von Di Fulvio erwartet und den man sehr gerne hunderte Seiten lang begleiten möchte. Ein einfacher und gewitzter Sechzehnjähriger mit der Kühnheit eines Jungen, der nichts zu verlieren hat, der eigentlich keine richtige Chance im Leben hat, aber offenbar doch eine bekommen wird. Auch die übrige Atmosphäre ist nicht ganz neu, denn bei Di Fulvio spielt praktisch jede Geschichte innerhalb einer ziemlich abgerissen dahergekommenen Szenerie, die dann punktuell geschickt mit dem genauen Gegenteil in Kotrast gesetzt wird. Und dass die Zustände im damaligen Königreich Italien alles andere als gut für die »kleinen Leute« sind, ist bereits bis hierhin deutlich zu spüren. Kurzum: Schon jetzt hat man hier den Eindruck bekommen, dass genau die Zutaten zusammengeknetet wurden, die man sich von einem Di-Fulvio-Roman wünscht ... und das, obwohl man noch nicht einmal alle Hauptfiguren kennengelernt hat. Kein Wunder also, dass sich unsere Helfer Cathleen Chalupka, Katrin Felzmann, Markus Kogel, Stephanie Gruber und Tom Rietzschel nach der Lektüre der ersten zehn Seiten allesamt dazu entschlossen haben, das gesamte Buch zu lesen. Eine Rezension des vollständigen Romans wird also nicht lange auf sich warten lassen.
– geschrieben am 9. November 2020
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