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Ada
Verfasser: Christian Berkel (2)
Verlag: Ullstein (1260)
VÖ: 12. Oktober 2020
Genre: Historischer Roman (4630)
Seiten: 400
Themen: Achtundsechziger (15), Berliner Mauer (21), Bundesrepublik Deutschland (31), Familien (1270), Kalter Krieg (71), Nachkriegszeit (160), Schweigen (236), Vergessen (66), Wirtschaftswunder (2)
Erfolge: 1 × Media Control Top 10 Print (Max: 10)
14 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 7)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Ada« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (11)     Tags (4)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 11. Januar 2021 um 23:49 Uhr (Schulnote 2):
» Interessante Familiengeschichte

Ada zieht mit ihrer Mutter von Südamerika zurück nach Deutschland, in die noch junge Bundesrepublik. Sie fühlt, dass die Erwachsenen ihr etwas verschweigen – doch genau diese Teile des Unausgesprochenen benötigt sie, um ihre eigene Identität zu finden.

Die Geschichte, die Christian Berkel in dem Buch „Der Apfelbaum“ erzählt, wird mit dieser Erzählung weiter vertieft. So ergibt sich eine interessante Familiengeschichte, die jedoch keine Biografie darstellt, wie der Autor zu Beginn des Buches betont. Schon mit dem bereits erschienen Teil der Geschichte war ich neugierig geworden auf Ada und hatte mir insgeheim noch mehr von ihren Erlebnissen gewünscht. Die Sprachlosigkeit der Erwachsenen, die Sehnsucht der jungen Frau nach der Vergangenheit ihrer Familie als Bestandteil ihrer eigenen Identität lässt den Leser zusammen mit Ada immer weitersuchen, so dass man in das Buch versinkt und erst zum Schluss wieder daraus auftaucht.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.«
  7      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 10. November 2020 um 13:32 Uhr (Schulnote 2):
» Ada ist eine junge Frau, die endlich ihre Vergangenheit aufarbeiten möchte. Sie entschließt sich, dieses mit der Hilfe einer Therapie zu schaffen. Sie wächst auf im Schweigen des Grausamen, was von Deutschland im Zweiten Weltkrieg ausging. Ihren Bruder sah sie lange nicht mehr und mit ihrer Mutter verbindet sie kaum etwas. Was verschweigt man ihr und warum floh die Mutter damals mit ihr nach Argentinien?

Adas Mutter ist Jüdin und sie war im Lager Gurs. Dort wurden Babys nach den Büchern der Frau „Doktor“ Haarer „erzogen“. Grausam kann ich nur sagen und wenn Sie näheres erfahren möchten, dann schauen Sie im Internet nach dieser Frau. Und wer im Lager war, der kann doch nicht vergessen? Und ist es nicht auch verständlich, dass Adas Mutter nichts darüber erzählt? Dass sie vergessen möchte? In den 50er Jahren kehren Mutter und Tochter nach Deutschland zurück. Für das Kind ist es zunächst wie eine kalte Dusche. Nicht nur die Temperaturen sind tief auch die Menschen kälter als in Argentinien. Dabei gab es dort einige Nazis, die sich versteckten. Vor der Strafe, vor dem Entdecken, vor ihren Alpträumen.

Adas beste Freundin heißt Uschka und die war der erste Mensch, der ihr von Hitler erzählte. Aber auch nicht freiwillig, sondern weil er auf einem Foto zu sehen war, das im Haus der Eltern Uschkas hing. Das neue Buch von Christian Berkel ist eine Fortsetzung seines „Apfelbaums“. Ich konnte es aber auch ohne Vorkenntnis sehr gut lesen, kam leicht in die Geschichte rein. Es gefiel mir gut, Herr Berkel ist wahrlich ein großartiger Erzähler. Allerdings verliert er sich zuweilen darin und findet kein Ende.

Ada ist eine Mischung aus Tatsachen und Fakten der Deutschen Historie und den Freiheiten eines Dichter. Dieser Grat gelang dem Autor sehr gut. Seinen Fans teilte er mit, dass das dritte Buch bereits angefangen sei. Ich bin gespannt, was er uns darin erzählen wird.«
  11      0        – geschrieben von lielo99
 
Kommentar vom 8. November 2020 um 18:29 Uhr (Schulnote 1):
» Das Schweigen der Nachkriegszeit

Es stellt sich immer mehr heraus, dass der Schauspieler Christian Berkel auch ein grandioser Autor ist, der sich mit seinem Debüt "Der Apfelbaum" bewiesen hat. In seinem neuen Roman „Ada“, greift der Autor dieses Mal das Thema Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt, auf.

Der Roman wird in der Ich-Form von Ada erzählt, was die Geschichte sehr lebendig werden lässt.

Ada wird 1945 in Leipzig geboren und kurz nach dem Krieg flüchtet ihre jüdische Mutter Sala mit ihr nach Argentinien. Dort lebt sie bis zu ihrem 9. Lebensjahr allein mit ihrer Mutter, bevor beide wieder in die alte Heimat zurückkehren und sich in Berlin niederlassen. Für Ada bedeutet das erst einmal Lernen, denn sie beherrscht weder die Sprache noch kennt sie das fremde Land mit den schweigenden und verschlossenen Menschen. Auch ihrem Vater Otto begegnet sie zum ersten Mal und bald leben sie als Familie zusammen. Ada bekommt kurz darauf einen Bruder, fühlt sich aber in dieser Familie als Fremde.

Sie erlebt nicht nur das deutsche Wirtschaftswunder, sondern erlebt auch den Mauerbau hautnah mit. Irgendwie bleibt ihr aber ihre deutsche Heimat fremd und Fragen von ihr zu ihrer Kindheit und Vergangenheit, werden ignoriert oder nicht beantwortet. Mit Mitte 40 entscheidet sich Ada am Tag des Mauerfalls, einen Psychotherapeuten in Anspruch zu nehmen, um ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten und vielleicht endlich einiges verstehen zu können.
Es geht um ihre eigene Identitätsfindung, für die es unerlässlich ist, dass sie ein Bild von ihrer eigenen Vergangenheit und von ihren jüdischen Wurzeln bekommt.

Dem Autor ist es wunderbar gelungen, die Sprachlosigkeit dieser Zeit wieder zu geben, die eine ganze Generation geprägt hat. Darüber hinaus erhält man Einblicke in das Leben in Berlin im Nachkriegsdeutschland. „Ada“ ist ein beeindruckender Roman von Christian Berkel.
Von mir eine klare Leseempfehlung.«
  14      0        – geschrieben von Luise
Kommentar vom 1. November 2020 um 19:27 Uhr (Schulnote 2):
» Im Jahr 1945 in Leipzig geboren, hat Ada als Tochter einer Halbjüdin mit ihrer Mutter Sala einen Teil ihrer Kindheit in Argentinien verbracht. Nun ist sie zurück in Berlin, in einem Nachkriegsdeutschland, das ihr fremd ist. Sie sehnt sich nach dem Glück einer vollständigen Familie, nach ihrem Vater Otto. Doch es kommt einiges anders…

„Ada“ von Christian Berkel ist ein Roman mit biografischen Bezügen.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus drei Teilen („Erinnern“, „Wiederholen“ und „Durcharbeiten“), die wiederum in zumeist recht kurze Kapitel untergliedert sind. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Ada, allerdings nicht durchgängig chronologisch. Zudem gibt es einige Zeitsprünge, die nicht immer leicht zu verfolgen waren. Ein Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1989 bis 1993, ein weiterer auf den 1950er- und 1960er-Jahren.

Sprachlich hat mir der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist eindringlich und atmosphärisch, schnörkellos, fast nüchtern, aber auch literarisch anspruchsvoll. Dabei sticht hervor, dass der Roman recht dialoglastig ist.

Bei „Ada“ handelt es sich um die Fortsetzung von Berkels Debütroman „Der Apfelbaum“ und den zweiten Teil einer Trilogie. Leider erschließt sich das nicht sofort aus dem Klappentext und der Vermarktung des Titels, sodass ich ohne Kenntnis des Vorgängers in die Lektüre gestartet bin. Das Buch lässt sich zwar auch unabhängig lesen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es für das Verständnis hilfreich gewesen wäre, mit dem ersten Band zu beginnen. Dann hätte sich mir die Geschichte vermutlich leichter erschlossen.

Während es im ersten Teil um Otto und Sala geht, die den realen Eltern des Autors nachempfunden sind, steht dieses Mal die Protagonistin Ada im Vordergrund, die jedoch eine fiktive Person ist. Sie wird als vielschichtiger und interessanter Charakter dargestellt. Allerdings wurde ich mit der Figur nicht so recht warm.

Thematisch ist der Roman vielfältig und tiefgründig. Vor dem historischen Hintergrund von Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Mauerbau und 68er-Bewegung geht es um die Suche nach Identität, das Schweigen in der Nachkriegszeit, Schuld und Sehnsucht, Heimat und Zugehörigkeit. Damit bietet die Geschichte immer wieder Gedankenimpulse. Es lassen sich zudem Parallelen zu aktuelleren Geschehnissen ziehen.

Auf rund 400 Seiten entstehen keine Längen. Jedoch konnte mich die Geschichte nicht so sehr fesseln und bewegen wie gehofft.

Das modern anmutende Cover mit dem Frauengesicht spricht mich an und ist treffend gewählt. Dazu passt der wenig originelle, aber sehr prägnante Titel.

Mein Fazit:
„Ada“ von Christian Berkel ist ein gelungener Roman mit einer interessanten Protagonistin. Eine Lektüre, die mich gut unterhalten, aber nicht restlos begeistern konnte.«
  18      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 26. Oktober 2020 um 14:53 Uhr (Schulnote 2):
» An „Der Apfelbaum“ bin ich mit einiger Skepsis herangegangen, denn ich dachte „schon wieder ein Prominenter, der sich als Schriftsteller versuchen will“. Doch Christian Berkel hat mich als Autor überzeugt und daher kam ich auch an „Ada“ nicht vorbei.
In diesem Buch geht es um Ada, eine Frau in den Vierzigern, die auf der Suche nach sich selbst ist. Ada wird 1945 als Tochter einer Jüdin in Leipzig geboren. Sie verbringt daher ihre ersten Jahre in Argentinien und kehrt mit ihrer Mutter als neunjähriges Mädchen nach Deutschland zurück. Sie kommt in ein ihr fremdes Land und muss erst einmal die Sprache lernen. Dann tritt Otto in ihr Leben, der als ihr Vater gilt. Sie leben in Berlin als Familie zusammen und dann bekommt sie noch einen Bruder. Aber ist Otto wirklich ihr Vater? Ihre Fragen bleiben unbeantwortet. Niemand will die vielen Fragen, die sie hat, beantworten, denn niemand will an die Vergangenheit erinnert werden. Erst mit Mitte 40 versucht Ada mit Hilfe eines Psychotherapeuten ihre wahre Identität zu finden und in ihrem Leben anzukommen.
Christian Berkel erzählt diese Geschichte aus der Perspektive von Ada, so dass ich als Leser mich gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzen kann. Der Schreibstil ist schön flüssig zu lesen und wirklich packend. Die Atmosphäre der Nachkriegszeit kommt realistisch rüber. Man will nicht an die Vergangenheit denken, sondern setzt seine ganze Hoffnung auf die Zukunft, die verheißungsvoll aussieht.
Ada ist eine sympathische junge Frau, auch wenn sie als Jugendliche sehr rebellisch ist. Doch wer kann es ihr verdenken, denn sie fühlt sich nirgendwo geborgen und zuhause. Sie hat viele Fragen, bekommt aber keine Antworten, was dazu führt, dass sie irgendwie entwurzelt ist. Es braucht seine Zeit und einige Umwege, bis sie sich auf die Suche nach sich selbst macht und dabei die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch nimmt.
Das Ende ist ziemlich offen, so dass jeder sich seine Version vom Fortgang der Geschichte machen kann. Das passt, stellt mich aber nicht so ganz zufrieden.
Eine interessante, aber auch bedrückende Geschichte.«
  17      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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