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TASCHENBUCH
 
Sternenfeuer - Kaiserin der Drachen
Verfasser: Amy Erin Thyndal (6)
Verlag: Impress (462)
VÖ: 8. Oktober 2020
Genre: Fantasy (12411), Jugendliteratur (7163) und Romantische Literatur (21625)
Seiten: 320 (Taschenbuch-Version), 329 (Kindle-Version)
Themen: Begegnungen (2859), Kaiser (144), Orakel (75), Untergang (73)
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Erklärung der Bewertungssysteme
**Wenn ein Stern zu deinem Schicksal wird**
Schon seit ihrer Kindheit ist Xins Leben vorherbestimmt: Als mächtigste Sternentochter ihrer Generation soll sie die nächste Kaiserin von Midland werden und damit die Aufgabe übernehmen, den Menschen als Sonne zu dienen. Doch als der mit ihr verbundene Stern plötzlich verschwindet, scheint ihre Zukunft ungewisser denn je. Entschlossen macht sich Xin auf die Suche nach dem sagenumwobenen Orakel und trifft dabei auf Taron, der sie mit seinen mitternachtsblauen Augen sogleich in den Bann zieht. Und je länger die Sternentochter den Zwängen des kaiserlichen Hofes fernbleibt, desto mehr sehnt sich ihr Herz nach etwas, das nur Taron ihr geben kann. Doch ohne Xin ist Midland dem Untergang geweiht …
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Amy Erin Thyndal für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Amy Erin Thyndal gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Der Kaiser erhebt sich unvermittelt. Die Anspannung in der Luft ist deutlich fühlbar, keiner weiß, wie der Kaiser reagieren wird. Obwohl er für gewöhnlich wenig temperamentvoll ist, steht ihm der Ärger deutlich ins Gesicht geschrieben. Ich bin mir sicher, dass mein Vater die Wahrheit gesprochen hat, nur helfen will, aber ich kann auch verstehen, dass der Kaiser aufgebracht ist. Dieser Vorschlag ist so furchtbar, dass er überhaupt nicht ausgesprochen werden sollte. Sind wir so verzweifelt, dass wir etwas Derartiges in Betracht ziehen würden?


5 五
Hua


»Was sind die dunklen Jahre?«
     Überrascht blicke ich zu Guangming, die sich aus der Gruppe ihrer spielenden Schwestern entfernt hat, um zu mir zu kommen. Sie streckt ihre kleinen Hände nach oben und entlockt mir damit ein Lächeln, als ich sie hochnehme und auf meinen Schoß setze. Mit einem prüfenden Blick auf meine anderen Schülerinnen, die ich als Hüterin in Ausbildung betreue, vergewissere ich mich, dass sie beschäftigt sind, bevor ich mich ihr ganz zuwende.
     »Wer hat dir von den dunklen Jahren erzählt?«, stelle ich Guangming eine Gegenfrage. Die Geschichte von Ri und dem, was davor kam, ist eigentlich erst für das siebte Lebensjahr einer Sternentochter geplant, und selbst dann bekommen viele noch Albträume davon. Ein Land ohne Sonne ... Selbst jetzt verfolgt der Gedanke mich manchmal in der Nacht.
     »Qiang hat darüber mit ihren Freundinnen geredet«, erwidert Guangming und ich seufze.
     »Du sollst doch nicht lauschen«, tadele ich sie. Guangming sieht verletzt aus ihren großen, blauen Augen zu mir hoch.
     »Entschuldige dich später bei Qiang«, befehle ich ihr und sie nickt widerwillig.
     »Aber was sind sie denn nun?«, hakt sie trotzdem nach. Vermutlich weiß sie, dass ich ihr nie wirklich böse sein kann, und ist deshalb nicht allzu gekränkt über meinen Tadel.
     Nachdenklich mustere ich das Mädchen und überlege, was ich nun machen soll. Ihre Frage unbeantwortet lassen und sie wieder zum Spielen schicken? Oder riskieren, dass sie in den nächsten Wochen keinen Schlaf findet?
     »Bitte, erzähl es mir«, unterstreicht Guangming ihre Frage. Ich kenne sie gut genug, um zu wissen, dass sie keine Ruhe geben wird, bis sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten hat.
     »Na gut«, gebe ich nach, »aber erzähl es noch nicht deinen Schwestern, ja? Es ist eine gruselige Geschichte und ich will nicht, dass ihr alle Albträume bekommt.«
     »Ich bin zu mutig für Albträume«, verkündet Guangming voller Inbrunst und bringt mich damit wieder zum Lächeln. Wenn ich das Glück hätte, Kinder zu bekommen, würde ich mir wünschen, dass sie genau so süß wie sie wären.
     Nur werde ich nie welche haben. Ich verdränge die düsteren Gedanken an meine Zukunft und versuche mich daran zu erinnern, wie die Hüterin mir damals die Geschichte erzählt hat, die unser Land wie keine andere geprägt hat.
     »Vor vielen Jahren, als es noch keine Sternentöchter gab«, beginne ich.
     Guangming unterbricht mich sogleich ungläubig: »Es gab eine Zeit ohne Sternentöchter?«
     Ich nicke nur und fahre fort: »Damals lebten die Menschen sorglos und zufrieden, denn dieselbe Sonne erhellte ihren Himmel über Jahrtausende. Ohne dass es eine Kaiserin gab, ging die Sonne jeden Tag auf und unter und war immer stark. Die Sterne waren ferne Feuerbälle am Himmel, für die sich die Menschen wenig interessierten, und alles war gut.«
     Guangming verzieht das Gesicht.
     »Ich möchte die Wahrheit hören, kein Märchen.«
     »In jedem Märchen steckt ein Funken Wahrheit«, widerspreche ich ihr, »und in diesem findest du unsere. Ich war nicht dabei, aber das ist die Geschichte, die wir Sternentöchter uns seit Jahrhunderten erzählen.«
     Guangming wirkt nachdenklich, nickt dann aber zum Zeichen, dass ich weitererzählen soll.
     »Die meisten Menschen damals hatten keinen Sinn für den Himmel, keinen Glauben und keinen Respekt. Die Macht, alles zu tun, stieg ihnen zu Kopf und sie führten einen Krieg, der Tausende von Leben kostete. Angeblich wurde unsere Welt damals fast völlig zerstört und der Anblick war so schrecklich, dass die Sonne zu weinen begann, sodass die Tränen ihre Flammen erstickten. Das Sonnenlicht wurde immer schwächer und verschwand schließlich, bis nur noch Dunkelheit herrschte. Das ist es, was wir die dunklen Jahre nennen.«
     Guangming hängt gebannt an meinen Lippen, wenn auch ein wenig erschrocken, und ich frage mich, ob ich das Ende der Geschichte ihr zuliebe ein wenig abändern sollte. Wie viele Sternentöchter dieses Märchen im Laufe der Jahrzehnte wohl genau aus diesem Grund verändert haben? Vielleicht hat Guangming recht und es ist nur eine Legende mit wenig Wahrheitsgehalt. Doch es ist unsere Legende.
     »Während unsere Welt langsam starb, fanden die Drachenwahrer Midlands einen Weg, uns zu retten. Mit der alten Magie verzauberten sie ein Kind, sodass es zur ersten Sternentochter wurde. Ri, die erste Sonne, die Heldin Midlands.«
     »Die, von der die Hüterin immer sagt, dass ich sie mir zum Vorbild nehmen soll?«, fragt Guangming und ich grinse.
     »Genau die«, erwidere ich und stupse sie auf die Nase.
     »Ri holte ihren Stern zur Erde, um unsere Sonne zu sein. Sie rettete die Welt mit ihrem Licht und mit ihrer Magie besiegte sie die Feinde Midlands, die mit unseren Vorfahren um die wenigen Flecken unzerstörter Erde kämpften. Sie heiratete den Kaiser und wurde Kaiserin Midlands, Begründerin einer Tradition, der wir bis heute folgen.«
     »Vielleicht ist sie wirklich ein gutes Vorbild«, murmelt Guangming. »Werde ich auch mal Kaiserin?«
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