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TASCHENBUCH
 
Langeooger Schampus
Verfasser: Marc Freund (4)
Verlag: Klarant (682)
VÖ: 5. Oktober 2020
Genre: Kriminalroman (7607)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 172 (Kindle-Version)
Themen: Inseln (1723), Kommissare (2008), Leichen (2085), Mord (5895), Nachricht (140), Nordsee (320), Ostfriesland (555), Partys (408), Verschwinden (1877)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Oktober 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Die neuen Langeooger Inselkommissare Gerret Kolbe und Rieke Voss haben ihren ersten grausigen Mordfall zu lösen. Die Spur führt zu ausschweifenden Partys auf der ostfriesischen Insel, bei denen der Schampus in Strömen fließt... Doch zunächst beginnt der Fall mit einer Vermisstenmeldung: Kurz vor der geplanten Abreise stellt der Langeoog-Urlauber Hajo Scholten schockiert fest, dass seine Frau Marianne und der zehnjährige Sohn Marten plötzlich spurlos verschwunden sind. Die handschriftliche Notiz »Es tut mir leid« ist alles, was ihm bleibt. Die Kommissare Gerret Kolbe und Rieke Voss sind sich schnell sicher, dass etwas Furchtbares geschehen sein muss. Und tatsächlich lässt ein Leichenfund nicht lange auf sich warten. Die Ermittlungen führen zu einem geheimnisvollen Waldhaus. Offenbar nahm Marianne Scholten hier abends an dekadenten Partys teil, bei denen die attraktive junge Frau sich nur »Mary Ann« nannte. Hat einer der Partygäste im Champagner-Rausch die Kontrolle verloren? Oder steckt in Wirklichkeit etwas ganz anderes dahinter? Auch Hajo Scholten selbst macht sich nämlich durch widersprüchliche Angaben verdächtig. Irgendetwas ist auf der idyllischen Nordseeinsel völlig aus dem Ruder gelaufen...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Gröger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Marc Freund gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Sie sieht ihn an, mit ihren himmelblauen Augen. Die Lider, die sie halb verdecken und diesen einzigartigen Blick erzeugen, den er bis hinunter in seine Lenden spürt.
     Doch jetzt, genau in diesem Augenblick, denkt er nicht an diese Dinge. Er denkt nur daran, wie er aus dieser verfahrenen Situation wieder herauskommt. Es ist alles gesagt zwischen ihnen. Nichts mehr, was es noch zu bereden gäbe. Genug der Worte, die nur bewirkt haben, dass sich ihre aufgewühlten Emotionen gegenseitig aufgeschaukelt haben, bis zur Raserei.
     Jetzt steht sie da, scheint zu überlegen, was es noch zu tun gibt. Auf der Suche nach einem Ausweg, der ihnen beiden immer unwahrscheinlicher vorkommt.
     Ihr Mund ist leicht geöffnet, die Lippen beben. Zwischen ihnen klebt ein dünner Speichelfaden. Er bewegt sich leicht, während sie atmet. Hörbar atmet. Ein Laut, der ihre ganze Verzweiflung zum Ausdruck bringt.
     Sie steht leicht gebeugt vor ihm, blickt ihn aus diesen betörenden Augen an. Er wartet ab, lauert. Vielleicht ist da noch so etwas wie Hoffnung in ihm. Darauf, dass am Ende noch alles gut wird. Aber ist er dafür nicht bereits viel zu weit gegangen?
     Sie wagt sich einen Schritt vor. Dann noch einen. Er nimmt ihr Parfüm wahr, ein schwacher Hauch von Lavendel.
     Plötzlich, während er von diesen Eindrücken abgelenkt ist, schnellt ihr Körper vor. Eine Hand verfängt sich an seinem Kragen und reißt ihn halb herum. Die andere holt aus, um ihm mit den langen Fingernägeln das Gesicht zu zerkratzen.
     Er ist geistesgegenwärtig und vor allem kräftig genug, um ihren Angriff abzufangen. Er packt ihr Handgelenk. Die silbernen Armreifen geraten in Bewegung und führen an ihrem schlanken Unterarm einen rasselnden Tanz auf.
     Sie ächzt, versucht, sich loszureißen. Und als sie erkennt, dass sie keinen Erfolg haben wird, speit sie ihm ins Gesicht.
     Er hat seine Lippen fest aufeinandergepresst, während ihm der noch warme Speichel sein linkes Auge verklebt. Für einen Moment nimmt er sein unmittelbares Umfeld nur verschwommen wahr.
     Alles läuft auf eine furchtbare Eskalation hinaus. Dieser Verlauf scheint so unabwendbar wie der zu erwartende Knall, nachdem zwei Autos mit voller Geschwindigkeit aufeinander zurasen.
     Sie tritt nach ihm. Zuerst mit dem linken, dann mit dem wesentlich kräftigeren rechten Bein. Ihre Absätze knallen ihm vor die Schienbeine und lassen ihn aufstöhnen. Aus einem Reflex heraus lässt er ihre Arme los, was sich als ein verhängnisvoller Fehler erweist.
     Sie nutzt die Gelegenheit sofort, um ihn erneut zu attackieren. Sie bündelt ihre Kräfte und rammt ihn mit voller Wucht.
     Er taumelt zurück und prallt gegen die Wand neben dem Türrahmen. Ein aufgehängtes Bild im Glasrahmen gerät in bedrohliche Schieflage und hält sich wie durch ein kleines Wunder am Nagel.
     Sie setzt sofort nach, in der festen Überzeugung, Oberwasser gewonnen zu haben. Und für einen Augenblick sieht es tatsächlich so aus, als können sie diesen ungleichen Kampf für sich entscheiden. Ihr Faustschlag trifft ihn mitten auf den Kehlkopf und raubt ihm die Luft.
     Er röchelt, hustet, presst krächzende Laute aus seinem Rachen.
     Sie setzt nach, presst ihm ihren Unterarm gegen die Kehle.
     Seine Augäpfel scheinen aus den Höhlen quellen zu wollen, während seine Arme, lang und schlaksig, unbeholfen hinter ihrem Rücken herumwirbeln.
     Seine rechte Hand spürt einen Widerstand. Etwas, das mitten im Raum steht. Seine Finger klammern sich um den Gegenstand, der nur eine Sekunde später wuchtig und schwer in seiner Hand wiegt.
     Ihr Gesicht ist dem seinen jetzt ganz nah. Noch immer dringt kein Laut über ihre Lippen. Nur ihr warmer Atem ist spürbar, wie er über sein Gesicht streift.
     Er hebt seinen rechten Arm bis weit über ihren Kopf.
     Sieht sie es denn nicht?
     Ihr Blick klebt an seinen Augen, versucht zu registrieren, ob ihr Gegner bereit ist, aufzugeben.
     Doch das ist er nicht.
     Er wählt einen Weg, der die Entscheidung bringen wird. Erst im allerletzten Augenblick nimmt sie wahr, was geschieht.
     Doch da ist es bereits zu spät.
     Seine Hand saust herab. Ein dumpfer Laut ist zu hören. Ein Geräusch, das etwas Endgültiges in sich trägt.
     Sie reißt ihre Augen auf. Ihr Blick hat nun nichts Betörendes mehr, sondern wirkt so, als sei etwas in ihm zersplittert. Gleichzeitig werden ihre Bewegungen kraftloser. Die Energie weicht aus ihren Muskeln, ihrem Körper.
     Der Druck wird von seinem Kehlkopf genommen, als sie von ihm ablässt, um einen Schritt nach hinten zu wanken.
     Ein letzter Blickkontakt. Kein angenehmer, für beide nicht.
     Ihre Knie knicken kurz hintereinander ein. Sie sackt leblos auf dem Boden zusammen.
     Er bleibt allein zurück, noch immer um Atem ringend und mit der Frage beschäftigt, wie, um alles in der Welt, es so weit kommen konnte. Sie bohrt sich in sein Gehirn wie eine glühend heiße Nadel. Er ist sich seiner Tat bewusst. Und den Konsequenzen, die sie aller Wahrscheinlichkeit nach mit sich bringen wird.
     Er legt den schweren Gegenstand zurück, der ihm beinahe aus den Fingern gerutscht wäre. Als er seine Hand erneut anhebt, zittert sie. Sein Blick bleibt an seinen Fingern kleben, so als befürchte er, Blut daran zu finden.
     Es ist keines zu sehen, als er sich vorsichtig über sie beugt. Dennoch weiß er sofort, dass sie tot ist.
     Mit der flachen Hand wischt er sich über sein Kinn, schließt für einen kurzen Moment die Augen. Nachdenken.
     Ein Geräusch reißt ihn aus seinen Überlegungen. Schritte vor dem Haus.
     Als er seine Augen wieder öffnet, liegt sein Plan glasklar vor ihm. Die Leiche muss von hier verschwinden.

     Und zwar sofort.
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