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Bergsalz
Verfasser: Karin Kalisa (3)
Verlag: Droemer (525)
VÖ: 1. Oktober 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (3113)
Seiten: 208 (Gebundene Version), 176 (Kindle-Version)
Themen: Alpen (199), Frauen (777), Nachbarn (828)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (2)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 13. November 2020 um 14:40 Uhr (Schulnote 6):
» Handlung
Franziska ist verwitwet und seit dem Tod ihres Mannes recht einsam. Ihre Kinder kommen nicht sehr häufig vorbei und zu den Nachbarn gibt es ein freundliches, wenngleich auch distanziertes Verhalten. Bis sich dies schlagartig ändert, als eine Nachbarin zur Mittagszeit vor der Tür steht. Eine Unart, schließlich ist diese Zeit heilig und jeder bereitet normalerweise sein Essen vor. Bis Franziska bemerkt, was die Nachbarin eigentlich zu ihr treibt: die Einsamkeit, der Wunsch nach Gesellschaft. Dies ist der erste Schritt zu einer besonderen Entwicklung, denn schließlich finden sich immer mehr Damen zu den gemeinsamen Mittagessen ein. Eine jede ist einsam und so beginnen sie, Ideen zu sammeln: Einen Mittagstisch für mehrere Personen. Doch kann dies gelingen im ländlichen Voralpenland? Wo es eingefahrene Regeln gibt und die Menschen gegenüber Neuem recht kritisch sind?
Um die Bevölkerung zu überzeugen, braucht es verschiedene Menschen. Mit verschiedenen Ansichten und verschiedenen Lebensweisen. Es braucht Frauen und Männer. Und auch ein halbleerer Kübel Alpensalz kann manchmal Wunder bewirken...

Meinung
Das Cover finde ich ganz angenehm, es ist anhand der auffälligen Farben ein Blickfang und sieht definitiv interessant aus. Es wechseln sich vor allem viele verschiedene Blau- und Grüntöne miteinander ab, was dem Bild einige Dimensionen gibt und was mir wirklich gut gefällt. Dazu gibt es im Vordergrund, sowie auf den Bergen Schnee, was sehr passend erscheint. Ich finde die Farbe des Titels nicht ganz so gelungen, diese tanzt ein wenig aus der Reihe und wirkt auf mich nicht so geeignet.

Ich hatte den Roman gar nicht auf dem Schirm, er ist mir nicht in der Verlagsvorschau aufgefallen und auch die Autorin war mir unbekannt. Und überraschenderweise habe ich das Buch vom Verlag zugeschickt bekommen, ich wusste vorher nichts davon. Auf den ersten Blick klang der Roman interessant, gleichzeitig wusste ich nicht so recht, ob er mir wirklich gefallen wird. Trotzdem habe ich das Buch natürlich zeitnah gelesen, auch weil ich irgendwie gespannt darauf war und mir anhand der Inhaltsangabe gedacht hatte, dass viele Abschnitte vorkommen werden, die einen tieferen Sinn haben und zum nachdenken anregen.

Schlussendlich habe ich für die rund 210 Seiten drei Tage gebraucht. Ich musste mich anfangs sowohl an die Schreibweise, als auch an die Geschichte gewöhnen, damit hatte ich mich knapp 60 Seiten lang etwas schwer getan und kam mit dem Lesen nur stockend voran. Als sich das einmal gegeben hatte, wurde mein Lesefluss meist etwas flüssiger, wobei ich mich nie so recht mit der Sprache anfreunden konnte. Sie hat zwar auch gleichzeitig zum aufmerksamen und langsamen Lesen angeregt, oft war sie mir etwas zu behäbig und schwer. Gleichzeitig muss ich sagen, dass ich es oft toll fand, was für Worte die Autorin für verschiedene Situationen gefunden hat. Manche davon sind etwas altbacken und werden heute leider nur noch selten gebraucht.

Es gibt im Roman immer mal kurze Abschnitte, die einen Blick in die Vergangenheit geben. Diese spielen 1550 und haben meinen Lesefluss extrem gestört. Sie wurden durchweg kleingeschrieben, ihnen wurde immer wieder Dialekt beigemischt und sie haben erst ganz am Ende einen Sinn gegeben. Mir fehlte lange Zeit der Zusammenhang mit der eigentlichen Geschichte und ich finde nicht, dass sie für die gesamte Geschichte eine so große Bedeutung haben. Um ehrlich zu sein, hätte ich gut und gerne auf sie verzichten können.

Mir hat es richtig gut gefallen, wie viele aktuelle Probleme und Themen angesprochen wurden. Sei es der Klimawandel, Flüchtlinge oder die Ernährung. Dazu wird die Gesellschaft kritisch betrachtet und es werden teilweise Fehler aufgezeigt, die oft nicht als solche erkannt werden.
Auch das Alleinsein von Rentnern wird angesprochen und hier wird anhand von lebendigen Beispielen gezeigt, wie sehr sie sich insgeheim über Gesellschaft freuen.
Besonders hat es mir gefallen, wenn die Frauen langsam zueinanderfinden, ihren Kreis immer weiter vergrößern und eine Einheit werden. Das waren Momente, die mir im Buch sehr gefallen haben und die zu meinen Lieblingsszenen gehört haben. Und wenn sich der Roman allein diesem Thema zugewendet hätte, wäre ich auch vollkommen zufrieden gewesen. Allein dazu gibt es genügend zu sagen und ich mochte die Eigenheiten der Frauen und hätte mir gern noch mehr Einblicke in ihr Leben gewünscht. Aber mir wird für die geringe Seitenanzahl zu viel beigefügt. Nicht nur die auch heute aktuellen Themen, sondern auch die Lebensgeschichten mancher Protagonisten sind mir einen Hauch zu ausschweifend und zu viel. Mir hätte es besser gefallen, wenn das Hauptaugenmerk auf den Damen gelegen hätte.

Oft fand ich die Handlung ein wenig wirr, teilweise hat sie erst später einen Sinn ergeben. Das fand ich ja noch in Ordnung, immerhin gab es am Ende eine Auflösung dessen und irgendwie hat vieles doch gepasst. Dem war leider nicht so mit dem Ende. Es war etwas wirr geschrieben, hat dem Roman keinen wirklichen Abschluss gegeben und man kann als Leser selbst schauen, was man in das Ende hineininterpretiert. Ich mag es halt immer mehr, wenn man vom Autor erfährt, was mit den Personen geschehen wird und man so einen runden Abschluss erhält.

Es gibt ein Setting, was ich irgendwie gut finde. Es hat definitiv etwas und ich konnte es mir überraschend bildhaft vorstellen. Nicht nur die Wohnhäuser, sondern auch die Landschaft mit dem Bergpanorama und das Innere des Ortes hatten eine kurze, aber ordentliche Beschreibung und haben meine Fantasie angeregt. Dabei hat sich meist ein Grauschleier über die Szenerie gelegt, was zum einen einen nostalgischen Charakter ergeben hat, gleichzeitig auch den Eindruck erwecken ließ, dass die Geschichte mehr in der Vergangenheit verankert ist, als man eigentlich denkt. Den genau wird nie erwähnt, zu welcher Zeit die Hauptgeschichte spielt, was ich vermisst habe.

Gerade die Damen, die sich nach und nach miteinander anfreunden, zusammen kochen und Pläne schmieden empfinde ich meist sehr angenehm und ich mochte ihre kleinen Eigenarten, von denen man erfährt. Sie waren stets sich selbst treu und haben sich nicht leicht geöffnet. Weder einander, noch dem Leser. Ich hätte mir gerne noch mehr Szenen von ihnen gewünscht, sodass man eine jede einzelne besser kennenlernt. So ist die Darstellung doch etwas oberflächlich.
Dazu gibt es noch ein paar Nebenfiguren, von denen oft mehrere Sätze über ihren bisherigen Werdegang verloren werden. Ich fand sie in ihrem Auftreten nie so stark wie die älteren Damen, zudem fehlte ihnen irgendetwas. Ich kann nicht genau benennen, was. Sie waren mir einfach nicht sympathisch und ich fand ihr Auftreten meist etwas merkwürdig und eigenartig.

Fazit
Ich war wirklich gespannt auf den Roman, auch wenn ich vom Klappentext her nicht sicher war, ob er wirklich meinem Lesegeschmack trifft. Und lange Zeit fand ich ihn auch nicht schlecht, auch wenn ich ein paar Startschwierigkeiten hatte. Aber irgendwann driftete er mir zu weit ab und es wurden einfach zu viele Themen eingebunden, die von der anfänglichen Geschichte abgelenkt haben. Und je mehr das passiert es, desto schwieriger habe ich mich mit dem Lesen getan und desto weniger hat mir die Handlung gefallen. Es wurden für meinen Geschmack zu viele Schicksale eingebunden, was den Rahmen der Erzählung gesprengt hat und einfach zu viel wurde. Schade, den mir hat die Idee und anfängliche Umsetzung wirklich auf ihre Art gefallen. So bin ich am Ende enttäuscht und kann leider keine bessere Bewertung geben.«
  20      1        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 11. November 2020 um 10:32 Uhr:
» Meine Meinung

Mit einer Prise Salz aus der Einsamkeit.

Diese Geschichte, die im Voralpenland spielt, konnte mich von Anfang an abholen. Franziska Heberle lebt einsam in ihrem Haus, seitdem ihr Mann gestorben ist. Zu den Nachbarn verhält sie sich freundlich, aber distanziert. Als auf einmal um die Mittagszeit eine Nachbarin vor der Türe steht,

empfindet das die Franziska erst mal als ziemlich unhöflich. Dann hält die ihr auch noch eine leere Tasse hin, die sie ihr mit Mehl befüllen soll. Schnell merkt die Franziska, dass dies nur ein Vorwand ist. In dieser Gegend ist jeder mir genügend Lebensmittel eingedeckt. Falls man wetterbedingt mal von der Außenwelt abgeschnitten ist, muss jeder schließlich genügend Vorräte haben. Franziska wundert sich über sich selbst, als sie den Störenfried zum Mittagessen einlädt und die Gesellschaft schon bald auch als angenehm empfindet. Dann klingelt es prompt nochmal. Da waren sie schon drei!



Mir hat sehr gut gefallen, wie die einsamen Frauen zueinander gefunden haben. Jeden Tag bei einer anderen einsamen Seele gekocht und gegessen wurde. Die Idee, ein stillgelegtes Wirtshaus wieder zum Leben erwecken, hat auch auch die Syrerin Esma überzeugt. Oben im Haus die Syrer, unten eine Küche, die für jeden der mag, wunderbares Essen zaubert. Essen verbindet. Na und ein halbvoller Eimer mit Bergsalz verleitet zum Naschen.



Auch aktuelle Probleme finden Erwähnung. Klimawandel und Flüchtlinge. Das alles in einer besonderen Sprache, die nicht immer einfach zu lesen war. Besonders die Passagen aus der Vergangenheit haben meinen Lesefluss gestört. Aber schnell war ich jedes mal wieder in der Spur. Die Frauen empfand ich sehr sympathisch. Vor allem Esma, die sich wunderbar mit den anderen Dorfbewohnerinnen arrangiert hat.



Ich habe mir überlegt, ob dieses Büchlein nicht für andere ältere Damen ein Anreiz sein könnte. Zusammen kochen und Essen wäre doch ein guter Weg, der Einsamkeit zu entfliehen. In dieser Geschichte gesellt sich ja auch noch die junge Sabina dazu. Eine mit Prinzipien. Eine, über die ich sehr oft schmunzeln musste. Eine, die das Herz am rechten Fleck hat. Eine, mit genialen Ideen für die Küche. Und das Drumherum.

Fazit

"Füreineallein"muss man nicht kochen. Führ mehrere macht es doch viel mehr Spaß. Besonders anschließend das Essen. Neben dem Bergsalz verleiht Allgäuer Dialekt der Geschichte die richtige Würze. Ich konnte zwar nicht durch die Geschichte rasen, aber das muss ja auch nicht sein. Für vier Dinge sollte man sich unbedingt immer Zeit nehmen.

Kochen
Essen
Lesen
Die Gehaltszettel der Männer genau ansehen.

Warum letzteres? Das erzählt Euch Sabina alles viel besser als ich. Von mir, trotz der Kritikpunkte, eine absolute Empfehlung. Wie mir das Ende gefallen hat? Da war ich irgendwie total überrumpelt ..... Mit so einem traurigen Abschluss habe ich nun wirklich nicht gerechnet.

Danke Karin Kaliska, für diese besondere Geschichte.«
  15      0        – geschrieben von Giselas Lesehimmel
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