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TASCHENBUCH
 
Aequipondium 2 - Schiffbruch im Süden
Verfasser: Ima Ahorn (3)
Verlag: Eigenverlag (18431)
VÖ: 30. September 2020
Genre: Fantasy (12715)
Seiten: 257 (Taschenbuch-Version), 220 (Kindle-Version)
Themen: 18. Jahrhundert (339), Drachen (931), Götter (785), Hunger (41), Parallelwelten (375), Pazifischer Ozean (74)
Reihe: Aequipondium (3)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Begleite den Entdecker Siegbald Odin Sockenloch bei seinem zweiten kuriosen Abenteuer auf dem seltsamen Gegengewicht-Kontinent.
1769. Siegbald Odin Sockenloch hat es geschafft. Als Preußischer Botschafter hat er im Südpazifik den sagenhaften Gegengewicht-Kontinent Aequipondium entdeckt, letzten Zufluchtsort magischer und seltsamer Kreaturen. Obwohl die Bewohner ihr Exil gern geheim gehalten hätten, ist es Siegbald gelungen, Aequipondium wieder zu verlassen. Zwar wird er die Ehre der Entdeckung seinem Konkurrenten, dem Franzosen Comte de La Pí©rouse überlassen müssen, aber zumindest wird er seine Heimat wiedersehen. Seine Berichte über Hexen, Druiden und Drachen und ein paar aequipondische Kuriositäten werden wohl genügen, ihn zu Hause und beim König in Potsdam berühmt zu machen.
Doch wieder einmal kommt es anders. Statt auf der Seereise nach Europa befindet Siegbald sich im aequipondischen Binnenmeer. Auf der Suche nach einer Verbindung zum Pazifik erleiden der Comte und er Schiffbruch, tief im menschenleeren und kalten Süden des Kontinents. Nun ist guter Rat teuer, denn in der eisigen Tundra herrschen andere Gesetze als im zivilisierten Norden. Wie sollen er und die französische Mannschaft des Comte es schaffen, aus dieser unwirtlichen Gegend zu entkommen?

In seinem zweiten Abenteuer bekommt Siegbald es mit Hunger, Drachen und Göttern zu tun. Und wieder kann er nicht alle seine Probleme auf seine Freunde abwälzen, sondern muss auch selbst die ein oder andere Strapaze auf sich nehmen.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Ima Ahorn für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Ima Ahorn gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Du weißt, dass ich als Entdecker nach Aequipondium kam. Wie viele vor mir, wollte ich hier mein Glück machen und in meiner Heimat Preußen Ruhm und Ehre verdienen, indem ich den letzten unbekannten Kontinent entdecke. Trotz allem, was wir zusammen erlebt haben, bleibt die Rückkehr nach Hause mein sehnlichster Wunsch. Ich hoffe, Du kannst das verstehen.
Nun, da ich Dir die Gründe meiner Abreise erklärt habe, muss ich Dir ein Geständnis machen:

Theolindes Wangen hatten beim Lesen des Briefes angefangen zu glühen. Ein Geständnis... Eilig las sie weiter.

Ich bin noch immer in Aequipondium, wenn auch nicht ganz freiwillig. Wir, das heißt Comte de La Pérouse, seine Mannschaft und ich, haben weit im Süden des großen Wassers, das sich westlich des Käsegebirges befindet, Schiffbruch erlitten. Da es uns nicht möglich ist, unser Schiff zu reparieren, werden wir versuchen, zu Fuß zurück in die zivilisierteren Gegenden Aequipondiums zu gelangen. Die Landschaft so weit im Süden ist kahl und kalt und ich möchte Dir nicht verheimlichen, dass es kein leichter Weg werden wird. Mit dem Wenigen, was wir vom Schiff retten konnten, drohen uns Hunger und Kälte.
Sollte es Dir irgendwie möglich sein, so schicke uns bitte Hilfe. Wiewohl ich es Dir nicht übelnehmen werde, wenn Du uns nicht helfen möchtest. Wir werden versuchen, uns nahe der Küste zu halten und so Gott will, werden wir uns bald wiedersehen. Sollten wir es nicht schaffen, so möchte ich, dass Du weißt, wie glücklich ich mich schätze, Dich kennengelernt zu haben.
--In-Liebe-- Mit aufrichtiger Hochachtung
Dein Freund
Siegbald Odin Sockenloch

Theolinde legte den Brief auf den Tisch und ballte die Fäuste. Was bildete sich der Kerl eigentlich ein? Erst verschwand er ohne ein Wort und jetzt das. „...wenn Du uns nicht helfen möchtest...“ Als würde sie auch nur im Traum daran denken, ihn da unten in der Eiswüste des Südens allein verhungern zu lassen. Das täte sie nicht einmal ihrem ärgsten Feind an. Wütend schlug sie mit der Faust auf den Tisch, sodass das Teegeschirr einen klirrenden Luftsprung machte.
     „Alles in Ordnung, Fräulein Taubenfuß?“ fragte Johannes, der inzwischen zurückgekehrt war, besorgt.
     Einen Moment lang starrte sie verärgert auf die Flaschenpost. Dann stand sie ruckartig auf.
     „Nein, Johannes. Nichts ist in Ordnung. – Sei bitte so gut und finde Augusta für mich. Vielleicht ist sie beim Otter. Ich fange inzwischen schon an zu packen.“


     
Teil 1 – Das Aequipondische Meer


Siegbald nutzte die Gelegenheit, als der Comte de La Pérouse und sein Erster Offizier an Deck waren, um sich in der engen Heckkajüte, die er mit den beiden teilte, ein wenig auszustrecken. Da die Decke niedrig war, stand er nach vorn gebeugt, die Beine weit auseinander, um den Seegang auszugleichen. Er hätte in dieser Stellung bequem den Boden berühren können. Plötzlich krängte das Schiff so stark, dass er mit dem Kopf voran in Richtung Bordwand stolperte. Nur mit Mühe gelang es ihm, den Sturz zu verhindern und sich nicht an der Kajütenwand einen blutigen Schädel zu holen. Stattdessen schlug er mit dem Knie schmerzhaft gegen eine der Seekisten des Kapitäns, verrenkte sich die Schulter und bohrte sich einen Splitter in die linke Hand. Siegbald brüllte vor Schmerz. Wohl zum hundertsten Mal seit Beginn der Reise verfluchte er das Schiff.
     Um sich von den Schmerzen abzulenken, holte er sein Tagebuch hervor, setzte sich vor seine Seekiste und begann zu schreiben.

An Bord der Le Rafiot, 2. Tag der Heimreise nach Europa

Mit frischem Südostwind machen wir immer noch gute Fahrt. Alle Segel unseres kleinen Zweimasters sind gesetzt.
Das kleine Schiff, das die französische Mannschaft von Kapitän de La Pérouse in Aequipondium gebaut hat, erweist sich als seetüchtig und stabil, wenn auch ein wenig eng. Die 56 Seemänner und Besatzung müssen schichtweise schlafen, mit der Hälfte der Männer an Deck, in den Wanten oder an den Pumpen, während die anderen in ihren Hängematten liegen. Lediglich der Comte, sein Erster und ich haben ein wenig Privatsphäre in der kleinen Kajüte, die wir uns zu dritt teilen.
Ich beklage mich nicht, denn wie sonst hätte ich jemals diesen seltsamen Kontinent wieder verlassen können?

Wehmütig dachte Siegbald an die große Doppelkabine, die er und sein Diener Johannes auf der Entdeckungsreise zum geheimnisvollen Gegengewichtkontinent bewohnt hatten. Dann fuhr er fort zu schreiben.

In den Stauräumen unseres Schiffes befinden sich Nahrung und Wasser für etwa fünf Wochen auf See. Mehr ließ sich unter den gegebenen Umständen nicht unauffällig beschaffen. Trotz dieser knappen Vorräte ist der Comte optimistisch. Bei gutem Wind können wir in etwa drei Wochen die Küste Neuseelands erreichen, sagen seine Berechnungen. Auch bei weniger günstigen Winden hofft er, wir werden auf einer der kleineren Inseln Frischwasser und Essen finden können.
Die Männer und auch ich sind guter Dinge, froh, Aequipondium endlich entfliehen zu können.

Siegbald legte die Feder weg, wartete, bis die Tinte getrocknet war. Er fragte sich, ob er noch ein paar mehr seemännische Begriffe über Position, Kurs oder Wassertiefe hätte einstreuen sollen. So etwas klang immer eindrucksvoll. Vielleicht könnte er später den Comte bitten, ihm dabei zu helfen. Dann verstaute er sein Tagebuch wieder in der Kiste. Als er sich aufrichtete, stieß er sich den Kopf schmerzhaft am Deckenbalken.
     Ganz so rosig, wie er sie in seinem heutigen Eintrag beschrieben hatte, fand Siegbald die Situation nicht. Aber als der heroische Entdecker Siegbald Odin Sockenloch, Sonderbotschafter des preußischen Königs Friedrich des Großen, konnte er in seinem Journal unmöglich jammern.
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