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Eines Menschen Flügel
Verfasser: Andreas Eschbach (34)
Verlag: Bastei Lübbe (3075)
VÖ: 30. September 2020
Genre: Science Fiction (2593)
Seiten: 1264 (Gebundene Version), 1140 (Kindle-Version)
Themen: Bäume (74), Bruderschaft (158), Fliegen (67), Gentechnik (51), Himmel (76), Planeten (485), Sterne (46)
Erfolge: 1 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 19)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Eines Menschen Flügel« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Für die neueste Ausgabe unserer Reihe »Projekt 10« haben sich drei unserer Helfer dem Einstieg in ein Buch gewidmet, das wir nun schon seit mehreren Wochen thematisieren wollten, es jedoch die ganze Zeit vor uns hergeschoben haben, weil es aufgrund seines Umfanges etwas mehr Zeit als üblich brauchen dürfte. Die Rede ist von »Eines Menschen Flügel«, dem aktuellen Buch von Andreas Eschbach, da so dick ist, dass andere Autoren vermutlich eine Hexalogie daraus gemacht hätten.

Das Buch

Die Vorgeschichte zu Eschbachs Mammutwerk reicht zwei Jahrzehnte zurück, als er für eine (schlussendlich doch nicht veröffentlichte) französische Anthologie einen Text namens »Der Schwung der Pfeilfalken« schrieb, dessen deutsche Originalversion niemals gedruckt wurde. Aus jener kurzen Story ist das erste Kapitel von »Eines Menschen Flügel« geworden, und das Gesamtwerk ist auf sage und schreibe 1.264 Seiten angewachsen. Der Lübbe Verlag veröffentlichte den Roman am 31. September dieses Jahres zum Preis von 26 Euro als gebundenes Buch, die digitale Variante ist sechs Euro preiswerter. Matthias Koeberlin hat der Hörbuchversion seine Stimme geliehen, die mit einer Spielzeit von 42 Stunden daherkommt, so dass man sicherheitshalber vorher beim Arbeitgeber ein paar Urlaubstage einreichen sollte, ehe man sie in Angriff nimmt.

Die offizielle Buchbeschreibung gibt sich verhältnismäßig vage und ist eher eine Beschreibung der Ausgangssituation, so dass sich nicht erahnen lässt, wohin die Reise des Buches eigentlich gehen wird bzw. was für eine Art Story man überhaupt erwarten kann. Demnach wird der Leser in die Zukunft und auf einen fernen Planeten versetzt, in dem nahezu paradiesische Zustände herrschen, unter dessen Oberfläche jedoch etwas Mörderisches lauert. Um diesem zu entgehen, haben die Menschen ihre Kinder gentechnisch verändert und ihnen Flügel verschafft. Obwohl sie fliegen können, haben die Menschen noch nie die Sterne gesehen, da der Himmel stets bedeckt ist. Ein Außenseiter namens Owen versucht diese Grenze nun zu durchschreiten.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Auf den ersten Seiten erfährt man schon mal, wie man die »paradiesischen Zustände« zu interpretieren hat. Nämlich in dem Sinne, dass hier nicht etwa ein solch hoher Fortschritt erreicht wurde, dass mit technischen Spielereien & Co. eine moderne Superwelt erschaffen wurde, vielmehr ist man eher in der Nähe einer biblischen Interpretation des Paradies-Begriffes, nämlich in einer »Avatar«-artigen Wildnis-Welt, in der sich die Menschen an das Leben in der Natur eingerichtet haben ... zumindest kam uns das so vor. Zumindest wirkten die Figuren nicht so, als wären sie überhaupt auf dem Stand, einander gentechnisch zu verändern. Hier erlebt man den im Klappentext erwähnten Owen, dem zunächst die Legende erzählt wird, dass es schlichtweg unmöglich sei, den Himmel überhaupt zu erreichen. In der Folge stellt er monatelange Berechnungen an, um zu ermitteln, wie weit der Himmel vom Boden entfernt ist. Anschließend beginnt er Vögel und deren Flug zu beobachten, um herauszufinden, wie man so weit nach oben wie möglich steigen kann. Bei den »Pfeilfalken« wird er schließlich fündig, die ein ausgeklügeltes System entwickelt haben, sich herabzustürzen, Tempo zu gewinnen und dann geschickt nach oben zu schwingen. Da er sich fast nur seinen Forschungen widmet, rutscht Owen mehr und mehr aus der Gesellschaft heraus und avanciert zum Einzelgänger. Einer, der jedoch Erfolg hat: Als er eines Tages tatsächlich den Versuch wagt, das erlernte Schwungflugsystem zu nutzen, erreicht er den Himmel und kann ihn berühren.

Fazit

Da schon auf den ersten Seitein im Grunde genommen fast alles erzählt wird, was die Buchbeschreibung vorab verraten hatte, hat man nach dem Kapitel nach wie vor keine rechte Ahnung, in welche Richtung das Buch gehen wird ... alles scheint möglich. Uns kam es tendenziell so vor, dass wir hier am Ende bei einem Buch landen werden, das den Leser im Stile von Eschbachs »Haarteppichknüpfern« die gesamte Zeit über mit der Frage »Was soll das Ganze eigentlich?« konfrontieren wird. Natürlich kann der Schein trügen, denn es gibt keinerlei Hinweise, was für eine Art Geschichte man erwarten kann. Was man hingegen sehr wohl schon jetzt deutlich spürt, ist das Gefühl, dass diese Welt mit einer Atmosphäre aufwartet, die man in dieser Form noch nie erlebt hat und die ganz anders ist als alles, was einem in anderen Büchern begegnet ist. Bis hierhin wirkt dies opulent und spektakulär, weil man den Eindruck hat, man stünde hier auf der Schwelle zu etwas komplett Unbekannten, in das man eintauchen und etwas erleben wird, das völlig neu ist. Was angesichts der Länge des Buchs bedeuten kann, dass man vor einem fantastischen Bucherlebnis steht, dass aber auch das Risiko vorhanden ist, dass es in einem völligen Fiasko endet und die außergewöhnliche Welt auf Dauer anstrengend ist. Unsere Unterstützer Katrin Felzmann, Markus Kogel und Patrick Wolff sind bis hierhin jedoch erst einmal so angetan von dem Szenario, dass sie sich entschieden haben, das komplette Buch zu lesen. Somit werden wir euch demnächst eine vollständige Rezension präsentieren können, auch wenn es aufgrund der 1.264 Seiten zwangsläufig ein Weilchen dauern dürfte.
– geschrieben am 24. November 2020
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