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KINDLE
 
Die venezianische Schwester
Verfasser: Junia Swan (19)
Verlag: Digital Publishers (268)
VÖ: 24. September 2020
Genre: Historischer Roman (4442) und Romantische Literatur (21262)
Seiten: 371
Themen: 19. Jahrhundert (1330), Begegnungen (2821), Bettler (21), Venedig (215), Verschwörungen (513)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Junia Swan für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Junia Swan gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Ich ruhe mich nur kurz aus“, flüsterte Marta mit einem beruhigenden Lächeln und lehnte den Kopf an der Mauer zurück.
     Im nächsten Moment war sie eingeschlafen.

Ein Luftzug weckte sie und sie riss erschrocken die Augen auf. Dann hörte sie eine Tür, die direkt neben ihr geschlossen wurde. Hektisch kam sie auf die Füße und suchte die Umgebung nach Linda ab. Doch sie war verschwunden. Angst explodierte in ihr und sie schoss, auf der Suche nach ihr, um die Ecke. Erleichtert atmete sie aus, als sie die Kleine vor einem breiten Gartentor auf ihren wackligen Beinen stehen sah. Mit konzentriertem Nachdruck versuchte Linda, sich einen Gegenstand von der anderen Seite des Tores anzueignen. Marta stieß ein Dankgebet aus und stürzte zu ihrer Schwester.
     „Jage mir nie wieder einen solchen Schrecken ein!“, schimpfte sie und setzte sich das Kind auf die Hüfte.
     Dann kehrte sie zu dem Haus von Signore Esposito zurück. Erneut klopfte sie. Dieses Mal hörte sie Schritte, einen Riegel, der beiseitegeschoben wurde, und Martas Herz begann wild zu pochen. Im nächsten Moment stand Signore Esposito vor ihr und musterte sie fragend. Sofort wurde ihr bewusst, dass er sich nicht an sie erinnerte.
     „Ja?“, begehrte er zu erfahren, da sie keine Anstalten machte, etwas zu sagen und ihn nur aus großen Augen anstarrte.
     „Ich bringe eine Nachricht von Pietro“, flüsterte sie und er warf einen Blick über ihre Schulter, als wollte er sichergehen, dass niemand sie beobachtete. Gleichzeitig trat er einen Schritt zurück.
     „Komm rein“, bat er und sie folgte ihm nervös ins Innere.
     Voller Entdeckerfreude sah Marta sich um. Durch die schmalen Fenster, welche teilweise mit schweren Fensterflügeln verriegelt waren, fiel nur spärlich Licht.
     „Bitte“, sagte er und lud sie mit einer knappen Geste ein, sich an einen Tisch zu setzen. Seine Augen glitten über ihren Körper und hielten auf Linda inne.
     „Möchtest du etwas trinken? Oder deine Tochter?“
     Marta errötete. „Das ist nicht meine Tochter. Sie ist meine Schwester.“
     „Entschuldige“, bat er sofort und ein rätselhaftes Gefühl blitzte in seinen Augen auf. „Darf ich euch trotzdem etwas zu trinken bringen?“
     Die junge Frau schluckte, als ihr bewusst wurde, wie groß ihr Durst war.
     „Ja, bitte“, flüsterte sie schüchtern und er wandte sich um und kehrte mit einer Flasche Wein und zwei Gläsern zurück.
     Großzügig schenkte er ein und schob ihnen die Trinkgefäße hin. Verwirrt starrte Marta darauf.
     „Danke ... aber ... meine Schwester verträgt keinen Alkohol.“
     „Oh. Tut mir leid. Wie gedankenlos von mir!“
     Er wandte sich ab, holte ein weiteres Glas und einen Wasserkrug. Nachdem er eingeschenkt hatte, stellte er es vor Linda auf den Tisch. Mit beiden Händen griff diese danach und trank gierig, wobei sie einen Teil verschüttete.
     „Bitte verzeihen Sie“, stammelte Marta bestürzt.
     „Sie ist ein kleines Kind“, meinte er nur, langte nach dem zweiten Weinglas und nahm einige kräftige Schlucke.
     Marta nippte vorsichtig an ihrem Glas und als sie aufsah, bemerkte sie, dass seine Augen auf ihr ruhten.
     „Du kommst mir bekannt vor“, stellte er nachdenklich fest. „Kann es sein, dass ...“
     „Vor dem Dogenpalast“, berichtete sie schnell, bevor er weitere Überlegungen anstellen konnte. „Sie haben mich gestützt, als ich fast gefallen wäre.“
     Er verengte die Augen, als versuchte er, sich zu erinnern, dann machte er eine wegwerfende Handbewegung.
     „Tut nichts zur Sache. Du überbringst mir eine Nachricht von Pietro?“
     „Ja.“
     Abwartend musterte er sie. Da sie schwieg, meinte er nach einer Weile: „Tu dir keinen Zwang an! Ich höre.“
     Marta schluckte, während sie inständig hoffte, dass er ihren fadenscheinigen Vorwand nicht durchschaute.
     „Die rosafarbenen Säulen des Dogenpalastes erinnern an das Blut der Hingerichteten. Denn zwischen ihnen verkündete der Doge einst die Todesurteile.“
     Signore Esposito runzelte die Stirn.
     „Woher hast du das?“
     Da sie befürchtete, sich verraten zu haben, stürzte sie beinahe den gesamten Inhalt des Weinglases hinunter.
     „Von ... von Pietro.“
     „Aha.“
     Er lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.
     „Und woher weiß er das?“
     „Das ... das hab ich ihn nicht gefragt.“
     Sie nahm einen weiteren Schluck und meinte plötzlich, ein kleines bisschen zu schweben. Linda stieß ein paar unzufriedene Laute aus und Marta stellte sie auf den Boden. Esposito senkte den Kopf und beobachtete das Mädchen, als es direkt auf ihn zutappte. Noch bevor Marta reagieren konnte, hatte sie seinen Unterschenkel mit beiden Ärmchen umschlungen und klammerte sich daran fest.
     „Oh, entschuldigen Sie!“
     Marta sprang auf, aber er hielt sie mit einer beschwichtigenden Geste zurück.
     „Schon gut! Ich habe keine Angst vor Menschen, die unter fünf Fuß groß sind.“
     Ratlos, ob er sich auf ihre Kosten amüsierte, forschte sie in seinem Gesicht und entdeckte, dass er ihr zuzwinkerte. Er scherzte, das war alles. Und doch war es viel mehr, als man sonst in ihrer Gegenwart tat. Er behandelte sie wie einen Menschen, nicht wie ein unnützes Mädchen, das sich kaum von einer Sklavin unterschied. Bemerkte er ihr ärmliches Gewand, den Schmutz auf ihrem Hals oder den Dreck unter ihren Fingernägeln nicht? Sie konnte sich nicht helfen, aber ihr Herz flog ihm zu und sie war überzeugt davon, dass es für immer bei ihm bleiben würde.
     „Ungeachtet dessen zurück zu Pietro.“
     Aus weiter Ferne drang des Signores Stimme an Martas Ohren und es kostete sie einige Anstrengung, in die Realität zurückzukehren.
     „Jaaaa ...“, begann sie vage und trank wieder einen Schluck.
     Sie mochte den Geschmack, Arturo ließ sie nie Wein kosten. Espositos Augen glitten besorgt zu dem Glas und von dort zurück zu ihrem Gesicht.
     „Ich befürchte, nicht nur deine Schwester verträgt Alkohol nicht“, stellte er erschrocken fest.
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