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Die venezianische Schwester
Verfasser: Junia Swan (20)
Verlag: Digital Publishers (284)
VÖ: 24. September 2020
Genre: Historischer Roman (4535) und Romantische Literatur (21704)
Seiten: 384 (Taschenbuch-Version), 371 (Kindle-Version)
Themen: 19. Jahrhundert (1352), Begegnungen (2869), Bettler (21), Venedig (219), Verschwörungen (525)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Junia Swan für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Junia Swan gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Da liegen Sie flasch, Signore Eschposchito! Er schschmeckt auschgezeichnet!“
     Als er zusammenzuckte, senkte sie den Kopf und entdeckte, dass Linda an seinem Knie knabberte. Deshalb begann sie schallend zu lachen.
     „Isch glaub, Schie schmecken ihr!“
     „Es erweckt den Anschein“, stellte er trocken fest, beugte sich vor und fasste das Kind unter den Achseln.
     Mühelos hob er Linda hoch und setzte sie sich auf den Schoß.
     „Tut mir leid, mein Knie brauche ich weiterhin“, erklärte er und überlegte sekundenlang.
     Dann erhob er sich mit dem Mädchen auf dem Arm und verließ den Raum. Als er zurückkehrte, hielt es ein Stück Brot in der Hand, das so weich aussah, als käme es frisch vom Bäcker.
     Voll stiller Bewunderung ob seines freundlichen Wesens kämpfte sich Marta auf die Beine.
     „Schignore Eschposchito, Schie schind der netteschte Mensch auf der Welt. Isch liebe Schie!“
     Um nicht zu fallen, klammerte sie sich an den Tisch, schwankte aber doch bedenklich. Sekundenlang starrte er sie an, als könnte er nicht fassen, was sie gesagt hatte, dann begann er zu lachen.
     „Oh, ich weiß, dass du dich irrst! Kein guter Mann würde ein Mädchen betrunken machen!“
     „Isch bin kein Mädchen mehr“, wehrte Marta grimmig ab und griff demonstrativ nach dem Glas.
     Doch bevor sie es an die Lippen führen konnte, entwand er es ihrer Hand sanft, aber umso bestimmter.
     „Meines Erachtens hast du genug davon.“
     Er stellte das Glas außerhalb ihrer Reichweite ab und Marta ließ sich auf den Stuhl zurückfallen. Ohne sie aus den Augen zu lassen, setzte er sich wieder ihr gegenüber hin, Linda auf dem Schoß, die zufrieden an dem Brot kaute.
     „Wollen Schie mir nischt eine von den Zeichnungen zeigen? Vielleischt erkenne isch bei Lischt besser, wasch darauf ischt.“
     Alarmiert zog er die Augenbrauen zusammen und eine steile Falte bildete sich auf seinem Nasenrücken.
     „Hat Pietro dir davon erzählt?“
     „Ja“, lachte sie triumphierend.
     „Aber ich habe ihm strengstens untersagt, jemanden einzuweihen!“
     Sofort wurde Marta ernst und hob ertappt eine Hand vor ihren Mund.
     „Er würde niemand anderem etwasch davon schagen! Nur mir!“
     „Trotzdem. Ich denke, ich werde später mit ihm ein Hühnchen rupfen müssen.“
     „Nein, bitte, tun Schie das nischt!“
     Sie kämpfte sich auf die Beine und fiel bei dem Versuch, zu ihm zu gelangen, darüber. Geistesgegenwärtig streckte er einen Arm nach ihr aus und fing sie auf, während er gleichzeitig Linda auf seinem Schoß balancierte.
     „Himmel!“, stieß er aus und zog die verwunderte Marta näher an sich heran, um nicht selbst das Gleichgewicht zu verlieren.
     Mit großen, klaren Augen sah sie ihn an. Ihre Gesichter waren nur mehr wenige Zentimeter voneinander entfernt. Als könnte sie sich nie an ihm sattsehen, sog sie seinen Anblick in sich auf. Dann hob sie eine Hand und legte sie an seine Wange. Er blinzelte, stellte Linda auf den Boden, erhob sich und drückte Marta an seiner Stelle auf den Stuhl.
     „Ich muss ehrlich sagen, ich wundere mich über deinen Besuch. Was soll das alles? Bis jetzt hast du mir nichts verraten, was von Bedeutung ist.“
     „Nein?“
     „Nein. Den Grund dafür, weshalb die beiden Säulen rosa gestrichen sind, kann ich ganz gewiss in jedem Geschichtsbuch nachlesen.“
     „Oh!“
     Die Strenge in seinem Blick schüchterte sie ein.
     „Er, ich ... wir beide ... wollten nur helfen ... Ihnen helfen, Schignore Eschposchito.“
     „Stattdessen hast du dir einen Schwips angetrunken und machst es mir unmöglich, dich vor die Tür zu setzen, obwohl du nichts anderes verdient hättest.“
     Ihr Gesicht strahlte auf und sie warf ihm einen erleichterten Blick zu.
     „Isch darf hierbleiben?“
     „So lange, bis du wieder aufrecht gehen kannst.“
     Bevor er ahnen konnte, was sie plante, hatte Marta nach dem Glas gegriffen und stürzte den letzten Rest des Weins hinunter. Baff starrte er sie an und sie beobachtete, wie Ärger in ihm aufstieg.
     „Schehen Schie misch nischt so finschter an, Schibnore! Isch hatte einfasch nur Durscht!“
     Sekundenlang schloss sie die Augen, als sich die sich um sie drehende Welt in ihrem Wirbel beschleunigte.
     „Jetscht isch mia schwindl...“
     Sie beugte sich vor, legte ihre Arme vor sich auf den Tisch und bettete den Kopf darauf. Dann schloss sie die Augen und schlief ein.

Zutiefst erschüttert musterte Daniele seine junge Besucherin und beobachte aus dem Augenwinkel, wie das Kleinkind wackligen Schrittes den Raum durchquerte und die Ledertasche öffnete, welche auf dem Boden stand. Damit es keinen Schaden anrichten konnte, sprintete er zu dem kleinen Mädchen, hob die Tasche schnell auf und brachte sie in seinem Zimmer im oberen Stock in Sicherheit. Ratlos kehrte er zu den beiden zurück und betrachtete die Schwester der Kleinen, die auf der Tischplatte schlief. Wie war er nur auf die Idee gekommen, ihr Wein anzubieten? Offensichtlich war er ungewöhnlich durcheinander, weshalb er Dinge tat, die ihm normalerweise nie in den Sinn kamen. Ein Glück, dass sie kein Mädchen aus gutem Elternhaus war, denn sonst hätte er jetzt zweifellos ein schwerwiegendes Problem. Sie hielt sich schon zu lange ohne Aufsicht innerhalb seiner Wände auf. Hoffentlich würde sie nach einem kurzen Nickerchen in ordentlicher Verfassung sein und sich wieder auf den Heimweg begeben können. Wenn er sie auf das Sofa legte, würde sie sich möglicherweise schneller regenerieren.
     Eilig trat er neben sie und schob seine Arme unter ihren Körper. Dann hob er sie auf. Sie war leichter als sie aussah. Vermutlich bekam sie nicht regelmäßig zu essen. Er schimpfte mit sich, da er ihr nichts angeboten hatte und beschloss, ihr etwas zu geben, bevor er sie aus dem Haus scheuchte. Plötzlich erinnerte er sich an den Blick, mit dem sie das Brot in der Faust ihrer Schwester angesehen hatte. Als wäre es die Erfüllung all ihrer Wünsche. Warum war ihm das nicht früher aufgefallen? Einerlei.
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