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Bis wir uns wiedersehen
Verfasser: Catherine Bailey (1)
Verlag: Theiss (27)
VÖ: 19. September 2020
Genre: Sachbuch (2527)
Seiten: 488
Themen: 1944 (25), Adolf Hitler (68), Attentate (217), Drittes Reich (75), Familien (1250), Konzentrationslager (68), SS (35), Zweiter Weltkrieg (501)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Fey von Hassell, Tochter eines in Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944 Hingerichteten, und ihre beiden kleinen Söhne werden 1944 in Sippenhaft genommen. Unmittelbar danach entreißt man ihr die Buben und für sie selbst beginnt eine gefährliche Odyssee - zunehmend gemeinsam mit anderen Familienangehörigen Hingerichteter (z. B. Stauffenberg und Goerdeler) und anderen prominenten Häftlingen (z. B. Leon Blum und Isa Vermehren) durch Italien, Österreich und Deutschland.
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 18. November 2020 um 10:45 Uhr (Schulnote 2):
» Zum Inhalt:
Im Dezember 1944 werden die eiden kleinen Söhne der Diplomatentochter Fey von Hassel von der SS entführt. Fey wird währenddessen zusammen mit Angehörigen von z. B. der Familie Stauffenberg von einem Lager zum anderen Lager geschleust. Wird Fey jemals ihre Kinder wiedersehen? Wird sie diese Reise überleben?
Meine Meinung:
Und wieder einmal ein Name, der mir unbekannt war, aber eine ungeheure Geschichte erlebt hat. Hier wird die Geschichte der Fey von Hassel erzählt und das als romanhaftes Sachbuch. Es muss die Autorin enorm viel Recherche gekostet haben, denn wenn man sch mal die ganzen Anhänge ansieht, das macht man mal nicht so nebenher. Das Ergebnis ist wirklich gelungen, auch wenn man am Anfang ein wenig braucht, um in das Buch rein zukommen, weil so viele Informationen auf einen einstürmen, das gibt sich aber im Laufe des Buches, weil man sich daran gewöhnt. Der Schreibstil ist anfangs auch etwas gewöhnungsbedürftig.
Fazit:
Beeindruckende Geschichte«
  8      0        – geschrieben von brauneye29
Kommentar vom 6. November 2020 um 9:15 Uhr (Schulnote 1):
» Interessante Mischung aus Sachbuch und Geschichtskrimi

Innsbruck, Herbst 1944: Fey von Hassell wird im Rahmen der Sippenhaft für die Angehörigen der Täter vom 20. Juli von der SS entführt, zusammen mit ihren beiden Kindern im Alter von zwei und vier Jahren. Während Fey zur heimlichen Geisel für Himmler wird, kommen ihre beiden Söhne in ein Kinderheim. Da sie nicht weiß, wohin genau, muss sie nicht nur für sich selbst bangen, sondern auch, ob sie die beiden je wiederfinden wird…

Mit der Geschichte der beiden verlorenen Jungen und Feys Geschichte als Geisel erzählt die Autorin Catherine Bailey eine ergreifende Geschichte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Während ein umfassendes Bild der damaligen Zeit entsteht wie auch des Widerstands gegen Hitlers Regime, begleitet der Leser Fey und die anderen gefangenen Angehörigen der Widerstandskämpfer durch ihre schwierige Zeit als Gefangene der SS. Die Autorin konnte sich dabei auf verlässliche Quellen, auch der Familie selbst, stützen. Diese wahre Geschichte wird so einfühlsam und ergreifend erzählt, dass sie unter die Haut geht. Durch die vielen Fakten gerät die Erzählung teilweise etwas trocken, wird aber zu einem spannenden und akribisch recherchierten Geschichtskrimi. Die angehängten Karten ergänzen die Erzählung, so dass man sowohl Feys Weg durch das gesamte Reich wie auch die politische Situation in der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung durch die Alliierten nachvollziehen kann. Ein Personenregister sowie einige Bilder geben dem Buch den letzten Schliff. Und obwohl das Buch nicht immer einfach zu lesen ist – sowohl vom Thema her wie auch vom ausführlichen sachlichen Erzählstil -, empfehle ich es unbedingt weiter.

Für diese interessante Mischung aus Sachbuch und Roman vergebe ich sehr gerne alle 5 möglichen Sterne.«
  15      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 25. Oktober 2020 um 10:16 Uhr (Schulnote 2):
» Nachdem das Attentat von Stauffenberg gegen Hitler fehlschlagen ist, ändert sich das Leben von Fey von Hassell dramatisch. Ihre zwei und vier Jahre alten Söhne werden von der SS entführt und in einem Waisenhaus in Wiesenhof untergebracht. Während die am Attentat beteiligen Personen zum Tode verurteilt werden, werden ihre Angehörigen festgenommen und kommen ins KZ. Auch Fey gehört dazu, da ihr Vater Ulrich von Hassell an dem Attentat beteiligt war. Sie wird am Ende des Krieges befreit. Doch was ist aus ihren Kindern geworden?
Catherine Bailey erzählt eine bewegende und dramatische Geschichte, aber sie tut es auf eine sachliche und etwas trockene Art, so dass ich immer ein wenig distanziert blieb. Aber vielleicht ist es nur so möglich, das Schreckliche auszuhalten. Es ist eine Geschichte, die auf Tatsachen beruht. Mit der Unterstützung von Fey von Hassells Familie konnte die Autorin anhand von Dokumenten diese Geschichte aufschreiben.
Fey von Hassells Vater ist Diplomat. Sie ist verheiratet mit dem italienischen Adlige Detalmo Pirzio-Biroli und lebt in der Nähe von Venedig. Ihr Mann ist im italienischen Widerstand. Nach dem missglückten Attentat ändert sich Ihr Leben drastisch. Ihre Söhne Corrado und Roberto werden nach der Entführung ins Waisenhaus gebracht und sie erhalten neue Identitäten. Sie sollen auf Befehl von Himmler später von linientreuen Familien adoptiert werden. So ging es vielen Kindern und ihren Familien.
Es ist menschenverachtend, wie die Nazis die Menschen für ihre Zwecke missbrauchten haben. Nach Belieben haben sie Familien auseinandergerissen. Je mehr der Untergang des Reiches zu erkennen war, umso verzweifelter und furchtbarer wurden die Aktionen des Regimes. Bewundernswert ist es, dass es Menschen gab, die diesem Wahnsinn ein Ende setzen wollten, ungeachtet der Risiken, die das für sie und ihre Familien mit sich brachten.
Dieses Buch ist ein erschütterndes Zeitzeugnis über eine dunkle, furchtbare Epoche. Empfehlenswert, wenn auch nicht leicht zu lesen.«
  13      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 26. September 2020 um 20:09 Uhr (Schulnote 1):
» Wo sind sie geblieben?
Während meiner Schulzeit in den 60er und 70er Jahren wurde die NS-Zeit und der zweite Weltkrieg nicht unterrichtet. Man versuchte das Schreckliche zu verdrängen. Alle Informationen über die Lebensumstände, Flucht und Vertreibung erhielt ich von Verwandten. In Deutschland findet in letzter Zeit jedoch viel Wiederaufarbeitung der Thematik durch Dokumentationen, Ausstellungen und Bücher statt.
Interessant ist auch, dass dieses Werk von Catherine Bailey zuerst auf Englisch erschienen ist, denn bei den sogenannten Siegermächten stößt dieses Thema auf höchstes Interesse, wie ich aus Erfahrungen weiß.
Dieses Werk hat meine Erwartungen weit übertroffen, denn es ist exakt recherchiert und mit sehr zahlreichen Quellenangaben, Landkarten, Fotos und einem Personenregister ausgestattet. Es ist kein spannender, leicht zu verstehender Roman, sondern erfordert eine Lektüre am Schreibtisch, um konzentriert die Fakten nachvollziehen zu können.
Es handelt sich nicht nur um die Geschichte einer Familie, quasi als herausragendes Fallbeispiel, sondern der Leser erfährt erschreckende Details über die schwierige politische Lage des Landes.
Fey von Hassel, deren Vater, ein Widerstandskämpfer, an der Vorbereitung des gescheiterten Attentats auf Hitler beteiligt war, wurde 1944 von den Nazis hingerichtet. Aber es herrschte eine Sippenverfolgung, so dass Angehörige der Familien Stauffenberg, Goerdeler, von Hassel und anderer, die das Attentat auf Hitler mitgeplant hatten, durch verschiedene Konzentrationslager geschleust wurden, wie Dachau, Buchenwald und Sutthoff, unter anderem. So wurden auch die beiden kleinen Söhne der Fey von Hassel, die auf dem Cover des Werkes zu sehen sind, gegen Ende des 2. Weltkrieges von den Nazis entführt und an einen geheimen Ort gebracht.
Dieser packende historische Roman wurde dank vieler Quellen, Tagebücher, Romanausschnitte und, größtenteils infolge der Informationsbereitschaft der Fey von Hassel und ihrer Verwandten, zu diesem herausragenden Werk. Zuerst ist der Stil eher nüchtern und faktenorientiert, wird dann aber auch emotional und packend, so dass ich bis zum Schluss gefesselt war und es vielen Bekannten meiner Generation empfehlen werde. Es hat herausragende 5 Punkte verdient.«
  17      0        – geschrieben von rosenfreund
Kommentar vom 25. September 2020 um 19:50 Uhr (Schulnote 1):
» Mir gefällt der englische Titel „The lost boys“ wesentlich besser und er passt auch eher zum Inhalt des Buches. Aber der Verlag entschied es so und die Verantwortlichen dachten sich wohl etwas dabei. Fey von Hassell lebte mit ihrem Mann Detalmo und den beiden Jungen Roberto und Corradino in einem Palazzo in Italien und zwar in dem Ort Brazzá. Die Eltern wohnen in Berlin und der Vater Ulrich von Hassell wirkte aktiv im Widerstand gegen Hitler mit. Als ihr Ehemann mal wieder eingezogen wurde, musste sie mit ihren Kindern den Nazis folgen und wurde nach Innsbruck gefahren. Dort raubte man ihre Kinder. Sie wusste nicht, wohin diese kamen und auch ihr eigenes Schicksal war ungewiss.

„Bis wir uns wiedersehen“ ist eine Mischung zwischen Kriegsbericht, Biographie und Krimi. Die Autorin führt im Anhang auf, welche Quellen sie nutzte und wer von den Hinterbliebenen ihr halfen. Schon das Cover hat mich sehr bewegt. Es zeigt die junge Fey mit ihren beiden kleinen Söhnen, die kurz darauf in einem Waisenhaus untergebracht wurden. Es lag in der Nähe des Ortes Absam und dem Berg „großer Bettelwurf“. Wer heute in dem Ort nach dem Haus „Wiesenhof“ fragt, wird keine Auskunft bekommen. Niemand wusste irgendetwas. Das Foto trug auch Vater Detalmo bei sich als er lange von den Seinen getrennt war. Es war das einzige, welches er von den Söhnen hatte.

„Wir gingen wie 2 Götter auf Wolken“ soll Mussolini zu seinem Freund Hitler gesagt haben, als sie gemeinsam vor das „Volk“ traten. Das war in Berlin und sie wurden umjubelt wie kaum jemand nach ihnen. In Italien gab es auch etliche Anhänger Hitlers und auch dort blühte der Faschismus. Wer sich dagegen wehrte, musste mit heftigen Sanktionen und meistens mit dem Tod rechnen. In Deutschland schlugen die Versuche, den „Führer“ zu töten alle fehl. Einzig die Widerständler bezahlten mit dem Leben. Denunzierungen waren an der Tagesordnung und dieser Tatsache ist auch die Entführung der beiden Jungen zu „verdanken“.

Sehr schön fand ich, dass Frau Bailey unseren späteren Kanzler Helmut Schmidt würdigte, indem sie auch seine Meinung zum „Prozess“ gegen Ulrich von Hassel schilderte. Auch dass er der Witwe einen wahrlich empathischen Brief schrieb, adelt ihn. Ebenfalls beeindruckte mich ihr Zeugnis über Stauffenberg. Leider wird dies ja immer mal wieder von „Historikern“ beschmutzt. Ich werde das Buch mit Sicherheit noch öfter lesen und sobald sie reif dafür sind, es auch meinen Enkeln geben. „Wehret den Anfängen“, so denke ich und auch „Niemals vergessen“ ist ein Spruch, den ich mir zu Herzen nahm. Ich gebe diesem wertvollen Buch fünf Sterne und selbstverständlich eine Empfehlung.«
  15      0        – geschrieben von lielo99
 
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