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Das Geheimnis des Michelangelo
Verfasser: Matteo Strukul (6)
Verlag: Goldmann (1984)
VÖ: 21. September 2020
Genre: Historischer Roman (4630)
Seiten: 432 (Broschierte Version), 433 (Kindle-Version)
Themen: 16. Jahrhundert (290), Inquisition (104), Künstler (343), List (22), Michelangelo (4), Rom (187), Sekten (154)
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Dieser Tage haben wir wieder einmal drei unserer Mitarbeiter gemeinsam auf ein Buch angesetzt, um es für unser »Projekt 10« anzulesen. Dies bedeutet, dass alle drei die ersten (rund) zehn Seiten des Werks angelesen haben, um hinterher zu entscheiden (und zu begründen), ob sie anhand dieses Auftakts gewillt wären, das gesamte Buch zu lesen. Getroffen hat es das neueste Buch des italienischen Autors und Journalisten Matteo Strukul, der in den letzten Jahren insbesondere durch seine Medici-Saga für große Aufmerksamkeit gesorgt hatte.

Das Buch

Obgleich die Medici auf den ersten zehn Seiten des neuen Buchs auch einmal kurz namentlich erwähnt (und verflucht) werden, steht eine andere historische Figur im Zentrum des Romans. Die Rede ist von Maler, Bildhauer, Baumeister und Dichter Michelangelo Buonarroti. Die Erstveröffentlichung des Werks erfolgte als »Inquisizione Michelangelo« im November 2018, hierzulande ebnete der Goldmann Verlag dem »Geheimnis des Michelangelo« am 21. September 2020 den Weg in die Bücherregale. Das 432 Seiten starke Werk kostet zwölf Euro, die digitale Version ist zum Preis von 9,99 Euro zu bekommen.

Das Buch führt seine Leser in den Herbst des Jahres 1542, in dem Michelangelo dem Klappentext nach 68 Jahre alt gewesen sein soll, rechnerisch aber eigentlich 67 gewesen sein müsste. Er wird aufgefordert, endlich das Juliusgrabmal fertigzustellen, an dem er schon seit dem Jahre 1505 arbeitet. Tatsächlich hat sich der Künstler jedoch gedanklich von der Kirche und von Rom entfernt, und er schließt sich einer Sekte an. Fortan liegt er nicht nur mit seinen Auftraggebern über Kreuz, sondern auch noch mit der Heiligen Inquisition, weswegen es einer List bedarf, um am Leben zu bleiben.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Das Buch beginnt direkt mit seinem titelgebenden Protagonisten, der aus seinem Haus tritt und seinen Blick über das Macel de' Corvi schweifen lässt, jenes schmuddelige Stadtviertel, in dem er lebt. Er sinniert über die Verelendung der Stadt und darüber, wie das Volk schon seit Jahren von Kirchenleuten ausgebeutet wird, während beispielsweise durch die deutschen Gebiete dank Martin Luther seit einigen Jahren ein neuer Geist weht. Vor allem ärgert er sich über sich selbst, weil er in den vergangenen Jahren durch seine Arbeit für die Kirche sein kleines Scherflein dazu beigetragen hat, dass die Zustände so sind, wie sie sind. Darüber empfindet er Schuldgefühle. Im zweiten Abschnitt begegnet man einem langbärtigen Kardinal namens Gian Pietro Carafa, seines Zeichens der Chef der Römischen Inquisition. Er empfängt den Hauptmann der Gendarmen der Glaubenskongregation und beschwert sich ihm gegenüber insbesondere über das Wirken eines Kardinals, den er als »treulose Viper« und »Stachel im Fleisch« der Kirche bezeichnet. Um jede Ketzerei (bzw. das, was er als solche bezeichnet) zu unterbinden, gibt er dem Hauptmann einen Auftrag zu einer Beschattung.

Fazit

Tatsächlich ist Michelangelo eine historische Figur, der man in historischen Romanen vergleichsweise selten begegnet ... zumindest hat noch keiner unserer Testleser einen solchen Roman gelesen (oder kann sich zumindest nicht mehr bewusst daran erinnern). Nach dem, was wir inzwischen nachrecherchiert haben, könnte der auf den ersten Seiten geschilderte Gemütszustand des Künstlers tatsächlich der Realität entsprochen haben, was darauf hindeutet, dass hier eine historisch verbriefte Persion so akkurat wie möglich dargestellt wurde. Das spricht natürlich für das Buch. Auch die Darstellung der Stadt und der Vorgänge in Europa hören sich so an, und das Ganze wurde auch in schöne Worte gegossen. Eins stieß unseren Testlesern dann aber doch auf: Der Inquisitionskardinal wirkte in seiner innerlichen Zerfressenheit und den persönlichen Defiziten, die auf den ersten Seiten bereits erkennbar waren, schon sehr stark nach einem bösen Klischee-Kirchenmann, wie man ihnen einfach schon zu oft in historischen Romanen begegnet ist. Wenn es hier darauf hinauslaufen sollte, dass man nur eine weitere Story nach dem Schema »nette Hauptfigur gegen bösen mächtigen Kirchenoberen, der seine Macht missbraucht und ein paar Leichen im Keller hat« hinausläuft, dann wäre das schon enttäuschend. Unser Mitarbeiter Markus Kogel ist vorerst zu skeptisch und wartet ab, während Sebastian Leder und Stephanie Gruber der Einstieg gut genug gefallen hat, um das ganze Buch zu lesen. Wir werden demnächst also eine Rezension zu dem Werk parat haben.
– geschrieben am 5. November 2020
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