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TASCHENBUCH
 
Faber und Waatstedt ermitteln 9 - Tödliches Wattenmeer
Verfasser: Elke Nansen (9)
Verlag: Klarant (681)
VÖ: 18. September 2020
Genre: Kriminalroman (7602)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 160 (Kindle-Version)
Themen: Gefängnis (542), Kommissare (2005), Mord (5890), Ostfriesland (555), Wattenmeer (35)
Reihe: Faber und Waatstedt ermitteln (9)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Die Welt des egozentrischen Rechtsmediziners Philipp Schorlau bricht aus den Angeln, als die elfjährige Maximiliane plötzlich vor ihm steht und behauptet, seine Tochter zu sein. Maxis Mutter Melanie – tatsächlich Philipps große Liebe, die er einst unter skandalösen Umständen verließ – sitzt in Untersuchungshaft und braucht dringend Hilfe. Bei einem Segeltörn auf dem Wattenmeer soll Melanie Hauke ihren Ehemann Christian brutal erstochen und über Bord geworfen haben. Alle Beweise sprechen gegen sie, die Yacht war voller Blut. Die Kommissare Richard Faber und Rike Waatstedt von der Kripo Emden reißen den Fall an sich und nehmen die Auricher Hauke-Werke ins Visier. Offensichtlich wurden acht Millionen Euro aus dem Vermögen des Familienunternehmens über längere Zeit gezielt veruntreut. Ist Melanie nur das Bauernopfer in einem Spiel um das große Geld? Die Ermittlungsergebnisse deuten aber auch auf eine ganz andere Version hin, an die keiner so recht glauben mag ...
Quelle: Klarant
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Gröger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Das Boot schaukelte hin und her, sodass sie sich auf dem Bett leicht von rechts nach links drehte. Sie wurde nur schwerlich wach, der Versuch, das erste Mal die Augen zu öffnen, misslang kläglich. Die Sonnenstrahlen, die durch die Bullaugen schienen, hinterließen einen stechenden Schmerz in ihrem Kopf. Sie breitete die Arme auf dem Doppelbett aus, doch Chris war nicht da. Wahrscheinlich saß er bereits bei seinem ersten Kaffee des Tages oben an Deck.
     »Chris«, rief sie. »Schatz, bitte rette mich, ich brauche einen Kaffee!«
     Niemand antwortete, und das, obwohl die Kajütentür zur Küche und auch die hoch zum Deck offen standen. Das einzige Geräusch, das sie hörte, war das Klirren der leeren Champagnerflaschen. Sie rollten bei jedem Wellengang an die Bordwand des Schlafraums und zurück gegen das Bett. Außerdem registrierte sie entfernt das Knarzen der Segeltaue und das leichte Platschen des Wassers. Eigentlich ist es viel zu still, sagte ihr vernebelter Verstand. Sie vermisste die Schreie der Seevögel, die im Hafen von Spiekeroog von morgens bis abends lautstark auf Beutefang waren.
     Verkatert tastete sie blind nach der Decke, denn ihr war kalt. Das war kein Wunder, denn irgendwie war der Bademantel feucht geworden. Meine Güte, haben wir gestern gefeiert, dachte sie und schmunzelte trotz der hämmernden Kopfschmerzen. Chris hatte ihre motorisierte Segeljacht, die Meli, in dem kleinen Jachthafen von Spiekeroog vertäut. Nach einem Spaziergang ins Städtchen war er mit Aal, frischen Krabben und herrlich duftendem Landbrot wiedergekommen. Sie hatten geschlemmt, waren ausgelassen und hatten sich nach der ersten Flasche Dom Pérignon geliebt. Es war so leidenschaftlich gewesen, wie sie es nur vom Anfang ihre Ehe gekannt hatten.
     Endlich waren wieder Liebe und Leichtigkeit in ihre Beziehung gekommen. Chris war das ganze letzte Jahr verschlossen und fast störrisch gewesen. Auch gestern hatte er plötzlich einen Streit vom Zaun gebrochen, aber der war so schnell vergangen, wie er angefangen hatte. Jetzt wird alles endlich gut, dachte sie und rief erneut: »Liebling, wo bist du?«
     Stille. Es blieb ihr nichts übrig, als die Beine über die Kante ihres Doppelbetts zu schwingen. Sie musste sich festhalten, denn das Boot legte sich ordentlich auf die Seite. Es bewegte sich, als ob die Vertäuung gerissen wäre und sie einfach auf dem Meer trieben. Sie blinzelte erneut und sah dann durch das Bullauge. Vom Hafen oder der Insel war nichts mehr zu sehen. Sie machte einen Schritt und blieb an dem runden Kajütenfenster stehen. Auf dieser Seite sah sie bis zum Horizont nur Meer. Der Wasserstand war jedoch bereits niedrig, sodass ihr Boot immer noch irgendwo im Wattenmeer sein musste. Die leichten Wellen kräuselten sich und die Sonnenstrahlen ließen die Oberfläche glitzern wie Quecksilber.
     Sie griff nach dem Gürtel des Frotteebademantels, um ihn zu schließen. Dabei registrierte sie erstmals, warum es sich so feucht und kalt anfühlte. Alles war rot, der Bademantel, das Bett und selbst an ihren Händen klebte das bereits getrocknete Zeug. Sie wusste, dass es Blut war, wollte es jedoch nicht wahrhaben. In Panik rannte sie ihren eigenen blutigen Fußabdrücken nach, die durch die Kombüse die Treppe hoch an Deck führten. Dort war eine ziemlich große Blutlache. Und Schlieren, als ob ein verletzter Körper über Bord geschleppt worden war. »Oh mein Gott«, schrie sie. »Chris, wo bist du?«
     Dann sah sie das lange Küchenmesser. Aus einem Reflex heraus nahm sie es in die Hand. Die hübsche Frau betrachtete es schockiert und angeekelt, bevor sie es wieder fallen ließ. Wieso konnte sie sich an nichts erinnern? Ab einem gewissen Punkt letzte Nacht war alles wie weggeblasen. In Panik rannte sie hektisch die Reling entlang, blickte aufs Meer und rief ihn immer wieder. Sie war völlig verwirrt, fror und hatte so viel Angst wie noch nie in ihrem Leben. Deshalb bemerkte sie das Boot der Wasserschutzpolizei nicht, das sich von der Küste näherte.
     Ein Mann rief ihr etwas zu, doch sie verstand nicht, was er sagte. Deshalb ergriff sie auch nicht das Tau, welches man ihr im hohen Bogen herüberwarf, um sich an der Meli festzumachen. Jemand sprach Dänisch mit ihr, doch sie sah ihn nur mit großen Augen an, als er zu ihr auf das Segelboot sprang. »Tysk?«, erkundigte sich der Beamte und dachte einen Moment nach. »Deutsch?«, versuchte er es mit einem starken nordischen Akzent.
     Die Frau nickte automatisch. »Mein Mann ist verschwunden und alles ist voller Blut«, stotterte sie und fing an zu weinen.
     Der Beamte der Küstenwache vertäute die beiden Schiffe und sah sich mit Entsetzen das Blutbad an. Er rief etwas und winkte den Sanitäter herüber. Der sollte sich die völlig verzweifelte Frau erst einmal ansehen. Sie saß mittlerweile neben der Blutlache auf dem Boden, hatte die Beine umschlungen und wiegte sich vor und zurück. Dabei murmelte sie immer wieder: »Christian!«
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