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Kingsbridge 4 - Der Morgen einer neuen Zeit
Verfasser: Ken Follett (25)
Verlag: Bastei Lübbe (2983)
VÖ: 15. September 2020
Genre: Historischer Roman (4444)
Seiten: 1024
Themen: 10. Jahrhundert (34), Bischöfe (47), England (1258), Mittelalter (206), Mönche (107), Normannen (25), Wikinger (143)
Reihe: Kingsbridge (4)
Charts: Einstieg am 25. September 2020
Höchste Platzierung (2) am 21. Oktober 2020
Auch heute noch vertreten
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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19mal in den Tagescharts platziert
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Errechnet auf Basis von 207 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Kingsbridge 4 - Der Morgen einer neuen Zeit« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (2)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (4)     Tags (17)     Cover
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Vor wenigen Tagen stellten wir im Rahmen unserer Kolumne »Projekt 10« den Einstieg in das Buch »Diebe der Nacht« von Thilo Corzilius vor, den zugehörigen Artikel findet ihr an dieser Stelle. In absehbarer Zeit werden wir euch eine komplette Rezension zu dem Buch präsentieren, inzwischen möchten wir jedoch eine weitere Ausgabe des »Projekts 10« vorstellen. Normalerweise liest dafür immer eine Handvoll Mitarbeiter und Helfer unserer Webseite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buches und entscheidet anschließend, ob es anhand dieses Einstiegs das komplette Werk lesen würde. Da es sich dieses Mal um ein Buch handelt, das mehr als 1.000 Seiten umfasst, haben wir ausnahmsweise etwas mehr als nur zehn Seiten angeschmökert.

Das Buch

Angelesen haben wir das Buch, das in der vergangenen Woche auf Anhieb den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste erobert hat, das auf Anhieb den ersten Platz der Bestsellerliste der New York Times übernommen hat, das in beiden Bücher-Bestsellerlisten von Charts.de ganz oben steht, und das es selbst in der BILD-Bestsellerliste bis auf den zweiten Rang schaffte: »Der Morgen einer neuen Zeit«, den vierten Kingsbridge-Roman aus der Feder von Ken Follett. In unseren hauseigenen Besucher- und Bloggercharts hat es das gute Stück auch schon aufs Siegertreppchen geschafft. Der historische Roman aus dem Lübbe Verlag wurde am 15. September veröffentlicht, ist 1.024 Seiten dick und kostet 36 Euro. Das zugehörige E-Book hat einen Preis von 19,99 Euro, für die Hörbuchausgabe hat sich Tobias Kluckert 29 Stunden lang den Mund fusselig geredet.

Bei dem Werk handelt es sich nicht um eine Fortsetzung der bisherigen Kingsbridge-Reihe, sondern um eine Vorgeschichte, die anderthalb Jahrhunderte vor den »Säulen der Erde« ansetzt. Hier begegnet man dem jungen Bootsbauer Edgar aus dem kleinen Örtchen Combe. Dieses wird von Wikingern überfallen und dem Erdboden praktisch gleich gemacht. Edgar begibt sich daraufhin mit den übriggebliebenen Mitgliedern seiner Familie zu einem verfallenen Hof in der Nähe eines Weilers ... und damit an jenen Ort, den man später als Kingsbridge kennen wird. Fortan wird man Edgars Leben beobachten, und neben dem seinen auch das der Tochter eines normannischen Grafen, das eines skrupellosen Bischofs und das eines ehrgeizigen Mönchs.

Die ersten zehn Seiten (und ein paar mehr)

Direkt zu Beginn des Buchs lernt man den achtzehnjährigen Edgar kennen und erfährt einiges über seine familiären Verhältnisse. Und über ein anderes Verhältnis erfährt man auch etwas: Er hat eine Geliebte, die drei Jahre älter als er selbst und verheiratet ist. Deren Ehemann ist ein Scheusal, und so ist sie bereit, mit Edgar alle Zelte in Combe abzubrechen. Die Gesetze der Zeit sehen vor, dass sich eine Frau von ihrem Mann durch Flucht vor ihm praktisch »scheiden« lässt, woraufhin sich der Sitzengelassene eine neue Ehefrau suchen darf. Zu den Fluchtplänen passend hat Edgar auf einer Reise eine Stelle in einem fünfzig Meilen entfernten Fischerdorf ergattert, und so ist dieses das Ziel ihrer Flucht. Just in der Nacht, in der sie aufbrechen wollen, erspäht Edgar die Konturen von mindestens zehn Wikingerschiffen auf dem Wasser. Dies bedeutet, dass mindestens 500 Dänen in Combe einfallen würden, um es zu plündern. Kurzerhand rennt er zur Kirche, um dort die Glocke zu läuten und die Einwohner zu warnen. Aufgrund der Beschaffenheit der Glocke und der Unfreundlichkeit der Geistlichen dauert es viel zu lange, ehe die Glocke erschallt, dann aber vollbringt Edgar sein Vorhaben. Es nützt jedoch nichts: Die Dänen sind nicht zu stoppen, und sie verschonen nichts und niemanden. Auch nicht Edgars Geliebte. Als sie von den Dänen attackiert wird, ist Edgar zur Stelle. Ob er sie aber wirklich retten kann, lassen wir an dieser Stelle ungespoilert ... auch wenn ihr sicherlich eine Ahnung haben werdet.

Fazit

Die Sache ist die: Unabhängig davon, wie die Qualität der ersten Seiten des Buchs sein würden, stand für unser aus Birgit Haase, Markus Kogel, Sebastian Leder, Stephanie Gruber und Tom Rietzschel bestehendes Quintett bereits im Vorfeld fest, dass es »Der Morgen einer neuen Zeit« komplett lesen würde. Wenn man die ersten drei Bände einer Reihe gelesen hat und sich unter ihnen Werke befanden, die in die Kategorie »Pflicht für jeden, der an einer Bücherwebseite mitarbeitet« fallen, kommt man einfach nicht umhin, auch die Fortsetzungen (bzw. Prequels) zu lesen.

Würden wir wirklich ausschließlich anhand des gelesenen Einstiegs urteilen, so sähe dies nicht mehr ganz so eindeutig aus. Denn die Art und Weise, in der Follett seine Leser in das neue Buch einführt, ist schon ein wenig schablonenhaft. Dass beispielsweise kurz vor einem fatalen Wikingerangriff, der bereits in der Buchbeschreibung angekündigt wird, der Hauptfigur bereits eine Liebelei auf den Leib geschrieben wird, dürfte schon bei jedem Leser die Alarmglocken schellen gelassen haben, denn was das für die langfristige Gesundheit des »Love Interest« bedeuten würde, war klar. Natürlich funktioniert so etwas aber auch immer wieder aufs Neue sehr gut. Und natürlich ist Ken Follett nach all den Jahren im Autorengeschäft ein solcher Fuchs, dass er sehr genau weiß, dass es trotz aller Vorhersehbarkeit sehr gut funktioniert. Letztlich ist damit der Einstieg eigentlich genauso, wie man es vom ganzen Buch erwartet: Souverän aber absolut nicht überraschend. Und irgendwie will man das ja auch, wenn man einen Kingsbridge-Roman in den Händen hält.

»Der Morgen einer neuen Zeit« erschien parallel zum zwölften Band der »Uhtred«-Reihe von Bernard Cornwell, die zufälligerweise in sowohl großer geografischer als auch zeitlicher Nähe spielt. Cornwells Reihe ist auch ziemlich gut, aber man sieht schon auf den ersten Seiten, dass Follett einfach ein besseres Händchen dafür hat, Figuren zu erschaffen, die nahe am Leser sind, denn genau das trifft auf Bootsbauer Edgar schon bis hierhin zu, weswegen man gespannt darauf ist, was man an seiner Seite auf den kommenden tausend Seiten erleben wird. Anhand des Einstiegs würden vier unserer fünf Helfer das Buch lesen, Markus Kogel würde aufgrund der drohenden Schablonenhaftigkeit abwinken. Angesichts der Tatsache, dass es sich hierbei um einen Kingsbridge-Roman handelt, wird er trotzdem zugreifen.

In jedem Fall werden wir euch also eine Rezension präsentieren können, sobald die tausend Seiten von einem oder von mehreren unserer Leute ausgelesen sein werden. Gelesen wird das Ganze im Übrigen mit der gebührenden Skepsis, denn auch bei Follett ist nicht immer alles Gold was glänzt, und wir haben durchaus noch in Erinnerung, dass beispielsweise der dritte Band der seiner »Jahrhundert-Saga« zu einem etwas lieblosen Entlanghangeln an verbrieften historischen Ereignissen verkam, anstatt eine vernünftige Geschichte zu erzählen. Und auch der dritte Kingsbridge-Roman blieb nach Meinung mehrerer unserer Mitarbeiter weit hinter seinen beiden Vorgängern zurück. Nicht zuletzt hinterlässt es immer ein etwas schales Gefühl, wenn Autoren Prequels nachschieben. Wir werden hier also keineswegs als »Fangirls und Fanboys« an die Sache herangehen, sondern sehr genau darauf achten, ob das Buch wirklich so gut sein wird, wie wir uns das erhoffen.
– geschrieben am 30. September 2020
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