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Kingsbridge 4 - Der Morgen einer neuen Zeit
Verfasser: Ken Follett (25)
Verlag: Bastei Lübbe (3026)
VÖ: 15. September 2020
Genre: Historischer Roman (4535)
Seiten: 1024
Themen: 10. Jahrhundert (34), Bischöfe (49), England (1275), Mittelalter (209), Mönche (108), Normannen (26), Wikinger (143)
Reihe: Kingsbridge (4)
Charts: Einstieg am 25. September 2020
Höchste Platzierung (2) am 21. Oktober 2020
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 10 × Media Control Top 10 Print (Max: 1)
10 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 1)
9 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 2)
10 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 1)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Kingsbridge 4 - Der Morgen einer neuen Zeit« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Im Rahmen unserer Kolumne »Projekt 10« hatten wir vor einigen Tagen den Einstieg in Ken Folletts Buch »Der Morgen einer neuen Zeit« durch mehrere Mitglieder unseres Teams lesen lassen. Der Einstieg präsentierte sich als etwas behäbig, dennoch hatten sich alle Mitarbeiter dazu entschieden, das Buch zu lesen - es gibt eben einfach ein paar Buchveröffentlichungen pro Jahr, die man einfach kennen muss, wenn man an einer Bücher-Webseite mitarbeitet. Nun wollen wir euch unsere Einschätzung zum gesamten Roman präsentieren.

Bei Folletts Buch handelt es sich um den vierten Band aus seiner Kingsbridge-Reihe, wobei es dieses Mal keine Fortsetzung ist, sondern ein Werk, das geraume Zeit vor dem ersten Band - den berühmten »Säulen der Erde« - ansetzt. Es ist in den Jahren 997 bis 1006 angesiedelt. Veröffentlicht wurde der historische Roman im Lübbe Verlag. Er hat einen Umfang von sage und schreibe 1.024 Seiten und als gebundene Ausgabe einen Preis von 36 Euro. Für 19,99 Euro kann man das Ganze als digitales Buch bekommen, Tobias Kluckert hat eine Hörbuchversion eingelesen. In Folge der Länge des Buchs hat diese eine Spielzeit von 29 Stunden.

Kingsbridge heißt zu Beginn des Ganzen noch nicht Kingsbridge, sondern Dreng's Ferry. Wie es zu dem neuen Namen kommt, erfährt man im Laufe des Romans. Im Gegensatz zum dritten Band, der Geschehnissen an anderen Orten in England und Frankreich viel Platz einräumt, steht der vermutlich berühmteste Ort der Historienroman-Geschichte dieses Mal tatsächlich wieder mehr im Mittelpunkt. Hier begleitet man vor allem drei Menschen, die sich mit allerhand Widrigkeiten auseinandersetzen müssen: Edgar, der Sohn eines Bootsbauers, der mit zahlreichen Talenten gesegnet ist und sich insbesondere als guter Baumeister herausstellt. Aldred, ein Mönch mit anfänglichen Ambitionen auf ein Bischofsamt, der seine ehrenhaften Lebensvorstellungen seinen persönlichen Zielen vorzieht. Obendrein Ragna, die Tochter eines Adeligen aus der Normandie, die durch ihre Hochzeit in die Gegend kommt. Sie alle sind den Schikanen ausgesetzt, die von der Familie dreier hochgestellter Brüder - insbesondere des skrupellosen Bischofs Wynstan - ausgeht. Diese haben die weltlichen und geistlichen Pfründe in der Gegend unter sich aufgeteilt und schalten und walten ohne Rücksicht auf das »kleine Volk«.

So sehr wir die ersten beiden Kingsbridge-Romane mochten, hegten wir eine gewisse Skepsis gegenüber dem neuen Buch. Der dritte Teil war zwar auch in Ordnung, konnte jedoch qualitativ nicht mehr ganz anknüpfen, da er sich sehr an den eingebauten historischen Ereignissen entlanghangelte und den Eindruck erweckte, die zwischendurch erzählte Story wurde etwas bemüht darauf hinkonstruiert sein, zu den Ereignissen zu passen. Ähnlich hatte es sich mit dem dritten Teil von Folletts »Jahrhundert-Saga« verhalten. In dieser Hinsicht ist »Der Morgen einer neuen Zeit« ein Schritt in die richtige Richtung. Womöglich ist dies der Tatsache geschuldet, dass nicht so viele Einzelereignisse aus den Jahren 997 bis 1006 historisch verbrieft sind, auf jeden Fall aber steht viel mehr die eigentliche erzählte Geschichte und ihre Protagonisten im Mittelpunkt. Das tut der Qualität der Geschichte absolut gut.

Viele der Elemente, die Follett in seine Story eingebaut hat, sind Historienroman-Standardkost. Hier haben wir einen bösen Kirchenmann, der mit vielen Verbrechen einfach durchkommt, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung, es gibt eine Romanze zwischen zwei Personen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Klassen, und so weiter, und so fort. Eigentlich hätte nur noch eine Seuche gefehlt, um diese kommt man wenigstens umhin. Trotzdem funktioniert die Komposition der altbekannten Elemente einfach sehr gut, und trotz der tausend Seiten Länge hat man nicht den Eindruck, es gäbe große Durchhänger. Vielmehr verfolgt man das Schicksal von Edgar, Aldred und Ragna jederzeit mit großem Interesse. Am selben Tag, an dem Folletts Roman in Deutschland veröffentlicht worden war, war auch der neueste Band von Bernard Cornwells großer »Uhtred«-Saga herausgegeben worden, der in einer sehr ähnlichen Zeit und an einem ähnlichen Ort spielt, und obwohl Cornwell im Gegensatz zu Follett aus der Ich-Perspektive erzählt, schafft es Follett um Klassen besser, einen persönlichen Bezug zwischen dem Leser und den Charakteren herzustellen und ihn mitfiebern zu lassen. Wenn man dem vierten Kingsbridge-Roman etwas vorwerfen kann, dann - Achtung! Spoiler! - dass die Bösewichte darin am Ende nicht systematisch zur Strecke gebracht werden und Momente des Erkennens haben, dass ihre Taten sich nun gegen sie wenden, sondern dass es einfach nach und nach mit ihnen dahingeht. (Spoiler Ende) Das ist aber nur eine Kleinigkeit. Entscheidend ist, dass dem Leser hier tausend Seiten gute Unterhaltung geboten werden. »Der Morgen einer neuen Zeit« kann nicht ganz mit den »Säulen der Erde« mithalten, ist aber definitiv ein lesenswerter Zuwachs für die Reihe geworden.
– geschrieben am 21. Oktober 2020 (4.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz