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TASCHENBUCH
 
Du stirbst allein
Verfasser: Simon Geraedts (13)
Verlag: Eigenverlag (17507)
VÖ: 14. September 2020
Genre: Thriller (6650)
Seiten: 309 (Taschenbuch-Version), 230 (Kindle-Version)
Themen: Gefahr (1211), Geheimnisse (4281), Inseln (1722), Ostfriesland (555), Schlüssel (47), Stürme (148)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Simon Geraedts für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Simon Geraedts gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Als kleines Mädchen hatte sie die Reaktion ihres Vaters nicht verstanden. Jetzt schon. Auch wenn Hanna nie glauben wollte, dass ihre Mutter sich umgebracht hatte, so ließ diese Aufnahme vom Wattenmeer gar keinen anderen Schluss zu. Die Botschaft war unmissverständlich.
     Ich wollte sterben, und du bist daran schuld. Behalte das Foto meines Grabes als ewige Erinnerung, geliebter Ehemann.
     Deshalb war ihr Vater all die Jahre so niedergeschlagen gewesen. Nicht nur die Trauer hatte ihn gelähmt, es waren vor allem Schuldgefühle.
     Deinetwegen bin ich ins Watt gegangen, schrie das Foto. Du bist daran schuld. Du allein.
     Als zermürbende Endlosschleife musste diese Schuldzuweisung in seinem Kopf widergehallt sein. Tag für Tag. Jahrelang.
     Eine Träne löste sich aus Hannas Augenwinkel, rollte an ihrer Wange hinab und tropfte auf den gläsernen Bilderrahmen. »Warum hast du Papa das angetan?«, wisperte sie. »Er hat dich doch über alles geliebt.«
     Sie kniff die Augen zu und spürte einen gewaltigen Zorn in sich aufwallen. »Du hast nicht nur dich umgebracht, sondern auch deine Familie!«, presste sie hervor. »Du hast uns auseinandergerissen und zerstört!«
     Mit einem Wutschrei schleuderte Hanna das Bild gegen die Wand. Der Rahmen zersplitterte, das Foto segelte auf die staubigen Dielen. Schluchzend hielt sie sich an dem Tisch fest, auf dem die Kartons aufgereiht waren, blieb noch für einen Moment auf den Beinen und sackte schließlich in sich zusammen. Jahrelang hatte sie ihren Vater verachtet, weil er Tim und sie vernachlässigte. Weil er jeden Abend bloß mit ausdrucksloser Miene vor dem Fernseher saß und ihm alles egal zu sein schien.
     Das grausame Andenken ihrer Mutter rückte sein Verhalten in ein völlig anderes Licht. Nun bewunderte Hanna ihren Vater sogar dafür, dass er durchgehalten hatte, statt sich einen Strick zu nehmen und ...
     Ihre Gedanken rissen ab, als sie neben dem zersplitterten Bilderrahmen etwas auf dem Boden entdeckte. Wie ein Juwel glitzerte es im Sonnenlicht, das durchs offene Dachfenster schien.
     Was ist das?
     Hanna richtete sich auf und ging darauf zu. »Ein Schlüssel«, hauchte sie erstaunt. Sie hob ihn auf und drehte ihn in den Händen. Es war ein altmodisches Ding mit verschnörkelter Reite und klobigem Bart. Sie schaute nach, ob noch etwas anderes in dem Rahmen steckte. Das war zwar nicht der Fall, doch als sie das Foto wendete, schnappte sie vor Schreck nach Luft. Auf der Rückseite standen zittrige Buchstaben, offenbar mit Blut geschrieben: KLLT.
     Was hatte das zu bedeuten?
     Erneut betrachtete sie den rätselhaften Schlüssel, der so aussah, als stammte er aus dem achtzehnten Jahrhundert. Woher kam er? Wem gehörte er? Welches Geheimnis gab er preis, wenn man ihn ins richtige Schloss schob?
     »Hanna, was ist passiert? Ich hab dich schreien gehört.«
     Sie drehte den Kopf und blickte in das besorgte Gesicht ihres Bruders. In einem ersten Impuls wollte sie das Foto vor ihm verbergen, aber er hatte den zersplitterten Rahmen auf dem Boden bereits entdeckt. »Was ist das?«
     Hanna schluckte unwohl. »Ein Foto vom Wattenmeer, in dem Mama ertrunken ist. Sie hat es kurz vor ihrem Tod nach Hause geschickt.«
     »Was?«
     »Ich hab’s damals aus dem Briefkasten geholt, aber Papa hat mir verboten, dir etwas davon zu erzählen.« Sie seufzte. »Er wollte, dass du Mama in guter Erinnerung behältst. Nicht als Selbstmörderin, die ihren Ehemann – vielleicht sogar ihre Kinder – für ihre Tat verantwortlich gemacht hat. Genau das schien sie mit diesem Foto nämlich sagen zu wollen. Ich war damals noch zu klein, um das zu begreifen, du hingegen warst schon zwölf und hättest es vermutlich verstanden.«
     »Ich habe immer schon geahnt, dass es kein Unfall war«, verriet er. »Wer geht schon mitten in der Nacht ins Watt, um Fotos vom Hafen zu machen? Daher schockiert es mich nicht allzu sehr, dass sie sich das Leben genommen hat. Aber dass sie kurz vor ihrem Selbstmord dieses Foto nach Hause schickt, um es Papa unter die Nase zu reiben, ist eine echt miese Nummer.«
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