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Gipskind
Verfasser: Gabriele Kögl (1)
Verlag: Picus (14)
VÖ: 26. August 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (3113)
Seiten: 336 (Gebundene Version), 290 (Kindle-Version)
Themen: Eltern (472), Töchter (580)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Gipskind« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 16. November 2020 um 9:54 Uhr (Schulnote 4):
» Zum Inhalt:
Andrea ist anders als die Eltern ihr Kind erwartet haben. Sie ist nicht gewillt, dass zu tun, was die Eltern erwarten und sucht die Liebe mehr bei der Oma als bei den Eltern, die zu sehr mit dem täglichen Leben als mit den Kindern beschäftigt sind und die Kinder eher als Mittel zu Zweck betrachten. Aber Andrea kämpft um das Leben und das Glück, wie sie es haben möchte und nicht wie es erwartet wird.
Meine Meinung:
Die Geschichte an sich hat schon was. Genauso kann man sich so manche Jugend in den sechzigern vorstellen und gerade wenn dann ein Kind noch beeinträchtigt ist, ist wahrscheinlich der Umgang noch schwieriger. Von der Seite hat mir das Buch durchaus gefallen. Womit ich mich aber extrem schwer getan habe, war der Schreibstil. Ich habe ihn als enorm sperrig und nicht sonderlich gut lesbar empfunden. Viele abgehackte Sätze, die keinen Lesefluss entstehen ließen.
Fazit:
Sperriger Schreibstil«
  11      1        – geschrieben von brauneye29
Kommentar vom 11. November 2020 um 17:33 Uhr (Schulnote 1):
» Hineingeboren in die ärmlichen Verhältnisse auf dem Land spürt Andrea bald den täglichen Überlebenskampf. Sie ist als Kleinkind immer wieder im Krankenhaus und ihren Eltern fehlt es an Zeit, Liebe und Verständnis, sich viel um sie zu kümmern. Nur die Oma ist immer da und das spürt die Kleine. Mit zunehmendem Alter lernt sie, Schwächen strategisch einzusetzen und sich ungeahnte Freiräume zu erobern, ihre Träume zu verwirklichen.

„Gabriele Kögls Antiheimatroman gleicht einer bäuerlichen Familienaufstellung aus den sechziger Jahren, in der ein auf seine Mängel reduziertes Kind aus dem Schatten tritt und sein Leben in die Hand nimmt.“

Ein eindrucksvolles Bild des bäuerlichen Milieus der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ist Gabriele Kögl gelungen. In einer Sprache, die so einfach daherkommt aber doch so kunstvoll in Szene gesetzt ist, dass es nicht besser möglich wäre. Sie schreibt in der hier gesprochenen Umgangssprache - „wir fahren auf Graz“ nicht …nach Graz. Lokalkolorit sagt man wohl dazu. Mir ist dieser Dialekt vertraut, hat er doch viele Gemeinsamkeiten mit dem bayrischen. So habe ich mich gleich heimisch gefühlt, „die Kleine“ und die Ihren gut verstanden.

Über weite Strecken ist sie nur die Kleine und durch ihre nie ganz korrigierte Fehlstellung die nicht so gerade daherkommende Bauerstochter. Die Mutter sagt, die Kleine stellt blöde Fragen. Die Oma dagegen erkennt, dass die Fragen sehr gescheite sind. So war das von Anfang an und die Kleine – Andrea – erkennt früh, dass sie auf sich schauen muss. Nichts wird einem geschenkt im Leben, man muss sich durchkämpfen. Und sie geht ihren Weg. Lernt Arthur und seine Familie kennen und damit eine ganz andere Welt, die so gar nichts bäuerliches hat. Was Andrea sich hart erarbeiten muss, ist Arthur in die Wiege gelegt worden.

Und immer ist ihre Oma diejenige, die bedingungslos hinter ihr steht. Andrea weiß das, die beiden verbindet vieles. „Als Kind wollte ich Papst werden“ und ihre Oma meint dazu: „Dir traue ich alles zu“. Das sind diese liebevollen Kleinigkeiten, die das Buch sehr groß machen.
Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens, das trotz körperlicher Mängel ihren Weg geht. Das aus der Enge, der Kleingeistigkeit ihrer Umgebung ausschert. Sie hat ein Ziel, ist ihrer Umwelt gegenüber offen und herzlich, lässt sich aber nicht verbiegen. Eine Geschichte über viel Liebe und Zuneigung, aber auch über Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit seitens ihrer Umgebung.

„Vielleicht bist doch du es, die aus der Zukunft kommt. “ Das sagt Arthur zu Andrea und ich meine, das ist ein wunderschönes Kompliment, aber auch eine ganz gute Beschreibung von ihr.

Diese Geschichte um die Kleine und die dann erwachsene Andrea hat mich tief berührt. Zeigt es doch, dass man sein Schicksal durchaus in der Hand hat. Nicht alles ist vorgegeben. Ein absolut lesenswertes Buch, das ich jedem empfehlen kann, auch wenn er nicht alle österreichischen Begriffe versteht. Das Verständnis ergibt sich beim Lesen. Natürlich bewerte ich mit 5 Sternen. Top!«
  14      0        – geschrieben von Magnolia
Kommentar vom 23. Oktober 2020 um 16:44 Uhr (Schulnote 2):
» Den eigenen Weg finden

Andrea wächst als Problemkind ihrer Eltern auf, während diese völlig aufgehen im Bestreben, den anstrengenden Alltag als Kleinbauern zu bewältigen. Es ist die Oma, die sich des kleinen Mädchens annimmt, das Kind wird Omas Liebling. Bei der Großmutter erfährt „die Kleine“ Liebe und Verständnis für alles, was sie braucht. Und so beginnt Andrea, ihre Träume zu entwickeln, sie weiß bald, was sie nicht will und wächst hinein in das, was sie wirklich will…

Eindrucksvoll wird Andreas Weg geschildert in ein Erwachsensein, das so völlig heraussticht aus dem Leben einer Kleinbauernfamilie. Einerseits hat sie es nicht einfach, denn sie kann vielen Normen nicht gerecht werden. Andererseits hat sie es gerade wegen der Lieblosigkeit der Eltern einfacher, sich aus den vorgegebenen Wegen herauszulösen. Es entwickelt sich ein Roman mit vielen biografischen Elementen, das macht die Geschichte sehr authentisch. Und obwohl Andrea es nicht leicht hat im Leben, erweckt ihre Erzählung weniger Mitleid, sondern vielmehr Respekt für ihren Lebensweg.

Mir hat dieses Buch sehr gefallen, ich vergebe sehr gerne 4 von 5 Sternen und empfehle die Geschichte unbedingt weiter.«
  6      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 11. September 2020 um 14:54 Uhr:
» Ich sprenge alle Ketten

Gabriele Kögel stellt uns in einfachen, schnörkellosen Sätzen, durchsetzt mit österreichischen Ausdrücken, eine ärmliche, bäuerliche Welt vor. Sie versteht es meisterhaft, das dort vorherrschende Lokalkolorit herauszuarbeiten. Der Titel „Gipskind“ und der graue Einband weisen auf das Schicksal der Protagonistin, Andrea, hin, die mit einer zu spät erkannten Hüftdysplasie zur Welt kommt. Ihre freudlose , also graue Kindheit, wird durch die Farbe grau symbolisiert, während der Gips für ihre jahrelang eingegipsten Beine steht, aber auch metaphorisch für ihre verkrusteten Lebensumstände steht, aus denen sie es mit Intelligenz und äußerster Willenskraft auszubrechen versteht. Denn, obwohl das kleine Mädchen, wie sie im ersten Teil des Werkes heißt, durch starke X-Beine behindert ist, lernt sie sehr früh das Sprechen und hinterfragt viele der armseligen Gesetzmäßigkeiten ihres Lebens, ja sie nimmt sogar häufige Ohrfeigen durch Vater oder Mutter in Kauf, die von der Erziehung dieser so andersartigen Tochter überfordert sind. Einzig ihre Oma zeigt Verständnis, gibt ihr die fehlende Wärme und ermuntert sie, aufs Gymnasium und später zur Universität zu gehen. Durch den allwissenden Erzählstil der Autorin erhalten wir geschickt Einblick in die Denkweise der einzelnen Charaktere. Wir erleben Andreas Lebensweg vom Baby bis zur Studentin, in dem sie eine Art „Metamorphose“ durchlebt. Die noch in den 60er und 70er des vorigen Jahrhunderts vorherrschende schichtenspezifische Aufteilung der Gesellschaft, ermöglicht ihr erst Zugang zu Literatur, Musik, Filmen und Theater durch ihren Freund, der aus einem gut situierten bürgerlichen Milieu stammt und sehr umsorgt, liebevoll und behütet aufwächst. So strebt sie auch eine Karriere in diesen Bereichen an. Das Werk nimmt etwas märchenhafte Züge durch Andreas Verbindung zu Arthur an, denn es ist doch sehr verwunderlich, dass Arthurs Eltern die Verbindung eines gehbehinderten Mädchens, aus einem ärmlichen Milieu, zu ihrem Sohn tolerieren, denn die gesellschaftliche Norm verlangt doch wohl eher eine Freundin aus „besseren Kreisen“. Auch das Ende wirkt etwas herbeigeholt, soll aber wohl Andreas Kraft und ihre Macht über ihren Freund darstellen. Insgesamt ein schnörkelloses Werk, welches mich stark berührt hat, daher 5 Punkte«
  17      0        – geschrieben von Ute54
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