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Kalmann
Verfasser: Joachim B. Schmidt (1)
Verlag: Diogenes (452)
VÖ: 26. August 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (3071)
Seiten: 352
Themen: Blut (279), Island (105), Schnee (188)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Kalmann« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (6)     Blogger (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. Oktober 2020 um 13:19 Uhr (Schulnote 2):
» Überraschende Perspektive

Kalmann lebt am äußersten Rand von Island, jagt Polarfüchse und fängt Haie, um daraus seinen berühmten Gammelhai zu machen. Dabei ist er, der Sohn eines Amerikaners und einer isländischen Mutter, der Sheriff von Raufarhöfn, mit seinem Hut und seinem Sheriffstern sowie seinem Revolver. Doch obwohl er seit einiger Zeit allein lebt und sein Leben gut meistert, hat er so seine Schwierigkeiten mit dem Kopf, da er manches nicht so gut begreift. Und so ist er etwas überrollt von den Ereignissen, als er eine Blutlache im Schnee findet und kurz darauf ein Mann aus dem Dorf vermisst wird.

Aus Kalmanns Sicht erzählt, entwickelt die Geschichte über das Auffinden der Blutlache und den Ereignissen danach einen ganz eigenen Charme. Mehr als einmal drängt sich bei der Lektüre der Vergleich zu Forest Gump auf, so brillant kann der Autor Joachim B. Schmidt die Perspektive seines Protagonisten beibehalten. Durch den gesamten Roman zieht sich die Frage hindurch, welche Bewandtnis das Auffinden der Blutlache hat und was dabei Kalmanns Rolle ist, so dass die Spannung bis zum Schluss gut erhalten bleibt: ein Krimi, überraschend anders erzählt. Nebenbei erfährt der Leser viel über das karge Leben in einem abgelegenen isländischen Ort.

Diese Geschichte hat mich sehr überrascht, sehr gerne empfehle ich sie weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.«
  10      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 30. September 2020 um 17:45 Uhr (Schulnote 1):
» Island – schroffe Landschaften, Geysire, (unaussprechliche) Vulkane, die zu weltweitem „Ruhm“ gelangen; das reicht, um die Insel für mich so interessant zu machen, dass ich dort gerne mal verweilen würde. Allerdings würde ich auf die vielen kulinarischen „Leckerbissen“ doch eher verzichten *g*. Zu diesen Leckerbissen gehört auch der sog. „Gammelhai“, der durch Fermentierung genießbar werden soll. Hier scheiden sich wohl – wie in vielen Bereichen – die Geister.

Wie dem auch sei: Gammelhai ist das „Spezialgebiet“ von Kalmann – dem Hauptprotagonisten und Titelhelden von Joachim B. Schmidt´s neuem Roman. Der Schweizer Autor, der seit 13 Jahren auf Island lebt und dort u. a. als Touristenführer arbeitet, erzählt in dem im Anhang des Buches abgedruckten Interview, dass Kalmann eigentlich „[…] nur der Dorftrottel“ (S. 353) hätte sein sollen. „Doch schon nach wenigen Seiten ist er ins Rampenlicht gelatscht und dann dortgeblieben.“ (S. 353) Gut so *g*.

Kalmann ist in dem kleinen Fischerdorf Raufarhövn der selbsternannte Sheriff – mit Cowboyhut, Sheriffstern und Mauser-Pistole; eine Hinterlassenschaft seines amerikanischen Vaters. Er jagt Polarfüchse, fährt (wie schon sein Großvater, den er regelmäßig im Heim besucht) auf See, um den Grönlandhai zu fangen, um daraus die schon erwähnte „Delikatesse“ herzustellen. Hier philosophiert er, lässt sich fallen, darf ganz „er selbst sein“. Äußerst berührend und empathisch geschrieben; ein wenig hat mich das immer an „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway erinnert.
Als Kalmann eines Tages in der Nähe von Raufarhövn am sog. „Arctic Henge“ eine Blutlache findet, beginnt eine fatale Tour de Force durch die Gedanken und Erinnerungen von Kalmann…

Joachim B. Schmidt zeichnet mit viel Fingerspitzengefühl und Empathie seine Figuren; wertet nicht deren Handlungen, sondern überlässt es den Leserinnen und Lesern, zu hinterfragen, die kritischen Zwischentöne zu entdecken, die sich um das Leben der Inseleinwohner drehen, deren Probleme sich beim genaueren Betrachten nicht großartig von denen auf dem Festland unterscheiden. Dramatisch wird es in Dörfern wie Raufarhövn, die vom Fischfang leben, wenn Fangquoten „verkauft“ werden – die Arbeitslosigkeit und somit die Unzufriedenheit steigt…Die Folgen kann sich jede*r ausrechnen.

Es gibt zwar actionreiche Szenen in dem Buch, die man mit „Kalmann goes James Bond“ betiteln kann; der überwiegende Teil jedoch besteht aus Kalmann´s teils philosophischen, teils komischen Ansichten über die Welt, die Frauen, die Natur – das macht es schwer, den Roman in eine bestimmte Kategorie einzuordnen. Doch brauchen wir Schubladen, um ein Buch gut zu finden? Nein, „Kalmann“ sollte man einfach genießen, wie es bzw. er ist.

Für mich ganz klar 5* wert und eine absolute Leseempfehlung!

©kingofmusic«
  5      0        – geschrieben von kingofmusic
Kommentar vom 24. September 2020 um 15:34 Uhr (Schulnote 2):
» Berührend

Kalmann wohnt in Island in Raufarhöfn. Genauso wie sein Großvater ist er Haifischfänger und Jäger von Füchsen. Zu seinem Großvater hat Kalmann eine tiefe Verbindung. Von ihm hat er die Herstellung von Gammelhai gelernt. Als er eines Tages Blut im Schnee entdeckt, fängt er an als selbsternannter Sheriff zu ermitteln.

Joachim B. Schmidt hat einen sehr liebenswerten Roman geschrieben. Es ist ein sehr ruhiger Roman und es werden die Erlebnisse in der Ich-Perspektive von Kalmann geschildert. Die Sprache war sehr flüssig zu lesen. Kalmann ist geistig etwas zurückgeblieben. Er ist keinesfalls dumm. Man folgt den Gedanken von Kalmann. Sie sind auch leicht philosophisch angehaucht. Er wird sehr herzgewinnend dargestellt. Am Anfang habe ich etwas gebraucht, um in den Roman reinzukommen. Aber nach einiger Zeit hat er eine wahre Sogwirkung entwickelt, dass ich immer weiter lesen musste. Das Ende hat mich sehr überrascht. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Sehr gefallen haben mir die athmosphärischen Schilderungen der Natur und der Landschaft von Island.

Ein sehr zu empfehlender Roman mit einem liebenswürdigen Charakter, mit wunderschönen Landschaftsschilderungen von Island und mit Krimi-Elementen.«
  11      0        – geschrieben von esmeralda19
Kommentar vom 20. September 2020 um 19:34 Uhr (Schulnote 2):
» Kalmann hat sich selbst zum Sheriff von Raufarhöfn ernannt. Seine Tage sind ausgefüllt, denn entweder geht er auf die Jagd oder er legt seine Köder aus, um Haie zu fangen, die er dann zu Gammelhai verarbeitet. Doch dann überrollen ihn die Ereignisse, als er beim Jagen eine Blutlache entdeckt. Zufällig ist gerade auch Róbert McKenzie, der König von Raufarhöfn, spurlos verschwunden.
Diese Geschichte wird aus der Sicht von Kalmann erzählt, einem behinderten jungen Mann, der alleine in dem kleinen Ort lebt. Alles was er über die Natur, das Meer und Gammelhai weiß, hat er von seinem Großvater gelernt, der nun dement in einem Heim lebt. Dass er ein bisschen anders ist als die meisten Menschen, ist für ihn „kein Grund zur Sorge". Kalmanns Mutter schaut sporadisch vorbei, um Ordnung zu schaffen. Der Vater hat ihm eine Mauser, einen Sheriffstern und einen Cowboyhut gegeben, sich aber sonst nicht um seinen Sohn gekümmert.
Nachdem Kalmann das Blut entdeckt hat, wollen plötzlich alle etwas von ihm. Die Polizei hat Fragen, die Medien bringen ihn in die Öffentlichkeit und die Dorfbewohner wollen auch so manches wissen. Zum Glück kann Kalmann auf dem Meer seinen Kopf entleeren und das ist wichtig, denn ihm geht so manches durch den Kopf. Eigentlich ist Kalmann ein einsamer Mensch, der sich nach einer Frau und Kindern sehnt. Er ist mal naiv und mal gewitzt und seine Sicht auf die Welt ist etwas speziell, oft sogar tiefgründig. Ich mochte ihn ganz gern, auch wenn er durchaus gewalttätig werden kann. Auch die anderen Figuren haben alle ihre Eigenheiten.
Diese Geschichte ist unterhaltsam, aber auch etwas weitschweifig. Doch ich wollte auch wissen, wie es weitergeht und mit dem Ausgang hatte ich so wirklich nicht gerechnet.
Joachim B. Schmidt erzählt in diesem Buch die ungewöhnliche Geschichte eines ganz besonderen Helden.«
  13      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 18. September 2020 um 17:06 Uhr (Schulnote 2):
» "Ich wünschte, Großvater wäre bei mir gewesen. Er wusste immer, was zu tun war. Vielleicht hätte er eine Pfeife gestopft und die Blutlache einfach zuschneien lassen." (Buchauszug)
Der 34-jährige Kalmann, der Sohn einer Isländerin und eines Amerikaners, wächst bei seinem Großvater in Raufarhöfn auf. Hätte es ihn nicht gegeben, wäre er wahrscheinlich in einem Behindertenheim gelandet. Doch trotzdem der Großvater nun im Altenheim in Húsavík lebt, kann sich Kalmann ganz gut alleine durchs Leben schlagen. Wie vom Großvater gelernt, geht er weiterhin fischen und stellt Gammelhai her. Zudem ist er der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn, doch lieber jagt er Polarfüchse und geht auf die Stille des Meeres hinaus. Dann findet er eines Tages beim Arctic Henge eine riesige Blutlache im Schnee und alles verändert sein Leben.

Meine Meinung:
Das einsame Haus an der Küste auf dem Cover stellt ein wenig die Einöde Raufarhöfn dar, wo Kalmann lebt. Der Schreibstil ist unterhaltsam, locker und recht plastisch, sodass ich mir gleich den Charakter Kalmann und die Gegebenheiten Islands gut vorstellen konnte.Besonders lustig fand ich Kalmanns Aussage wie diese: "Die Frauenauswahl war hier etwa so üppig wie die Gemüsekiste im Dorfladen. Bis auf Karotten, Kartoffeln, zwei schrumpeligen Paprika und braunen Salat gab´s da nichts." Hier spürt man sofort, dass der Autor gut recherchiert hat und er selbst Touristen über die Insel führt. Raufarhöfn ist ein Ort mit ca. 188 Einwohnern, Tendenz sinkend, dieses Dorf lebt vom Fischfang. Doch die Fangquoten haben den Fischern geschadet, so das sie nun versuchen, Touristen in ihr Dorf zu bekommen. Anziehungspunkt sollte das Arctic Henge werden, ein Bauwerk aus sechs mächtigen Felstoren, das bisher nicht zu Ende gebaut wurde. Genau dort ereignet sich das eigentliche Verbrechen in unserer Geschichte. Man vermutet, dass der Hoteldirektor Róbert McKenzie dort ermordet wurde. Kalmann entdeckt an dem Platz eine riesige Blutlache. In seiner Naivität verkündet er, dass es vielleicht ein Eisbär war, der von Grönland nach Island geschwommen ist und damit war die Sache für ihn erledigt. Kalmann geht weiter seiner Arbeit nach und ein Ereignis auf das Nächste folgt, in dem er selbst immer wieder verstrickt wird. Dabei beschreibt der Autor Kalmanns Eindrücke von der Stille des Meeres, der Herstellung des Gammelhais, seine Erlebnisse auf der Jagd, seine Sehnsüchte nach Liebe und Geborgenheit und einer Frau, die ihn in den Arm nimmt. Einerseits kann einem Kalmann leidtun, den er scheint doch recht einsam zu sein, bis auf seinen imaginären Freund Noi aus dem Internet hat er niemanden zum Reden. Die Mutter, sein Vormund, arbeitet als Krankenpflegerin im über 3 Stunden entfernten Akureyri und der senile Großvater lebt im Heim in Húsavík. Dorthin fährt ihn eine Dorfbewohnerin einmal die Woche, weil es ihm sehr wichtig ist. Das Buch Kalmann ist kein Krimi, selbst wenn es hier um ein Verbrechen geht, es ist eher eine Mischung aus Roman und Reiseführer. Dabei ist der Rolle Kalmanns das maßgebliche dieser Geschichte. Sein Charakter ist hier sehr speziell, ähnlich eines Autisten. Einerseits ist er der Dorftrottel, er ist sensibel, einfühlsam, in manchen Gebieten jedoch durchaus schlau, was vor allem das Jagen und Fischen anbelangt. Er hat Sehnsüchte, Wünsche, Träume, Hoffnungen und wird am Ende sogar noch als Held gefeiert. Doch er kann mitunter durchaus eine Wut entwickeln, die er dann versucht, an sich oder an anderem abzureagieren. Der Autor sagt in einem Interview, das im Grunde in jedem von uns ein Kalmann steckt. Das könnte durchaus sein, was die Wünsche und Sehnsüchte anbelangt, die er hat. Doch das Buch hat mitunter einige Längen und Wiederholungen, die für mich recht ermüdend waren. Jedoch das Ende brachte dann noch eine sehr eindrückliche Begebenheit, die ich unfassbar stark fand. Gerade diese Schilderung hat mich genauso fasziniert wie die anderen Beschreibungen in diesem Buch, zudem habe ich mit Kalmann mitgelitten. Auf alle Fälle bekommt man durch dieses Buch einen Einblick in die Kultur und Natur Islands, sodass man Lust bekommt, dieses Land mal persönlich zu sehen. Deshalb von mir 4 von 5 Sterne für dieses besondere Buch.«
  20      0        – geschrieben von claudi-1963
 
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