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TASCHENBUCH
 
Explosive Vibes - Julian & Marie
Verfasser: Lisa Torberg (25)
Verlag: Eigenverlag (17114)
VÖ: 9. September 2020
Genre: Romantische Literatur (20856)
Seiten: 276
Themen: Architekten (167), Chef (586), Wiedersehen (1402)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats September 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
♥ Prinzen gibt es nur im Märchen und Traumfrauen verwandeln sich immer in Hexen. Oder doch nicht? ♥
Mit vierzehn wurde Marie wegen ihres Übergewichts gemobbt. Der einzige Lichtblick in ihrem Dasein war ihr arabischer Märchenprinz, der ein paar Klassen über ihr war. Als sie endlich ihren Babyspeck loswird, hat er die Schule längst beendet. Viele Jahre später findet sie ihren Traumjob – und ausgerechnet er ist einer ihrer neuen Chefs.
Julian pfeift auf sein Bad-Boy-Aussehen, das er seinen saudi-arabischen Genen verdankt, und auf seinen beruflichen Erfolg, denn privat hat er einfach kein Glück. Mit den Frauen erlebt er nur Märchen, die verkehrt herum ablaufen: Innerhalb kürzester Zeit werden aus den vermeintlichen Prinzessinnen hässliche Kröten.
Am Tiefpunkt angelangt, stellt sein Partner eine neue Architektin ein. Ihre blitzblauen Augen ziehen ihn an. Ihre Wahnsinnsfigur erregt ihn. Ihr launenhaftes Verhalten bringt ihn zur Weißglut. Aber das ist erst die Ruhe vor dem Sturm ...
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Um auf deine idiotische Aussage zurückzukommen, Marie«, unterbricht Susi meine Gedanken.
     »Welche?«
     »Albtraum. Horrorszenario. Das Schlimmste, was dir passieren konnte.« Susi grinst. »Ich würde sagen, genau das Gegenteil ist der Fall.«
     »Du spinnst.« Ich rolle mit den Augen, bevor ich den Blick senke, nehme den Löffel und kippe die Tasse, um auch die allerletzten Tropfen der heißen Schokolade auszulöffeln.
     »Nein, liebe Schwägerin, das überlasse ich diesmal dir«, erwidert Susi. »Du träumst seit sage und schreibe achtzehn Jahren von Julian Wiesinger, seit dem Tag, an dem du ihn zum ersten Mal gesehen hast, und jetzt bist

du ihm näher als je zuvor. Das ist deine große Chance, Marie!«
     Ich schüttele heftig den Kopf. Über mich, weil ich so dumm war, Susi jedes Detail des heutigen Tages bei der Kaunitz GmbH zu erzählen, noch bevor wir unseren Tisch erreicht hatten. Nun, nicht wirklich alles, sondern nur das, was den arabischen Märchenprinzen anbelangt.
     Obwohl Susi und ich uns an der Oberstufe außerhalb des Unterrichts von unseren Mitschülern fernhielten, bekamen wir alles mit, was rundum geschah. Der Flurfunk war unter hormongesteuerten Teenagern wie der Dauerton einer Sirene, und so wussten wir bald, dass Julian Wiesingers Vater Wiener, seine Mutter hingegen die Tochter eines Scheichs aus Saudi-Arabien war. Das erklärte sein schwarzes Haar und die ebenmäßigen Gesichtszüge, sein außerordentliches Aussehen sowie sein stolzes und zugleich zurückhaltendes Auftreten.
     Damals, während der ersten beiden Schuljahre in der Oberstufe, sah ich ihn nahezu täglich – aus der Ferne. Nachts und an den Wochenenden musste ich nur die Augen schließen und sah ihn vor mir. Er war der Prinz in meinen Träumen – und für eine wie mich unerreichbar.
     Er hatte sich in meinen Kopf geschlichen und sich dort eingenistet, als er mir in der Eingangshalle des Gymnasiums den Schulrucksack aufgehoben hatte, der mir aus meinen zitternden Händen gefallen war, weil mich jemand anrempelte und mir »fette Sau« zuraunte. Das war am zweiten Schultag in der Oberstufe gewesen – und ich erinnere mich bis heute an den freundlichen Blick, den Julian mir aus seinen von langen seidigen Wimpern umrahmten Augen zugeworfen hat. Seine Iriden hatten mich an Bitterschokolade erinnert, doch die wenigen Worte, die er zu mir sagte, waren das genaue Gegenteil gewesen, nämlich süß. »Du bist sicher ein Neuzugang. Herzlich willkommen in den heiligen Hallen des Wissens.« Nein, korrigiere ich mich in Gedanken. Nur in dem Moment, in dem sich unsere Hände flüchtig berührten, habe ich das gedacht. In den darauffolgenden Wochen und Monaten habe ich meine Meinung revidiert. Er war nicht süß. Ich habe ihn beobachtet. Wieder und immer wieder. Auf den Gängen, wenn er mir entgegenkam. In der Mensa der TU, wo Marie und ich im ersten Jahr noch mit den anderen Schülern, deren Eltern für die Tagesbetreuung bezahlten, mittags aßen. Und am Ende des Tages beim Ausgang, wo Susi und ich notgedrungen vorbeimussten und er stets umgeben von Mitschülern und sabbernden Mädchen herumstand. Dort, wo uns seine Kumpels, deren Anführer Emil hieß, die geballte Ladung an gemeinen Schimpfwörtern hinterherriefen und uns auslachten – und er nichts sagte oder tat. Nie. Dass er ohnehin kaum sprach und offenbar nicht einmal die schmachtenden Blicke der fleischgewordenen Barbiepuppen bemerkte, war mir irgendwann im zweiten Jahr aufgefallen. Zu der Zeit hatte ich bereits sechs Kilo abgenommen und meine Selbstsicherheit so weit zugenommen, dass ich nicht mehr nur meine Augen starr auf den Boden richtete, sondern hin und wieder auch aufsah. Möglicherweise hätte ich ihn im dritten Jahr direkt angesehen – damals wog ich, nach dem sechswöchigen sommerlichen Sportcamp, nicht mehr achtundachtzig Kilo wie zu Beginn der Oberstufe, sondern nur noch einundsiebzig. Das war zwar bei meiner Körpergröße nicht wenig, da mein Wachstum sich bei eins fünfundsechzig eingestellt hatte, aber ich ähnelte keinem Walross mehr. Bestenfalls einem knuffigen Teddybärchen, wie Peter meinte. Aber das konnte Julian Wiesinger nicht wissen. Zu der Zeit hatte er bereits als Jahrgangsbester die Matura abgelegt und der Schule den Rücken gekehrt. Ich habe ihn seither nie mehr wiedergesehen – bis heute.
     Ich greife an die Bügel meiner Brille, nehme sie ab und lege sie vor mir auf den Tisch, bevor ich Susi antworte.
     »Mit einem hast du recht. Es ist meine große Chance.«
     »Endlich gibst du es zu.«
     »Halt!« Ich hebe die Hand. »Ich spreche von dem fantastischen Job, den Max Kaunitz mir angeboten hat. Das ist das Einzige, was zählt, Susi. Darauf habe ich so viele Jahre hingearbeitet und unzählige Abfuhren von Chauvinisten eingesteckt, die einer Frau nicht mehr zutrauen, als das Heimchen am Herd zu spielen. Du glaubst doch nicht, dass ich jetzt, wo ich mein Ziel erreicht habe, mit meinem Unterleib denken werde? Ich bin doch kein Mann!«
     Susi grinst über das ganze Gesicht und zieht ihre Augenbrauen hoch.
     »Nein, Marie, das erkennt auch ein Blinder, glaube mir. Du bist eine wunderschöne Frau, doch dein Selbstbild ist so verzerrt, dass du es nicht erkennen kannst. Oder willst.«
     Ich öffne den Mund, um zu meiner üblichen Standardantwort anzusetzen, doch sie unterbricht mich mit einer Geste, noch bevor die erste Silbe über meine Lippen kommt.
     »Behalte es für dich, ich bitte dich! Ich kenne deine idiotische Ansicht von dir selbst nach all den Jahren hinlänglich. Und nein, ich werde dir nicht wieder sagen, dass du dich vor den Spiegel stellen und objektiv betrachten sollst. Wir wissen beide, dass du dazu nicht fähig bist. Du siehst eben immer noch den dicken Teenager in dir, obwohl du deine Kleidung in Größe sechsunddreißig kaufst – immer noch, wie schon seit
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