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Explosive Vibes - Julian & Marie
Verfasser: Lisa Torberg (25)
Verlag: Eigenverlag (17130)
VÖ: 9. September 2020
Genre: Romantische Literatur (20877)
Seiten: 276
Themen: Architekten (167), Chef (587), Wiedersehen (1402)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats September 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
♥ Prinzen gibt es nur im Märchen und Traumfrauen verwandeln sich immer in Hexen. Oder doch nicht? ♥
Mit vierzehn wurde Marie wegen ihres Übergewichts gemobbt. Der einzige Lichtblick in ihrem Dasein war ihr arabischer Märchenprinz, der ein paar Klassen über ihr war. Als sie endlich ihren Babyspeck loswird, hat er die Schule längst beendet. Viele Jahre später findet sie ihren Traumjob – und ausgerechnet er ist einer ihrer neuen Chefs.
Julian pfeift auf sein Bad-Boy-Aussehen, das er seinen saudi-arabischen Genen verdankt, und auf seinen beruflichen Erfolg, denn privat hat er einfach kein Glück. Mit den Frauen erlebt er nur Märchen, die verkehrt herum ablaufen: Innerhalb kürzester Zeit werden aus den vermeintlichen Prinzessinnen hässliche Kröten.
Am Tiefpunkt angelangt, stellt sein Partner eine neue Architektin ein. Ihre blitzblauen Augen ziehen ihn an. Ihre Wahnsinnsfigur erregt ihn. Ihr launenhaftes Verhalten bringt ihn zur Weißglut. Aber das ist erst die Ruhe vor dem Sturm ...
Lesermeinungen (3)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

KAPITEL 3

MARIE


»Wahnsinn, Marie. Das ist einfach nur ...«
     »Ein Albtraum. Ein Horrorszenario. Das Schlimmste, was mir passieren konnte.«
     Ich unterbreche Susi nicht nur, sondern rattere all die Gedanken, die seit Stunden in meinem Hirn Karussell fahren, herunter wie die Salve eines Maschinengewehrs. Und was tut sie? Sie lacht schallend auf die ihr typische Art auf, woraufhin sich nicht nur die Leute an den nächsten Tischen, sondern nahezu alle Anwesenden in unsere Richtung drehen. Jedoch nicht irritiert, da jemand die typische Kaffeehausruhe im altehrwürdigen Café Prückel stört, sondern teils amüsiert, teils wohlwollend. Das wäre vor Coronazeiten nicht passiert – aber diese Pandemie hat viel verändert. Aus den Wiener Grantlern, den ewigen Nörglern, sind Menschen geworden, die für Heiterkeit empfänglich sind. Wer hätte noch vor einem halben Jahr gedacht, dass dieses Virus auch Positives mit sich bringen würde? Was man allerdings von meinem ersten Arbeitstag nicht behaupten kann. Ich rühre gedankenverloren in meiner Tasse und lecke den Löffel ab, bevor ich sie an die Lippen setze und einen Schluck nehme. Dabei verziehe ich das Gesicht, als ob ich ungesüßte Zitronenlimonade trinken würde und nicht meine über alles geliebte heiße Schokolade mit Schlagobers. Letzteres bildet prompt einen weißen Bart auf meiner Oberlippe, der Susi erneut zum Lachen bringt, obwohl sie sich doch gerade erst beruhigt hat.
     »Ich weiß nicht, was du so lustig findest«, zische ich kopfschüttelnd in ihre Richtung und verzichte auf die Serviette, um die fettigsüßen Spuren zu beseitigen. Mein Handrücken tuts auch.
     »Dich, Mariechen. Du warst nicht mehr so durch den Wind, seitdem Peter und ich dir damals gesagt haben, dass wir miteinander gehen.«
     »Ihr seid nicht miteinander gegangen«, berichtige ich sie augenrollend. »Ihr habt es miteinander im Heu getrieben.« Bei dem Gedanken, wie ich meine beste Freundin und meinen Bruder auf dem Heuboden unseres Reitstalls entdeckt habe, stellt sich bei mir immer noch meine gesamte Körperbehaarung auf – nach über einem Jahrzehnt. Er lag unter ihr, beide hatten ihre Hosen bis zu den Knöcheln runtergezogen, und sie ritt ihn, so wie er es normalerweise tat. Wobei er, der beste Reitlehrer in Wien und Umgebung, wie die Presse ihn schon damals bezeichnete, dies normalerweise ausschließlich mit Pferden tat – bekleidet im Sattel sitzend.
     »Du kannst dir diesen Satz mittlerweile wirklich sparen«, erwidert Susi diesmal mit absolut ernstem Gesichtsausdruck, bevor sie ihr zuzwinkerte. »Sonst erzähle ich dir, wo Peter und ich es während unserer langen Verlobungszeit und auch in den fünf Ehejahren überall getrieben haben und bis heute tun.«
     Abwehrend hebe ich beide Hände. »Um Himmels willen, nur das nicht!« Ich bin ja nicht prüde, aber ich will mir meinen Bruder nicht beim Sex vorstellen. Obwohl Peter immerhin meine beste Freundin geheiratet hat, mit der ich schon mit dreizehn die Kolumne des Dr. Sommer in der Bravo verschlang. Was auch immer wir über Zungenküsse, Petting und Selbstbefriedigung wussten, haben wir aus der in unserer Teenagerzeit immer noch angesagtesten Jugendzeitschrift erfahren. Also nein, obwohl wir in der Theorie schon recht früh ziemlich aufgeklärt waren, so waren wir in der Praxis absolute Spätzünder. Kein Wunder für zwei Mädchen, die in ihrer Pubertät absolut nicht dem allgemeingültigen Schönheitsideal entsprachen. Wir waren nicht einfach nur übergewichtig, sondern fett. Beide.
     Das war der vorrangige und offensichtliche Grund, weshalb wir bereits in der Unterstufe Freundinnen wurden und auch gemeinsam beschlossen, in die Oberstufe auf das Akademische Gymnasium am Beethovenplatz zu wechseln. Im ältesten Gymnasium Wiens, einem der renommiertesten der Stadt, das seit seiner Gründung 1553 viele berühmte Wiener absolviert hatten, wollten wir unsere Revanche nehmen. Damals war uns klar, dass wir zwar nicht den Ruhm eines Franz Schubert oder der Kernphysikerin Lise Meitner erreichen würden, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt das Sprichwort. Zumindest wollten wir allen – und nicht zuletzt uns selbst – beweisen, dass viel mehr in uns steckte, als man uns ansah. Jahrelang als Specklawine, Knödel und Rollmops angesprochen zu werden und nachts davon zu träumen, dass sich meine Beine tatsächlich wahlweise in Schweinshaxen oder Krautstampfer verwandelten, war schlimm. Doch ständig zu hören, dass in einem derart hässlichen Körper auch die Gehirnmasse nichts anderes als Fett sein konnte und somit die Denkfähigkeit auf ein Minimum reduziert war, schmerzte wirklich. Und obwohl uns beiden damals absolut bewusst war, dass die Eliteschule, in der die Schüler zuallererst an ihr perfektes Aussehen dachten, bevor sie auch nur ein Lehrbuch aufschlugen, für uns beide ein Albtraum sein würde, haben wir die vier Jahre überstanden.
     Wir wurden Experten darin, uns gegen verbale Angriffe zu wehren – indem wir nichts erwiderten. Unsere Devise war es, keine Worte direkt an die Angreifer zu richten. Stattdessen lernten wir Tag und Nacht und überflügelten alle anderen. Ich war bereits vor den Weihnachtsferien im ersten Jahr Klassenbeste – und zerrte Susi mit, die es schaffte, bis zur Matura stets unmittelbar hinter mir zu liegen. Allerdings nur, da sie mir genauso zusetzte wie ich ihr. Während ich der geistige Dorn in ihrem Fleisch war, war sie mein physischer. Sie hatte es sich in den Kopf gesetzt, dass wir beide mit achtzehn in eine Größe achtunddreißig passen würden. Tatsache ist, dass Susi auf ihrem Gebiet genauso gut war wie ich in meinem: Wir trugen am Tag der Abschlussfeier hautenge Kleider Konfektionsgröße sechsunddreißig.
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