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Die Morde von Edinburgh 1 - Die Tinktur des Todes
Verfasser: Ambrose Parry [Christopher Brookmyre] (1) und Ambrose Parry [Marisa Haetzman] (1)
Verlag: Pendo (100) und Piper (1875)
VÖ: 31. August 2020
Genre: Historischer Roman (4526) und Kriminalroman (7708)
Seiten: 464 (Broschierte Version), 361 (Kindle-Version)
Themen: 19. Jahrhundert (1352), Edinburgh (102), Ermittlungen (1317), Mordserie (355), Schottland (594), Studenten (1016), Viktorianisches Zeitalter (184)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Morde von Edinburgh 1 - Die Tinktur des Todes« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (7)     Tags (2)
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Es sind schon wieder einige Tage vergangen, seitdem wir ein Buch von mehreren Mitarbeitern unserer Seite für unser »Projekt 10« haben anlesen lassen, und so war es wieder einmal an der Zeit dafür. Vier von uns haben sich die ersten (rund) zehn Seiten von »Die Tinktur des Todes« zu Gemüte geführt, um anschließend darüber zu urteilen, ob sie sich das Buch anhand seines Einstiegs gekauft hätten, wenn sie es ohne weiteres Vorwissen in einem Buchladen angelesen oder im Internet eine Leseprobe angesehen hätten.

Das Buch

»Die Tinktur des Todes« wurde von einem schreibenden Duo verfasst, das sich »Ambrose Parry« nennt und aus den miteinander verheirateten Autoren Marisa Haetzman und Christopher Brookmyre besteht. Die Originalausgabe des Romans ist rund zwei Jahre alt, sammelte beim englischsprachigen Amazon mehr als zweihundert fast ausschließlich positive Rezensionen, und stand auf der Longlist für den Theakston's Old Peculier Crime Novel of the Year Award (wennngleich es nicht zum Gewinn reichte). 2019 entstand ein Nachfolgeband, und auch dieser wurde für Preise nominiert. Hierzulande erschien »Die Tinktur des Todes« am 31. August im Pendo Verlag. Das 464 Seiten starke Werk kostet 16,99 Euro, für die E-Book-Version fallen vier Euro weniger an. Ein ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 12:34 Stunden wurde von Julian Mehne eingelesen.

Im Buch der beiden Autoren kommt es im Edinburgh des Jahres 1847 zu einer brutalen Mordserie, welcher junge Frauen zum Opfer fallen. Ein Medizinstudent, der gerade eine Stelle bei einem renommierten Geburtshelfer angenommen hat, und das Hausmädchen des Arztes haben beide persönliche Motive, um die Angelegenheit aufzuklären. Sie ermitteln auf eigene Faust und tauchen dabei in die Unterwelt der Stadt ein, was sie in große Gefahr bringt. Um diese zu überwinden und um den Fall zu lösen, gilt es unter anderem, die gegenseitigen Animositäten zu überwinden.

Die ersten zehn Seiten

Das Buch beginnt direkt mit einem Mord, genauer gesagt mit einem, der kurz zuvor geschehen ist. Will Raven, wie der erwähnte Medizinstudent heißt, findet den Leichnam einer Prostituierten, deren Dienste er zuvor wiederholt selbst in Anspruch genommen hatte. Auf den ersten Seiten blickt er darauf zurück, wie er sie einst kennengelernt hatte, und so erfährt man auch ein Stück seiner eigenen Geschichte. Schlussendlich lässt Raven die tote Dirne zurück, ohne jemanden auf seinen Fund hinzuweisen, und verschwindet auf dunklen Wegen. Er begibt sich in eine Gaststätte, wo ihm eigentlich der Kopf nach einer Rauferei steht, zu der es jedoch nicht kommt, da er auf einen alten Freund trifft. Dabei kommt es zu einer Unterhaltung, durch die man erfährt, dass Raven gerade die in der Buchbeschreibung erwähnte Stelle bei dem Geburtshelfer erhascht hat. Eine Stelle, bei der nicht klar ist, wieso die Wahl ausgerechnet auf ihn gefallen ist, da es diverse Bewerber gegeben hatte und er eigentlich keine erkennbaren Vorzüge gegenüber den anderen mitbrachte. Raven mutmaßt, es könne daran liegen, dass der Arzt wie er selbst aus einfachen Verhältnissen stammte und er ihm deshalb eine ähnliche Chance geben will, wie er sie einst selbst ergriffen hatte.

Fazit

Auf den ersten Seiten fällt vor allem eines auf: Hier hält man ein Buch in den Händen, bei dem sich das Autorenduo dafür entschieden hat, es in einem sehr ruhigen Ton angehen zu lassen. Obgleich hier es hier gleich um einen Mord geht, kommt keine Hektik und keine Hysterie auf, vielmehr untersucht Raven die Leiche seiner Bekannten in aller Gemächlichkeit, und auf die gleiche Weise wird dies auch rübergebracht. Selbst bei seinem Verschwinden, das eigentlich einer Nacht- und Nebelaktion gleichkommt, geht sprachlich alles weiter seinen sehr bedächtigen Gang. Einerseits passt dies natürlich zu einem historischen Ambiente, ob dadurch auf Dauer jedoch Spannung erzeugt werden kann, muss sich noch erst zeigen. Generell ist es jedoch sympathisch, dass nicht gleich mit der großen Effektkeule geschwungen wird. Ob Will Raven hingegen der allersympathischste Protagonist sein wird, geht aus den ersten Seiten noch nicht hervor, denn dass wir hier über ihn erfahren, dass er sich sexuelle Handlungen kauft und der Ansicht ist, die jeweilige Prostituierte würde ihm dann vorübergehend »gehören«, dass er rauflustig ist und dass er eigentlich gar keine erkennbaren Qualitäten an sich selbst erkennt, die ihn für seine zukünftige Stelle prädestinieren, klingt - vorsichtig ausgedrückt - nicht unbedingt nach einem duften Typen. Komplett überzeugt wurde bisher noch keiner der vier Helfer unserer Seite, die das Buch angelesen haben, auch weil die als kunstvoll angedachte Sprache bis hierhin manchmal ein wenig hölzern angemutet hat. Unsere Mitarbeiter Stephanie Gruber und Nadine Wagner werden das Buch trotzdem komplett durchlesen, so dass wir euch demnächst eine Rezension präsentieren können. Insbesondere die vielen positiven Bewertungen beim englischsprachigen Amazon deuten ja eigentlich klar auf ein sehr vielversprechendes Buch hin. Tom Rietzschel und Birgit Haase werden indessen erst einmal auf die Meinung der beiden anderen warten, ehe sie entscheiden, ob sie sich auch durch den Rest schmökern sollten.
– geschrieben am 13. September 2020
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