Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.356 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »NathalieDidier«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Die anderen Anderen 8 - Traumwandler
Verfasser: Melissa Ratsch (16)
Verlag: Eigenverlag (17537)
VÖ: 1. September 2020
Genre: Fantasy (12249) und Romantische Literatur (21290)
Seiten: 340 (Taschenbuch-Version), 272 (Kindle-Version)
Themen: Hacker (135), Träume (719)
Reihe: Die anderen Anderen (9)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
In deinen Träumen bist du frei und die Welt ist grenzenlos.

Was für ein Bullshit – das denkt zumindest Natalia.
Die taffe Hackerin, in deren Seele eine blutrünstige Lamia schlummert, hasst es zu schlafen und zu träumen. Denn jede Nacht wird sie von einem Mann heimgesucht, dessen Gesicht sie niemals sieht und der sie doch wieder und wieder verführt. Wie gefährlich diese Träume sind, stellt sich heraus, als Alii’s Gegner wieder auf der Bildfläche erscheint. Der Unbekannte steht direkt mit ihnen in Verbindung und Natalia muss sich entscheiden, zu wem sie hält: Zu ihren Freunden oder ihrem sprichwörtlichen Traummann.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Apropos neue andere Andere“, sagte Natalia daher und grinste breit, „ich hoffe nur, dass du keine Spur aus kleinen Lamien auf deinem Weg hinterlassen hast.“
     Raik verzog das Gesicht und fragte: „Hast du mit Dad geredet?“
     „Letzte Woche, aber da ging es nicht um dich. Warum fragst du?“
     „Weil seine Carepakete aus Eisentabletten und Kondomen bestehen.“
     Natalia hielt sich an der Tischkante fest, um vor Lachen nicht vom Stuhl zu fallen. Sie konnte sich bildlich vorstellen, wie Eric Hakonsen dutzende Pakete mit Tabletten und Gummis um die Welt schickte und Raik jedes Mal die Augen verdrehte.
     Während Natalia weiter lachte, rieb sich Raik über das Gesicht und fügte hinzu: „Ich schwöre, hätte ich nicht solche Angst vor Moms Standpauken, dann würde ich ihnen meine Adressen nicht mehr mailen.“
     „Du bist fast vierzig und hast noch Schiss vor Mami?“, gluckste sie.
     Raik zog eine Augenbraue nach oben und sagte nüchtern: „Sie ist auch deine, schon vergessen?“
     „Stimmt.“ Natalia wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel. „Und was machst du mit Dads Carepaketen?“
     „Benutzen natürlich“, antwortete Raik grinsend. „Erst letzte Nacht, da habe ich...“
     „Okay okay“, sagte Natalia schnell und hob die Hände, „mehr will ich darüber gar nicht wissen.“
     „Wie du willst.“ Raik zwinkerte ihr zu, doch dann wurde sein Gesichtsausdruck ernst. „Was machen deine Schlafprobleme?“
     „Noch da“, murmelte sie.
     Natalia wandte den Blick ab und sah zu den Fenstern. Hinter den Scheiben verfärbte sich der Himmel bereits in abendliches Rot und Orange. Der Traumfänger, den Marleen ihr aus Marrakesch mitgebracht hatte, baumelte an einem der Pfosten des Himmelbetts. Natalia hatte es anfangs als kitschig empfunden, dass alle Zimmer hier solche Betten hatten, aber mittlerweile liebte sie es, die Vorhänge um das Bett zu ziehen.
     Es half zwar genauso wenig wie der Traumfänger gegen ihre Träume, aber es gab ihr ein gutes Gefühl. Wenn sie doch nur herausfinden könnte, warum...
     „Lia?“ Raiks Stimme, der Kosename aus ihrer Kindheit, weil er damals Natalia nicht hatte aussprechen können, riss sie aus ihren Überlegungen.
     „Sorry.“ Sie atmete tief durch und sagte: „Wenn ich mich tagsüber hinlege, dann schlafe ich wie ein Stein. Nur nachts funktioniert es nicht.“
     „Du weißt, dass das nicht ewig so weitergehen kann?“, fragte ihr Bruder und benutzte dabei unwissentlich fast dieselben Worte wie Raven. Ein Prickeln lief Natalias Rücken hinunter.
     „Ja, ich weiß.“
     „Deine neuen Freunde können sicher helfen. Ihr habt doch da einen ganzen Haufen freakiger Talente, einer hat sicher eine Lösung.“
     Natalia fürchtete, dass es nicht nur mit einem Amulett oder einem sonst wie gearteten Zauber der magiebegabten Bewohner getan wäre, nickte aber trotzdem. Sie liebte ihren Bruder und sie standen sich nahe, aber Natalia wollte auch nicht, dass er sich zu viele Gedanken um sie machte. Nicht zumindest, wenn er nichts dagegen tun konnte.
     Also begann sie, um ihn von sich abzulenken, von dem Besuch der beiden Pixie-Familien zu erzählen, die eine Woche lang auf dem Anwesen eingefallen waren. Natürlich hatten sich Blakes und Moiras Eltern sowie Moiras Schwester und deren Mann nicht nehmen lassen, allen Pflanzen auf dem Anwesen einen ordentlichen Wachstumsschub zu verpassen.
     Loana, die aus noch ungeklärten Gründen stark auf Pixie-Magie reagierte, war vorübergehend zu ihrer Familie ins zwei Stunden entfernte Brixham geflüchtet. Moira machte sich deswegen immer noch Vorwürfe, obwohl die Korrigan nicht müde wurde ihr zu versichern, dass es nicht schlimm gewesen wäre.
     Im Gegenzug berichtete Raik von den Ereignissen der jüngsten Vergangenheit. Als sie sich schließlich verabschiedeten, war es draußen schon dunkel geworden. Mit einem gleichzeitig glücklichen und wehmütigen Gefühl in der Brust klappte Natalia den Laptop zu. Sie vermisste Raik, auch wenn sie hier in St. Ives nicht nur eine Aufgabe, sondern auch eine andere Art von Familie gefunden hatte.
     Natalias Blick huschte zur Uhr und sie fluchte vor sich hin. Es war beinah Zeit zum Abendessen. Eilig verließ sie ihr Zimmer und machte sich auf den Weg ins Erdgeschoss.
     Sie waren auf dem Anwesen mittlerweile so viele geworden – immerhin neunzehn Individuen, wenn Kalliopes Schwester Phoebe im Internat war – dass sie es nur noch schafften gemeinsam zu Abend zu essen. Frühstück und Mittagessen wurden in verschiedenen Konstellationen eingenommen, je nach Tagesplan der einzelnen Bewohner, aber das Abendessen war ein fester Termin. Es war ihnen allen wichtig, weswegen Natalia nicht zu spät kommen wollte. Außerdem hatte sie Hunger.
     Sie mochte problemlos einen PKW stemmen können, doch das hatte seinen Preis. Ihr Körper benötigte mehr Eisen, weswegen ihre Vorfahren bei Menschen und Tieren Blut getrunken hatten. Seit sie jedoch herausgefunden hatten, was diesen ungewöhnlichen Hunger auslöste, ließ sich der Bedarf mit weit weniger auffälligen Methoden stillen: Viel rotes, rohes Fleisch und Eisentabletten.
     Zudem brauchten Lamien mehr Kalorien, weswegen Natalia keine der Mahlzeiten auf dem Anwesen ausließ. Neben Owen konnte nur Marleen mit ihrem Appetit mithalten, was Natalia anfangs sehr fasziniert hatte. Die Sirene erklärte es immer damit, dass sie nicht doch noch ein Stück aus ihrem Partner herausbeißen wollte. Etwas, was auch Lír zu vermeiden versuchte.
     Natalia musste gestehen, dass sie Marleen aufgrund dieser blutrünstigen Neigung noch mehr mochte als ohnehin schon.
     Ein warmer, herzhafter Geruch umfing Natalia, als sie die große Küche betrat. Es war ein gemütlicher Raum, mit hellem Naturstein ausgelegt. Die Einrichtung aus dunklem Eichenholz, mit der Kücheninsel und den beiden Gasherden, war perfekt dafür geeignet eine große Anzahl an Mägen zu füllen.
Seite: 1 2 3 4
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2020)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz