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Die anderen Anderen 8 - Traumwandler
Verfasser: Melissa Ratsch (16)
Verlag: Eigenverlag (17469)
VÖ: 1. September 2020
Genre: Fantasy (12201) und Romantische Literatur (21207)
Seiten: 340 (Taschenbuch-Version), 272 (Kindle-Version)
Themen: Hacker (135), Träume (715)
Reihe: Die anderen Anderen (9)
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In deinen Träumen bist du frei und die Welt ist grenzenlos.

Was für ein Bullshit – das denkt zumindest Natalia.
Die taffe Hackerin, in deren Seele eine blutrünstige Lamia schlummert, hasst es zu schlafen und zu träumen. Denn jede Nacht wird sie von einem Mann heimgesucht, dessen Gesicht sie niemals sieht und der sie doch wieder und wieder verführt. Wie gefährlich diese Träume sind, stellt sich heraus, als Alii’s Gegner wieder auf der Bildfläche erscheint. Der Unbekannte steht direkt mit ihnen in Verbindung und Natalia muss sich entscheiden, zu wem sie hält: Zu ihren Freunden oder ihrem sprichwörtlichen Traummann.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ihr verrückter Bruder hatte sich vor knapp einem Jahr in den Kopf gesetzt, einen Roadtrip durch die ganze Welt zu machen. Das letzte physische Treffen mit ihm lag eine gefühlte Ewigkeit zurück. Noch vor Natalias Umzug von Oslo nach St. Ives.
     Immer zwei Stufen auf einmal nehmend machte sich Natalia auf den Weg in ihr Zimmer, welches im zweiten Stock lag. Wie alle anderen Wohnräume des Anwesens auch war es bei ihrem Einzug schlicht ausgestattet gewesen und hatte nur darauf gewartet bezogen und individualisiert zu werden.
     Natalia hatte nicht viel geändert, da sie im Gegensatz zu manch anderen hier – wie zum Beispiel Loana oder Reika – nicht so einen ausgeprägten Nestbautrieb hatte. Das einzige, was ihre Räumlichkeiten grundlegend von den anderen unterschied, war ihre eigene kleine Technikzentrale: Ein großer Eckschreibtisch, auf dem sich mehrere Laptops, externe Festplatten, diverse Module und meterweise Kabel türmten.
     Owen nannte es scherzhaft ihre Hacker-Ecke.
     Womit er nicht ganz Unrecht hatte, denn Natalia hatte sich über die vergangenen Jahrzehnte einen Namen in der Szene gemacht. Aktuell nahm sie keine Aufträge an. Nicht, seit sie im vergangenen Herbst auf Alii-Netzwerk gestoßen war und damit nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihres besten Freunds völlig verändert hatte. Hier ging die Arbeit nie aus, denn sie hatten noch lange nicht alle anderen Anderen gefunden.
     Das Suchprogramm, dass Alii hier aufgezogen hatte, war seither Natalias Lieblingsspielzeug. Patrik hatte sie nach Owens und ihrer Ankunft erst nach Tagen an den Programmen arbeiten lassen, nicht ohne ihr mit Argusaugen über die Schulter zu blicken.
     Mittlerweile hatte der einzige Mensch auf dem Anwesen und heimlicher Herr über ihre Recherchen mehr Vertrauen zu ihr, doch mit dem Suchsystem durfte sie dennoch nicht von ihrem Zimmer aus arbeiten. Die einzigen Zugänge dazu lagen im Nebengebäude, wo sie auch die physischen Unterlagen zu den Suchen nach den anderen Anderen lagerten.
     Für Natalia war das in Ordnung, auch wenn sie Patrik gerne noch damit ärgerte, dass sie sich schon über Gesetze hinweggesetzt hatte und sein Verbot sie nicht wirklich aufhalten konnte. Zu sehen, wie er daraufhin die Augenbrauen zusammenzog und versuchte sie einschüchternd anzustarren, war jedes Mal zum Todlachen.
     Natalia war eine Lamia, verfügte über übermenschliche Körperkraft und stammte von bluttrinkenden Barbaren ab – da brauchte es schon mehr als einen schlaksigen Historiker, um sie in die Flucht zu schlagen. Da sie Patrik aber mochte, ließ sie ihm die Vorstellung, dass sein strenger Blick sie abhielt das Netzwerk der Bibliothek auch von ihrem Zimmer aus anzuzapfen.
     Lächelnd startete Natalia einen der Laptops, zog ihr Smartphone aus der Tasche und sah die verpassten Nachrichten ihres Bruders. Schnell schrieb sie ihm eine Antwort. Hoffentlich war die Internetleitung, wo auch immer er war, tatsächlich stabil genug für einen Videoanruf.
     Obwohl Natalia sich nichts aus ihrem Aussehen machte, machte sie sich die Mühe ihren Pferdeschwanz zu lösen und neu zu binden. Ein relativ einfaches Verfahren, da ihr dunkelbraunes Haar auf der linken Seite zu einem Undercut geschnitten war.
     Raik hatte diese Entscheidung gefeiert, ihre Mutter hatte nur mit den Augen gerollt. Da Svea Hakonsen sich jedoch schon vor dreißig Jahren damit abgefunden hatte, dass Natalia nie das typische weibliche Klischee erfüllen würde, war es bei dem Augenrollen geblieben. Mehr Ärger hatte sie wegen des großflächigen Tattoos auf ihrem Rücken bekommen.
     Die Frisur gerichtet, öffnete Natalia ein neues Videochatfenster und tippte mit rasender Geschwindigkeit die Kontaktadresse ihres Bruders ein. Der Bildschirm wurde schwarz und eine Sanduhr begann sich zu drehen. Nervös starrte Natalia auf das kleine weiße Gebilde.
     Eine Minute später – sie hatte schon wieder zum Handy greifen und Raik eine weitere Nachricht schreiben wollen – erwachte der Bildschirm zum Leben. Erst stark verpixelt, dann immer klarer erschien die vertraute Gestalt ihres Bruders: Dunkelblonde Haare, grüne Augen und für einen Lamia ungewöhnlich gebräunte Haut. Raiks Lächeln war so breit, dass man seine spitzen Eckzähne sehen konnte. Früher hatte Natalia ihn immer damit aufgezogen, dass er auch in menschlicher Form den Vampir nicht verstecken konnte.
     „Hey du“, sagte Natalia glücklich und beugte sich näher an den Laptop. „Wie geht es dir? Haben dich die Schlangen und Spinnen Down Under schon gebissen?“
     Raiks Grinsen wurde noch breiter. „Hi Natalia. Mir geht es prima, keine Schlangenbisse bisher. Ich glaube, denen schmecke ich nicht.“
     „Glaube ich sofort“, lachte Natalia. Sie begannen sich über die Neuigkeiten und Erlebnisse der letzten Wochen auszutauschen, seit sie das letzte Mal Gelegenheit für ein Telefonat gehabt hatten. Sie hatten ein sehr gutes Geschwisterverhältnis zueinander.
     Natalia war mit ihren sechsundvierzig Jahren sieben Jahre älter als Raik – und doch sahen sie bei keinen Tag älter als dreißig aus. Ein Geschenk ihrer besonderen Genetik, aber auch ein Handicap in der immer stärker überwachten Welt. Als es für Raik an der Zeit gewesen war sich eine neue Identität zu suchen, da sonst aufgefallen wäre, dass er nicht alterte, hatte er sich für die Weltreise entschieden.
     „Also keine neuen Monster?“, fragte Raik und zog die Mundwinkel nach unten.
     Natalia lachte und sagte: „Hör auf, dieser Schmollmund funktioniert vielleicht bei Mom, aber bei mir sicher nicht. Außerdem kann ich andere Andere auch nicht einfach aus dem Hut zaubern.“
     „Schade“, erwiderte Raik, zuckte mit den breiten Schultern und lächelte das Lächeln, das Natalia „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Lächeln genannt hatte. Damit versuchte er sich schon seit seiner Pubertät entweder aus Schwierigkeiten raus oder in Frauenbetten rein zu lächeln.
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