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Die anderen Anderen 8 - Traumwandler
Verfasser: Melissa Ratsch (16)
Verlag: Eigenverlag (17471)
VÖ: 1. September 2020
Genre: Fantasy (12203) und Romantische Literatur (21209)
Seiten: 340 (Taschenbuch-Version), 272 (Kindle-Version)
Themen: Hacker (135), Träume (715)
Reihe: Die anderen Anderen (9)
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In deinen Träumen bist du frei und die Welt ist grenzenlos.

Was für ein Bullshit – das denkt zumindest Natalia.
Die taffe Hackerin, in deren Seele eine blutrünstige Lamia schlummert, hasst es zu schlafen und zu träumen. Denn jede Nacht wird sie von einem Mann heimgesucht, dessen Gesicht sie niemals sieht und der sie doch wieder und wieder verführt. Wie gefährlich diese Träume sind, stellt sich heraus, als Alii’s Gegner wieder auf der Bildfläche erscheint. Der Unbekannte steht direkt mit ihnen in Verbindung und Natalia muss sich entscheiden, zu wem sie hält: Zu ihren Freunden oder ihrem sprichwörtlichen Traummann.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 1


„Natalia.“
     „Natalia, wach auf.“
     „Natty!“
     Japsend schreckte Natalia aus dem Schlaf und starrte in ein dunkles Paar Augen, das sie mit einer Mischung aus Besorgnis und Verwunderung ansah. Raven kniete vor dem Sofa im Gemeinschaftswohnzimmer, auf dem Natalia wohl eingeschlafen war. Sie setzte sich auf, so dass ihre Freundin neben ihr platznehmen konnte.
     „Ich liebe dich wirklich“, sagte Natalia und rieb sich über das Gesicht, „aber ich bringe Owen und dich um und werfe euch von den Klippen ins Meer, wenn ihr nicht aufhört mich so zu nennen.“
     Statt von ihrer Drohung beunruhigt zu sein grinste die Frau an ihrer Seite und stieß sie sanft mit der Schulter an. Natalia musste wirklich mehr an ihrem grausamen Ruf arbeiten, dann würde sie vielleicht auch endlich den verhassten Spitznamen aus der Kindheit loswerden.
     „Ich weiß, dass du ihn nicht magst“, sagte Raven, „aber du hast geschlafen wie eine Tote und es war die einzige Möglichkeit, dich wach zu bekommen.“
     „Raven wollte nicht, dass ich dich wecke“, kam es von der Tür. Dort stand Yue, ein kleines Lächeln auf dem Gesicht.
     „Ich nehme meine Morddrohungen zurück“, sagte Natalia und grinste die Japanerin an, die sich zu ihnen gesellte. Da sie als Yuki Onna Schnee und Eis kontrollieren konnte, konnte sich Natalia schon denken, wie sie sie geweckt hätte. Und das wäre um einiges unangenehmer gewesen.
     Yue war, zusammen mit zwei Ifrit, die neuste Bewohnerin auf dem Anwesen. Vor sieben Monaten war sie eigentlich hier gestorben und begraben worden. Eigentlich, denn nach knapp vier Wochen war sie in einer schneereichen Nacht wieder auferstanden. Wie genau, darüber zerbrachen sich die anderen Alii-Mitglieder noch immer den Kopf. Vor allem Nikolai war laut der Aussage seiner Partnerin kurz davor wie ein frustriertes Kind mit dem Fuß aufzustampfen.
     Das Bild, dass sich daraufhin von dem großgewachsenen Russen mit den weißen Haaren in Natalias Kopf gebildet hatte, hatte sie herzlich lachen lassen. Auch Kaori hatte breit gegrinst, so dass man ihr ihre innere Füchsin angesehen hatte.
     Jeder auf dem Anwesen im südenglischen St. Ives war glücklich gewesen, dass Yue wieder zu ihnen gefunden hatte. Am meisten sicher Samir, einer der beiden Ifrit. Er selbst hatte so seine Erfahrungen mit Wiedergeburten. Zuvor hatte Yue ihn als die Reinkarnation ihres Geliebten identifiziert, der vor über zweihundert Jahren gestorben war.
     Das Ganze war selbst für ihre Verhältnisse verrückt und doch nicht weniger wahr.
     Immerhin wird es so nicht langweilig, dachte Natalia zufrieden. Sie rieb sich über den noch immer verspannten Nacken und fragte: „Was gibt’s, dass ihr mich geweckt habt?“
     Statt zu antworten runzelte Raven die Stirn und wollte wissen: „Wie viel hast du letzte Nacht geschlafen? Und die davor?“
     „Du weißt doch, dass Lamia nicht so viel schlafen müssen wie andere Monster oder Menschen.“
     „Ja, aber Owen sagt, dass du selbst für eure Verhältnisse zu wenig schläfst“, sagte Raven. In ihren dunklen Augen lag ein unzufriedener Ausdruck.
     Natalia wandte den Blick ab. Die Gefährtin ihres besten Freunds war auch eine gute Freundin für sie geworden und auch mit Yue, die so herrlich verschroben sein konnte, verstand sie sich gut. Eigentlich mit allen auf dem Anwesen. Sie waren eine eigenwillige Mischung aus Familie, Geheimbund und Dauerferienlager. Und trotzdem widerstrebte es Natalia, mit Owen oder einem der anderen über ihre Schlafprobleme zu sprechen.
     Denn wenn sie das täte, dann müsste sie auch von den Träumen erzählen. Ein Schauer lief über Natalias Rücken, sie schob den Gedanken schnell beiseite.
     Stattdessen setzte sie ein Lächeln auf, welches sie in den letzten zwanzig Jahren perfektioniert hatte, und sagte: „Mir geht es gut, ihr müsst euch keine Sorgen machen.“
     „Tu das nicht“, sagte Raven und griff nach ihrer Hand. „Lüg mich und die anderen nicht an, indem du behauptest, dass es dir gut geht. Ich kenne dich mittlerweile ziemlich gut und weiß, wenn du nicht die Wahrheit sagst.“
     „Alles braucht seine Zeit“, fügte Yue hinzu, den Blick auf die Banshee neben Natalia gerichtet. „Sie wird wissen, wann es soweit ist, uns davon zu erzählen.“ Ihre dunklen Augen huschten zu Natalia und nahmen diesen speziellen Ausdruck an, den Natalia mittlerweile mit sehr, sehr hohem Alter assoziierte. Er rührte von mehreren Jahrhunderten Lebenserfahrung her.
     Weil Natalia nicht wusste, was die darauf erwidern sollte, nickte sie lediglich. Sie war der Yuki Onna dankbar, dass sie den Druck von ihr genommen hatte. Natalia war nicht dämlich, sie wusste, dass sie eher früher oder später etwas gegen ihre Schlaflosigkeit und vor allem die verstörenden Träume unternehmen musste. Egal ob beinah unsterblich oder nicht, zu wenig Schlaf konnte zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.
     Raven sah noch immer unzufrieden aus, doch sie beließ es dabei und sagte stattdessen: „Raik hat bei Owen angerufen, weil er dich nicht erreichen konnte.“
     Sofort war Natalia hellwach. Raik war ihr jüngerer Bruder und im Moment irgendwo im australischen Outback unterwegs. Natalia hatte dafür gesorgt, dass er immer ein Satellitentelefon bei sich trug, damit er im Notfallhilfe holen konnte. Ihr Magen zog sich zusammen.
     „Was ist passiert? Steckt er in Schwierigkeiten?“
     „Nein“, sagte Raven schnell und lächelte. „Er ist in einer Stadt, dessen Namen ihr ehrlich gesagt nicht aussprechen kann. Er wollte einfach nur mit dir reden.“
     „In einer Stadt? Hat er WLAN?“
     Raven nickte und Natalia stand auf. Wenn er Internetzugang hatte, dann konnte sie einen Videochat starten. Die Aussicht, ihren Bruder einmal wieder zu sehen und nicht nur von ihm zu lesen oder Sprachnachrichten von ihm abzuhören, machte sie munterer als ein Liter Kaffee.
     „Ich richte ihm Grüße von euch aus“, verkündete Natalia und verließ das große Gemeinschaftswohnzimmer im Erdgeschoss des Haupthauses. Leises Gelächter der beiden Frauen folgte ihr, aber das kümmerte sie nicht. Sie war viel zu glücklich bei der Aussicht, Raik endlich wiederzusehen.
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