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Das Verschwinden des Dr. Mühe
Verfasser: Oliver Hilmes (1)
Verlag: Penguin (282)
VÖ: 31. August 2020
Genre: Historischer Roman (4526), Kriminalroman (7708) und Tatsachenroman (105)
Seiten: 240 (Gebundene Version), 241 (Kindle-Version)
Themen: Ärzte (896), Barcelona (54), Berlin (1108), Doppelleben (159), Dreißiger Jahre (214), Mordkommission (184), Verschwinden (1909), Weimarer Republik (54)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Das Verschwinden des Dr. Mühe« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
In den vergangenen Jahren sind Kriminalromane, die in den zwanziger und dreißiger Jahren spielen, schwer in Mode gekommen ... natürlich getrieben durch einige besonders erfolgreiche Buchreihen. In die gleiche Kategorie fällt das Buch »Das Verschwinden des Dr. Mühe«, das von dem Historiker, Publizisten und Kulturmanager Oliver Hilmes zu Papier gebracht wurde. Dieser hatte in den Jahren zuvor vor allem durch Biografien historischer Figuren für Aufsehen gesorgt. »Das Verschwinden des Dr. Mühe« wurde im Penguin Verlag herausgegeben und ist seit anderthalb Monaten erhältlich. Es ist 240 Seiten lang und hat einen Preis von zwanzig Euro. Für die E-Book-Ausgabe sind drei Euro weniger zu zahlen.

In einer Sache ist Hilmes' Werk den erwähnten anderen Büchern schon mal etwas voraus: Der Autor hat sich nicht einfach nach Gutdünken einen Fall ausgedacht. Vielmehr stieß er im Berliner Landesarchiv auf einen Kriminalfall, der sich zum Ende der Weimarer Republik zutrug. Diesen machte er zur Grundlage seines Werks und ergänzte ihn um fiktionale Parts, um aus dem Cold Case eine lesenswerte und spannende Geschichte zu formen. Dazu nimmt er seine Leser mit ins Jahr 1932, in dem ein respektierter Arzt von einem Moment auf den anderen verschwindet. Nachdem sein Auto in der Nähe des Sacrower Sees verlassen gefunden wird, nimmt sich die Mordkommission der Sache an und stößt hinter der unbefleckten Fassade des Mannes auf die Spuren eines Doppellebens, das alles andere als redlich war und weite Kreise zog.

Womöglich liegt es an der vorgefertigten Vermutung, die man aufgrund des Wissens hat, dass es sich bei dem Autor um einen Historiker handelt, der im Sachbuchbereich aktiv war, aber man hat beim Schmökern streckenweise den Eindruck, dass dem Leser die vielen eingearbeiteten Fakten auf eine ungewohnt sachliche und lehrbuchhafte Weise vermittelt werden. Das muss nichts schlechtes sein, es gibt dem Ganzen jedoch einen etwas gewöhnungsbedürftigen Charakter. Es lohnt sich jedoch, der Geschichte die Gelegenheit zu geben, sich an sie zu gewöhnen, denn was hier erzählt wird, ist nicht nur der Buchbewerbung nach raffiniert, sondern es handelt sich tatsächlich um eine ausgeklügelte Geschichte, die trotz ihrer überschaubaren Länge äußerst vielschichtig und komplex ist und die von vorn bis hinten auf ihre spezielle Art zu unterhalten weiß.

Der Fall selbst wurde geschickt gestrickt, ist nicht geradlinig und entsprechend nicht vorhersehbar, und eingebettet wurde er in eine Szenerie, die dank der Fülle an Informationen, die man hier im Vorbeigehen aufschnappt, ein äußerst realistisches Bild der Zeit darstellen dürfte. Durch die Art des Vortrags ist »Das Verschwinden des Dr. Mühe« vermutlich kein Buch für jedermann, da es sicherlich viele Fans historischer Krimis geben wird, die es mit der geschichtlichen Präzision und der Detailfülle weniger genau nehmen, wenn denn stattdessen auf emotionaler Ebene eine griffige historische Atmosphäre geschaffen wird und die damalige Zeit durch »weichere« Faktoren lebendig gemacht wird. Daher ist Hilmes' Buch unserer Meinung nach eines jener Exemplare, bei denen es angeraten ist, im Vorfeld in die Leseprobe hineinzuschnüffeln und sich umzusehen, wie warm man mit dem Stil des Ganzen wird. Kann man sich darauf einlassen, dann erhält man hier einen lesenswerten historischen Krimi, der durch und durch schlüssig ist, der den Leser ein Stück schlauer macht, der ihn mitfiebern lässt und der ihn hinterher zufrieden das Buch zuschlagen bzw. den Reader abschalten lässt.
– geschrieben am 28. Oktober 2020 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz