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Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
Verfasser: Elena Ferrante (10)
Verlag: Suhrkamp (408)
VÖ: 29. August 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (3077)
Seiten: 415 (Gebundene Version), 301 (Kindle-Version)
Themen: Erwachsenwerden (206), Italien (570), Jugendliche (196), Lügen (1045), Mädchen (2581), Neapel (24), Neunziger Jahre (52), Pubertät (52), Vertrauen (945)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Das lügenhafte Leben der Erwachsenen« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (7)     Blogger (1)     Tags (6)     Cover
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 1. Oktober 2020 um 17:19 Uhr (Schulnote 3):
» Ich war sehr gespannt auf „Das lügenhafte Leben der Erwachsenen“, mein erster Roman von Elena Ferrante.
Giovanna wächst in einer wohlhabenden Gegend von Neapel auf. Ihre Eltern gehören der kultivierten Mittelschicht an. Sie legen großen Wert auf Bildung und Giovanna ist eine fleißige Schülerin mit guten Noten. Bis sie eines Tages unfreiwillig ihren Vater einen für sie folgenschweren Satz sagen hört: Sie sieht bald aus wie ihre Tante Vittoria. Die Schwester ihres Vaters wird niemals besucht und kaum erwähnt und ist für sie der Inbegriff von Hässlichkeit. Giovanna ist erst dreizehn Jahre alt und dieser Satz wirft sie aus der Bahn. Giovanna hört auf, ein Kind zu sein. Sie fühlt sich hässlich, dumm und ihren Eltern unwürdig. Verunsichert macht sich Giovanna auf die Suche nach der Herkunft ihres Vaters. Ist sie wirklich wie so wie die schreckliche Tante Vittoria? Sie will diese Tante und das fremde, einfache und vulgäre Neapel kennenlernen.
Giovanna und Vittoria sind die beiden Hauptcharaktere im Lügenleben der Erwachsenen. Die Nichte und die Tante trennen nicht nur Lebensjahre, sondern auch Charakter und Ausbildung. Vittoria ist eine harte Frau, allein gelassen und herrschsüchtig. Durch Vittoria macht Giovanna den ersten Schritt ins Erwachsenenleben. Ihre Tante wird ihr zeigen, dass nichts so ist, wie es scheint. Giovanna erkennt, dass ihre Eltern nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Giovanna verliert den Halt, bekommt schlechte Noten, trägt aufreizende Kleidung, schweres Make-up und bekommt zunehmend eine unanständige Einstellung. Doch letztlich muss sie feststellen, dass auch Tante Vittorias Leben nicht frei von Widersprüchen, Lügen und Hässlichkeit ist. Es scheint für Giovanna keinen positiven Bezugspunkt mehr zu geben, und während alte Freundschaften zu zerbrechen drohen, sind die neuen teils oberflächlich, teils von unausgesprochenen Konflikten geprägt. Die Veränderungen in ihrer Familie und in denen ihrer Freunde werden immer größer. Neben Giovannas Freundinnen gibt es auch die Männer: Roberto, Rosario - gänzlich verschieden und doch so gleich. Monate vergehen und Giovanna kann nicht anders, als erwachsen zu werden.

Die Entwicklung, die Giovanna durchläuft, lässt sie in sich eine Stärke entdecken, die unabhängig von ihrer Umgebung in ihr selbst liegt. Nur das Ende war deprimierend und zu einfach. Dieser Roman hat schon eine große Anhängerschaft gefunden, ist aber leider nicht für mich geschrieben. Trotzdem war es mir kaum möglich, mich von dem Buch zu lösen, deshalb vergebe ich gerne die Schulnote 3.«
  12      0        – geschrieben von givemeabook
Kommentar vom 27. September 2020 um 14:39 Uhr (Schulnote 1):
» Giovanna ist dreizehn als ihre friedliche Welt sich als eine andere entpuppt. Ihr Vater ist nicht immer der unbeschwerte und sonnenbeschienene Mann, den sie als kleines Mädchen kennengelernt hat und auch ihre Mutter sieht sie plötzlich mit ganz anderen Augen. Doch schlimmer noch ist die Schwester ihres Vaters, ihre Tante Vittoria. Sie gilt nicht nur als schwarzes Schaf der Familie, sie muss auch noch für allerlei Verfehlungen herhalten und auch sonst wird kein gutes Haar an ihr gelassen. Um zu ergründen, ob ihre Tante wohl wirklich so ein schrecklicher Mensch ist, wie von Mutter und Vater geschildert, sucht Giovanna den Kontakt zu ihr. Mit selbigem macht sich jedoch schnell die Erkenntnis breit, dass niemand perfekt ist und auch ihre Tante jedoch eine Menge heller Momente und kluger Lebensweisen aufweist. Die Begegnung mit ihrer Tante ist zugleich Grundstein von Giovannas eigener Entwicklung, welche sich nun auf die verschlungenen Pfade des Erwachsenwerdens begibt und dort immer wieder zwischen Abscheu und dem Wunsch nach Annerkennung schwankt. Wird es ihr gelingen, einen guten Weg für sich zu finden? Oder wird Giovanna ein Leben wie ihre Eltern und ihre Tante führen? Möglichst angepasst und allen Erwartungen stets entsprechend?


Die Geschichte um Giovanna, welche auch aus ihrer Sicht erzählt wird, konnte mich nicht nur begeistern, sondern auch überzeugen. Authentisch und reich an Details schildert die Autorin Elena Ferrante das Leben eines jungen Mädchens, was langsam zur Frau heranreift und dabei sich und ihr eigenes Leben entdeckt. Statt nur streng nach den Erwartungen ihrer Eltern zu leben, beginnt sie zu hinterfragen, zu überdenken oder gar abzulehnen und sich eine eigene Meinung zu bilden, was mir als Leserin persönlich gut gefallen hat. Insgesamt konnte Elena Ferrante mich mit der Erzählung um ihre Protagonistin Giovanna überzeugen, aber auch die anderen Charaktere wirkten glaubwürdig und nicht übertrieben. Gut gefallen hat mir die Authentizität der Handlung, da der Schritt zum Erwachsenwerden von vielen Menschen, so auch bei Giovanna oft auf wackeligen Beinen geschieht. Giovanna jedoch wirkt stark und lebendig und konnte mich daher auch von sich überzeugen. Klar und beinahe gefasst blickt sie auf das Leben der Erwachsenen in ihrem Umfeld und muss erkennen, dass deren Leben oft durch Lügen und dem schönen Schein bestimmt wird. Insgesamt hat Elena Ferrante eine solide und zugleich beinahe poetische Geschichte geschaffen, welche mich nicht nur durch ihren unvergleichlichen Schreibstil für sich gewonnen hat, sondern auch durch die flüssige Erzählweise. Längen oder langatmige Passagen konnte ich keine während des Lesens feststellen. Auch die Umschlaggestaltung gefällt mir gut, da sie zugleich passend zum Inhalt ist. «
  17      0        – geschrieben von Lese-katze1992
Kommentar vom 11. September 2020 um 14:32 Uhr:
» Contenance um jeden Preis
Dieser Roman handelt von der Pubertät der anfänglich 13 jährigen Giovanna, die in Neapel in einer intellektuellen Familie aus dem Bildungsbürgertum aufwachst. Bildung und Erfolg sind ihr in die Wiege gelegt, jedoch ist das Aussehen für jedes Mädchen von großer Bedeutung. Als sie ihre Eltern belauscht und ihren Vater sagen hört, Giovanna werde immer häßlicher und zunehmend seiner verhassten Schwester ähnlicher, bricht eine Welt für sie zusammen. Die Familie hat keinen Kontakt zu dieser Tante, denn sie lebt in einem Arbeitermilieu in einem heruntergekommenen Wohnviertel.
Die Aussage ihres sehr verehrten Vaters verletzt und berührt Giovanna so sehr, dass sie die Schule vernachlässigt und immer nachdenklicher wird. In der Vergangenheit hat es Probleme zwischen ihrem Vater und seiner Schwester gegeben, und Giovanna fühlt sich stark zu ihrer so wenig vornehmen Tante hingezogen. Getrieben von Selbstzweifeln macht sie sich auf die Suche nach dieser geheimnisvollen Frau. Im Rahmen ihrer Entwicklung von einem naiven Mädchen, zu einer 16-jährigen Frau, verliert sie immer mehr den Glauben an die Unfehlbarkeit ihrer Eltern und der anderen Erwachsenen. Sie muss erkennen, dass die Erwachsenen alle eine Rolle im gesellschaftlichen Gefüge spielen, denn sie lügen und manipulieren, um selbst eine möglichst gute Figur zu machen. Für sie ist Contenance alles!
Giovanna macht sich viele Gedanken über sich selbst, ihre Position im Leben, und ihre Beziehungen zu Verwandten, Freunden und natürlich Jungen.
Sie hinterfragt zunehmend den ihr aufgezwungenen Lebensstil und muss im rahmen ihres Erwachsenwerdens viele Probleme bewältigen um zu einem selbstbestimmten Individuum zu werden.
Zunehmend ändert sich aber auch ihre Haltung. Sie wird ruhiger und abschätzend, und versucht, das Verhalten der Erwachsenen zu verstehen. Aber sie bleibt ehrlich.
Dieser emotionsgeladene Roman endet mit der unspektakulären Entjungferung der 16-jährigen, die zu einer Frau geworden ist.
Elena Ferantes Fähigkeit, die Charaktere vor unserem inneren Auge entstehen zu lassen, wird durch ihren präzisen, differenzierten, gehobenen Schreibstil vermittelt. Meine Erwartungen an dieses Werk wurden voll erfüllt.«
  14      0        – geschrieben von rosenfreund
Kommentar vom 7. September 2020 um 13:25 Uhr (Schulnote 4):
» Zum Inhalt:
Für die dreizehnjährige Giovanna bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass sie angeblich immer hässlicher werde so wie ihre Tante Vittoria, die sie nicht einmal kennt. So will sie diese kennen lernen und kommt so immer mehr mit den Lügen der Erwachsenen in Kontakt und weiß irgendwann nicht mehr was wahr und was gelogen ist.
Meine Meinung:
Ja, das Buch hat einen gewissen Reiz und es ist auch nicht schlecht geschrieben, aber berühren konnte es mich nicht. Die Protagonisten bleiben mir seltsam fremd. Auch konnte ich viele Verhaltensweise sowohl von Giovanna als auch ihrer Familie nicht nachvollziehen. Dennoch glaube ich, dass das Buch eine großere Anhängerschaft finden wird. Für mich blieb es einfach ein Roman, den ich wieder schnell vergessen werde.
Fazit:
Hat mich nicht berühren können.«
  10      1        – geschrieben von brauneye29
Kommentar vom 7. September 2020 um 12:28 Uhr (Schulnote 1):
» Neapel in den 1990er-Jahren: Es sind nur wenige Worte, doch sie treffen die zwölfjährige Giovanna Trada mit voller Wucht. Sie werde seiner hässlichen und boshaften Schwester Vittoria immer ähnlicher, hört die Jugendliche zufällig ihren Vater Andrea zu ihrer Mutter Nella sagen. Als einziges Kind von Akademikern behütet aufgewachsen, war die Welt von Giovanna bis dato in Ordnung. In der Schule waren ihre Leistungen immer gut, sie fühlte sich zu Hause geliebt und verstanden. Doch jetzt in der beginnenden Pubertät werden ihre Noten schlechter, was ihren Eltern missfällt. Und mit dem verletzenden Satz ihres Vaters kommt Giovanna ins Grübeln und beginnt einige Nachforschungen anzustellen, wer genau ihre Tante ist. Dabei kommen einige Geheimnisse zum Vorschein…

„Das lügenhafte Leben der Erwachsenen“ ist ein Roman von Elena Ferrante.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus sieben Teilen, die wiederum in angenehm kurze Kapitel untergliedert sind. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Giovanna, allerdings in der Rückschau im Erwachsenenalter. Dieser Aufbau funktioniert gut.

Der für die Autorin typische Schreibstil ist durch teils lange Satzkonstruktionen nicht einfach, aber einzigartig, atmosphärisch, wortgewaltig und wieder einmal sehr gelungen. Lebhafte Dialoge wechseln sich ab mit Beschreibungen, die ein anschauliches Bild von Neapel liefern. Immer wieder tauchen zudem starke Bilder und Metaphern auf.

Die Charaktere sind zwar nicht allesamt sympathisch, aber interessant. Sie überzeugen mit psychologischer Tiefe. Nicht nur die Protagonistin Giovanna, deren Gedanken- und Gefühlswelt sich hervorragend nachvollziehen lässt und die eine glaubhafte Entwicklung durchmacht, sondern auch die übrigen Figuren wirken authentisch.

Thematisch ist der Roman erstaunlich vielfältig. Es geht natürlich um das Erwachsenenwerden und die Pubertät – aber auch um viel mehr: um sozialen Aufstieg, um Lügen, Heucheleien und Geheimnisse innerhalb von Familien, um gesellschaftliche Konventionen, um Schönheitsideale, Ansehen und sonstige Oberflächlichkeiten, um Feminismus und das Frausein. Diese inhaltliche Komplexität trägt – ebenso wie mehrere Wendungen – dazu bei, dass der Roman mit mehr als 400 Seiten nicht langweilig wird und schnell eine Sogwirkung entfaltet. Das Ende bleibt ein wenig offen, was mich jedoch nicht gestört hat.

Das Cover passt nicht nur gut zur Optik der „Neapolitanischen Saga“, sondern gefällt mir auch dieses Mal sehr. Der deutsche Titel ist wörtlich aus dem Italienischen („La vita bugiarda degli adulti“) übersetzt und ebenfalls treffend gewählt.

Mein Fazit:
Auch mit „Das lügenhafte Leben der Erwachsenen“ konnte mich Elena Ferrante in mehrfacher Hinsicht begeistern. Ein empfehlenswerter Roman für alle, die tiefgründige, komplexe und realitätsnahe Geschichten lieben.«
  19      0        – geschrieben von milkysilvermoon
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