Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.327 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Hans-Jürgen Pilz«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
BROSCHIERT
 
HÖRBUCH
 
HB-DOWNLOAD
 
Das Lichtenstein - Modehaus der Träume
Verfasser: Marlene Averbeck (1)
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1183)
VÖ: 21. August 2020
Genre: Historischer Roman (4439)
Seiten: 480 (Broschierte Version), 484 (Kindle-Version)
Themen: Berlin (1082), Brand (179), Kaufhaus (15), Mode (99)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,63 (88%)
1
50%
2
38%
3
13%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 8 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Das Lichtenstein - Modehaus der Träume« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (5)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 15. Oktober 2020 um 21:11 Uhr (Schulnote 1):
» Die Lichtensteins

"Das Lichtenstein: Modehaus der Träume" erzählt die Geschichte des Familienunternehmens, mit zwei konkurrierenden Brüder vor dem Hintergrund des ersten Weltkrieges.

Es ist ein kleines Warenhaus in Berlin, mit einem großen Sortiment an Waren, besonders an solider Damenmode. Dort treffen die unterschiedlichsten Personen aufeinander und ihre Schicksale sind alle miteinander verbunden.

Während die beiden Brüder verschiedene Ansichten haben, wie es mit dem Kaufhaus weitergehen soll, Althergebrachtes oder neue Wege gehen, vernichtet ein Brand fast alles.

Neuaufbau, und Kriegsausbruch und die Liebe sind Hauptbestandteile der Geschichte. Man fühlt und leidet mit den Protagonisten und spürt den Hauch der damaligen Zeit.

Eine wunderbare Familiensaga die einem die Höhen und Tiefen der damaligen Zeit näherbringt. Die Autorin Marlene Averbeck versteht es ihre Leser zu fesseln!

Ich bin gespannt auf den 2. Teil!«
  9      0        – geschrieben von busdriver
Kommentar vom 22. September 2020 um 15:38 Uhr (Schulnote 2):
» Schöner Roman als Auftakt

Im Jahr 1913 im Herzen Berlins lässt das Lichtenstein keine Wünsche offen. Es bietet seinen Kunden das richtige Sortiment – hier vor allem jedoch Damenbekleidung mit Chic. Unterschiedlichste Menschen und Schicksale treffen hier aufeinander. Hedi, das Ladenmädchen taucht in die Welt der Mode ein, die Näherin Thea hat nur Augen für Ludwig, den Junior. Diesem gefallen seines Bruders ehrgeizige Pläne nicht, denn Jacob schaut in die Zukunft und Ludwig will, dass alles so bleibt wie es ist. Doch gegen den Widerstand des Bruders beginnt Jacob seine Ideen umzusetzen. Doch dann passiert das Entsetzliche: Es brennet im Lichtenstein und damit steht die Existenz aller Angestellten wie auch der Inhaber auf dem Spiel.

Meine Meinung
Das Buch beginnt damit, dass es Hedis Mutter so gar nicht gefällt, dass diese als Ladenmädchen arbeitet. Doch Hedi setzt sich durch und wird dann im Lichtenstein weit mehr als nur ein Ladenmädchen. Es erzählt uns, wie Jacob versucht ein richtiges Modehaus mit Pariser Chic aufzubauen und wie er dabei auf die Hilfe verschiedener, im Lichtenstein beschäftigter, Personen bauen kann. Man erfährt, wie ihm sein Bruder versucht, Steine in den Weg zu legen. Wie sich alles entwickelt – und wie der Krieg dazwischenfunkt. Das Buch ist sehr interessant geschrieben und dank des unkomplizierten Schreibstils (keine Unklarheiten im Text) auch leicht und flüssig zu lesen. Was mich überrascht hat, waren die Ansichten von Hedis Mutter Hilde, denn das hatte ich zu Anfang nicht unbedingt erwartet. Auch wenn sie im Buch noch keine Auswirkungen haben. Ich habe dieses Buch gerne gelesen, es hat mir sehr gut gefallen und mich auch genauso gut unterhalten. Es ist der erste Band einer ´Trilogie und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Von mir dafür eine Leseempfehlung sowie vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.«
  10      0        – geschrieben von Lerchie
Kommentar vom 22. August 2020 um 15:51 Uhr (Schulnote 2):
» Handlung:
Berlin 1913
Das Modehaus Lichtenstein hat einen fantastischen Ruf und steht vor allem für schicke Damenmode, elegante Herrenkleidung und eine hervorragende Beratung. Und im Sortiment lassen sich auch andere Dinge finden, wie z.B.: Haushaltswaren und es bleibt am Ende kein Wunsch der Kunden offen.
Dabei gibt es tagtäglich ein Kommen und Gehen, Menschen mit verschiedenen Schicksalen und Zielen treffen aufeinander und wollen ein erstklassiges Einkaufserlebnis erfahren. Um dies zu ermöglichen gibt es allerhand Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Abteilungen arbeiten und für die Qualität des Modehauses stehen. Die Näherin Thea hat ihr Auge auf einen der Lichtenstein-Brüder geworfen und weiß insgeheim, dass diese Liebe fast aussichtslos ist. Hedi nimmt eine Anstellung als Ladenmädchen an und taucht in die Welt der Mode ein, eine große Leidenschaft ihrerseits. Jacob, der ältere der Brüder Lichtenstein möchte das Modehaus zu noch mehr Erfolg führen, was aber verlangen würde, dass es ein paar moderne Änderungen gibt. Doch sein Bruder hat in dieser Angelegenheit vollkommen andere Ziele. Trotzdem gibt Jacob nicht auf, er möchte seine Wünsche umsetzen, weil er weiß, dass sie der richtige Weg zu einer großen Zukunft sind. Alle Pläne werden durch einen Brand umgeworfen, das Lichtenstein geht in Flammen auf und davon betroffen ist nicht nur die Existenz der Inhaber, sondern auch die von zahlreichen Mitarbeitern...

Meinung:
Komplett kann mich das Cover immer noch nicht überzeugen. Ich mag die Farbgebung und das leicht körnige Gesamtbild gerne, auch das staatliche Haus im Hintergrund hat eine große Ausstrahlung und lenkt den Blick auf sich. Diese Aspekte überzeugen mich komplett und gefallen mir sehr gut.
Leider mag ich es nie so, wenn Personen auf dem Cover den Betrachter so eindeutig anschauen. Dagegen habe ich eine kleine Abneigung und auch hier stört es mich. Schade, wenn die junge Frau dem Betrachter ihr Profil zuwenden würde, fände ich die gesamte Szene deutlich angenehmer. Hier muss ich aber noch anmerken, dass ich es gut finde, wie sie der damaligen Mode entsprechend gekleidet ist. Grob weiß ich zwar, was zu welcher Zeit bevorzugt getragen, doch so hatte ich einen besseren Eindruck davon, was gerade modern war. Zumal dies ein wichtiger Aspekt des Buches ist, immerhin ist das Modehaus titelgebend.

Ich hatte das Buch erstmals bei Vorablesen gesehen und fand es allein vom Titel ansprechend. Daraufhin habe ich mir den Klappentext durchgelesen, der ebenfalls mein Interesse geweckt hat und mich schließlich auch noch der Leseprobe gewidmet, die ebenfalls zu überzeugen wusste. Mein Entschluss, mich dafür zu bewerben war somit gefasst und ich hatte tatsächlich das große Glück, ein Exemplar zu erhalten, was mich riesig gefreut hat. Denn irgendwie hatte mich der Roman nach der Leseprobe nicht losgelassen und ist mir immer im Hinterkopf herumgespukt. Auf jeden Fall möchte ich auch hier nochmal meinen Dank an Vorablesen und den DTV Verlag aussprechen, ich hatte wirklich viel Freude mit dem Roman, was ich auch im Folgenden noch erläutern werde.

Zuallererst erwartet den Leser eine Figurenübersicht, die die Charaktere mit wenigen Worten vorstellt. Auf diese Weise kann man sich bereits ein erstes Bild machen, erste Schlüsse ziehen und man wird nicht so ins kalte Wasser gestoßen. Zudem mochte ich, wie viel Lebendigkeit ihnen anhand der Fakten zugeschrieben wurde und es zeigt, wie viel Mühe sich die Autorin gegeben hat. Ich finde die Übersicht sehr passend und war froh, die Protagonisten erst einmal auf diese Weise kennenzulernen.
Weiterhin gibt es am Anfang die Bemerkung, dass es im Folgenden noch zusätzliches Material wie ein Glossar oder ein Personenverzeichnis mit historisch verbürgten Charakteren gibt. Gerade die Erwähnung des Glossars fand ich hilfreich, es gab doch ab und an mal ein Wort, welches mir nicht geläufig war und so wurde schnell Abhilfe geschaffen.

Ich hatte den Roman freitags begonnen und am Sonntag bereits ausgelesen gehabt. Ich war selbst davon ein wenig überrascht, ich wollte das Buch nie wirklich aus der Hand legen, sondern immer gab es einige dringende Fragen, die ich beantwortet haben wollte. Zu der hohen Spannung kommt noch eine hervorragend lesbare Schreibweise hinzu, die viele Szenen lebendig wirken lässt und ich konnte mir sowohl das Kaufhaus, als auch die Wohnungen der Charaktere hervorragend vorstellen. Jeder Charakter erhält eine gute Zeichnung, zudem wird es dem Leser komplett selbst überlassen, welche Personen er als sympathisch oder unsympathisch einschätzt.
Die Sprache war recht einfach, immer wieder mit Begriffen aus der Modewelt gespickt, die mir teils bekannt, teils vollkommen unbekannt waren, welche sich aber anhand des Glossars fix aufgelöst haben. Ab und an wurde außerdem ein berlinerischer Dialekt eingefügt, der bodenständig und passend gewirkt hat, zudem tauchte er nicht zu häufig auf und war daher in keinster Weise störend.
Ich kam zügig mit dem Lesen voran und bin mit diesem Aspekt vollkommen zufrieden.

Zu meinen Lieblingsszenen gehören die, in denen der alltägliche Kaufhausalltag bildhaft beschrieben wurde. Nicht nur die Abläufe fand ich interessant, sondern auch immer die Tatsache, wie viele verschiedene Menschen, die alle anderen sozialen Ständen angehören, mit unterschiedlichen Wünschen aufeinandertreffen und sich in einem Gebäude aufhalten. Eine faszinierende Vorstellung, auch was die Mitarbeiter tagtäglich für Geschichten miterleben. Sowohl für freudige, als auch für traurige Anlässe gibt es Kunden, die sich begegnen, ohne von dem Schicksal des anderen zu wissen. Spannend!

Im Buch tauchen vier Erzählperspektiven auf, die sich immer wieder abwechseln und verschiedene Sichtweisen auf die Protagonisten, aber auch auf die Geschehnisse und die allgemeine Situation in Berlin geben. Dabei werden verschiedene Schichten angesprochen, sowohl eine einfache Näherin aus Wedding kommt zu Wort, als auch eine angehende Schauspielerin, die ein prunkvolles Leben erwartet.
Drei der Perspektiven sind aus weiblicher Sicht, eine wird von einem Herren beschrieben, bei dem es sich um einen der beiden Lichtenstein-Brüder handelt. So bekommt man auch nochmal einen anderen Standpunkt auf die Dinge und erfährt von den Sorgen, die Jacob Lichtenstein um das Kaufhaus, aber auch um die Familie hat.
Anhand der vier Erzählperspektiven entsteht ein breitgefächertes Bild, man lernt unterschiedliche Lebensweisen kennen und kann sich von verschiedenen Ereignissen selbst einen Eindruck verschaffen. Zudem mag ich es, wie sich die Milieus unterscheiden und was für Einblicke in die Lebensarten gibt.
Anhand dieser Erzählweise kann man zudem immer wieder Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten erhaschen. Irgendwann bröckelt bei einem jeden die Fassade und ein anderes Bild der Person zeigt sich, welches nochmals bodenständiger ist und andere Facetten zeigt.
Längen konnten für mich auf diese Weise gar nicht erst entstehen, im Gegenteil: die Handlung blieb stets spannend, weil es immer wieder Fragen meinerseits gab, die durch eine weitere Lektüre beantwortet wurden. Außerdem kam immer wieder Abwechslung in die Geschichte, was immer gut ist.

Wie ich anfangs schon erwähnt hatte, hinterließen sowohl das Lichtenstein, als auch de Privatwohnungen der Mitarbeiter bei mir lebendige Bilder. Ich konnte mir sowohl das prachtvolle Modehaus, als auch die Büroräume, die Schneiderei oder den Hof des Gebäudes vorstellen. Sie waren nicht mit besonders vielen Worten beschrieben, sondern man konnte auch ein Stück weit seiner eigenen Fantasie Platz lassen. Ich empfand auch die Stimmung besonders, die von dem Modehaus ausgeht. Man konnte deutlich eine fröhliche und kauflustige Stimmung spüren, aber auch den Druck der Angestellten, die Kunden vollkommen zufriedenzustellen. Ich mochte es sehr, was für verschiedene Welten hier zusammentrafen und habe jetzt selbst Lust dazu, in einem solch würdevollen und ästhetischen Kaufhaus der 1910er einzukaufen.
Und auch die Wohnungen von Mitarbeitern waren mit einigen Worten bildhaft umrissen. Bei jedem kam eine bestimmte Stimmung durch, die sich auch ein Stück weit auf mich übertragen hat. Gerade Thea´s Wohnsituation hat mich in dieser Hinsicht sehr mitgenommen und ich würde fast sagen, dass mich dieses Setting am meisten überzeugt hat, obwohl nur wenige Szenen dort stattgefunden haben.

Die Handlung des Romans setzt kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein und erstreckt sich auch über diesen. Daher gibt es insgesamt einen Handlungszeitraum von fünf Jahren. Dabei werden die Kriegsjahre fast komplett übersprungen, der Fokus liegt eindeutig auf dem Lichtenstein, was ich auch vollkommen in Ordnung finde. Zwar wäre es auch interessant gewesen, wie die Arbeit im Modehaus während des Krieges vonstatten geht, wie viele Mitarbeiter noch beschäftigt werden und wie die Kundschaft in dieser Zeit auftritt, gleichzeitig hätte dies wahrscheinlich auch den Rahmen gesprengt.
Anfangs gab es ab und an noch ein paar Hinweise auf die politische Situation, gerade der sich anbahnende Krieg ist immer mal ein Gesprächsthema. Doch ansonsten wird eigentlich gar nicht auf historische Fakten Bezug genommen, was ich schade fand. Einige Details hätte man gut in die Handlung verbauen können und so nicht nur ein breites Bild der Bevölkerung, sondern auch der allgemeinen Situation in Deutschland und Europa gegeben.

Es gibt eine Vielzahl an Protagonisten, die teils mehrfach, teils nur für wenige Seiten auftreten. Ein jeder hat dabei gemein, dass sie eine gut vorstellbare Zeichnung mit Eigenarten erhalten haben, was sie einzigartig macht und Wiedererkennungswert bietet. So entsteht außerdem ein breites Bild der Gesellschaft, man lernt Menschen unterschiedlicher Stände kennen und es gibt ein interessantes Zusammenspiel von mehr oder weniger privilegierten Personen.
Im besonderen Fokus stehen Jacob, Ella, Thea und Hedi. Ihnen, aber auch ihnen nahestehenden Personen, wurde viel Platz im Buch gewidmet und sie wurden mit eindringlichen Worten dargestellt. Sie stehen dem Leser am nächsten und zu ihnen kann man die beste Bindung aufbauen. Ich empfand alle vier als sympathisch, habe viele getroffene Entscheidungen unterstützt und mochte die abwechslungsreichen Lebensstadien, die alle vier durchlaufen.

Fazit:
Ich war sehr gespannt auf den Roman und hatte doch ein paar Erwartungen. Viele wurden erfüllt, aber leider nicht alle. Von der Schreibweise, aber auch von der Personenzeichnung und dem Setting bin ich vollkommen überzeugt worden und hatte daher viel Spaß beim Lesen und habe das Buch gerne in die Hand genommen um weiterzulesen. Auch von den vier Erzählperspektive und der Abwechslung, die dadurch entsteht, war ich sehr begeistert und fand die Einblicke in verschiedene Lebensweisen sehr interessant.
Leider hatte ich mehr hinsichtlich der Einbindung historischer Ereignisse erwartet, die sich nicht nur auf den Krieg beziehen. Ich finde, dass es hier gerne etwas mehr hätte sein können, um das Buch rund zu machen und um allgemein einen besseren Blick auf das Deutschland in den 1910ern zu geben. Und auch die Stimmung fehlt mir ein wenig, diese hat sich leider nur in den Gebäuden gefunden, von den Protagonisten kam in dieser Sache nichts herüber. Weder schöne Momente, noch tragische Ereignisse haben bei mir einen Eindruck hinterlassen.
Ansonsten freue ich mich jetzt schon auf die beiden Fortsetzungen, ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird und welche Protagonisten im nächsten Band wieder auftreten. Zudem habe ich noch ein paar Fragen und es gab bereits ein paar Anspielungen auf mögliche Probleme, die vielleicht im zweiten Teil beantwortet werden. Bis dahin dauert es leider noch gut ein Jahr, aber schon jetzt steht die Fortsetzung ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Ein spannungsreicher erster Band, der Lust auf die weiteren Bücher macht und mir sehr gut gefallen hat!«
  24      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 22. August 2020 um 12:38 Uhr (Schulnote 2):
» Auf den ersten Seiten begrüßt uns die Autorin von „Das Lichtenstein“ mit einem ausführlichen Personenregister. Das ist auch nötig, da es etliche Akteure gibt, die uns in dem Buch begleiten.

Es beginnt im Jahr 1913 in Berlin. Schauplatz ist ein großes Kaufhaus, welches vornehmlich Damenoberbekleidung anbietet. Es wird die Familie der Inhaber sowie einige der Angestellten beschrieben. Deren Alltag, ihre Sorgen und ihre Freuden. Ein Brand macht viele Pläne zunichte und es zeigt sich, wer genug Mut und Kraft hat, trotzdem die Zukunft zu gestalten. Ist es Jacob, der flexibel und seinen Mitarbeitern zugewandt agiert? Oder doch Ludwig, der eher konservativ ist und sich nur schwer für neue Wege begeistern kann?

Es müssen nicht immer Bücher sein, die von einigen Lesern als „anspruchsvolle Literatur“ bezeichnet werden. „Das Lichtenstein“ gehört zu den Unterhaltungsromanen und hat durchaus auch einen Mehrwert. Es wird die Zeit vor und während des Ersten Weltkriegs beleuchtet. Welche Ängste hatten die Menschen und wie kamen die Soldaten zurück? Wie wurde mit Traumen umgegangen? Aber auch die Situation der „gefallenen Mädchen“ beschreibt die Autorin. Dabei fand ich die Frage spannend, warum die im Krieg getöteten ebenfalls als „Gefallene“ tituliert wurden. Welche Verbindung gibt es zwischen den beiden Lebensumständen? Wie oft werden Worte gedankenlos daher gesprochen und deren Sinn nicht hinterfragt.

Leichte Kost für heiße Tage, so sehe ich „Das Lichtenstein“. Klar, es werden nicht alle Rätsel gelöst, es gibt ja noch zwei Bände. Vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich über das Leben während des Ersten Weltkriegs informieren möchten. Aber auch für Leser, die sich für Mode und deren Geschichte interessieren, ist es gewiss das Lesen wert.«
  12      0        – geschrieben von lielo99
 
Kommentar vom 22. August 2020 um 10:11 Uhr (Schulnote 1):
» Anmerkung der Autorin zu ihrer Buchreihe:
Mode kann so vieles sein:
Im schönsten Fall Kunst, im passendsten ein Ausdruck der Persönlichkeit
In diesem Fall ist sie fest verankert in der Kultur, sogar der Historie einer Gesellschaft.
Vor allem in Berlin. Eine Stadt, die Modegeschichte schrieb.
Eine in Vergessenheit geratene Epoche, durch die ich durch Zufall am Hausvogteiplatz aufmerksam wurde. Das Lichtenstein lädt ein, in diese Zeit abzutauchen............

Hausvogteiplatz, Modezentrum Berlin`s, Ursprung der Konfektionsindustrie

Das Buchcover zeigt uns eine elegant gekleidete Frau. Es ist genau der Stil der Mode, die Anfang des 20. Jahrhunderts im Modehaus Lichtenstein verkauft wird. Sie wird individuell für die Kundin oder auch den Kunden gefertigt und oft auch als Gesamtkomposition, mit den passenden Accessoires, zum Kauf angeboten.
Friedrich Lichtenstein leitet das Warenhaus zusammen mit seinen Söhnen Jacob und Ludwig. Sie müssen ihren Umsatz erhöhen um mit der immer größer werdenden Konkurrenz, im Zentrum von Berlin, bestehen zu können.
Jacob, der sich seit geraumer Zeit mit der Pariser Mode beschäftigt, will auch diesen Chic den Berliner Frauen anbieten. Auch der Vater ist nicht abgeneigt. Leider ist sein jüngerer Bruder Ludwig sehr konservativ und möchte keine großen modischen Veränderungen. Er liebt das Alte und Bewährte.

Jacob Lichtenstein und seine Eltern Friedrich und Marianne haben ihre Wohnungen in der obersten Etage der Modehauses. Beim Personal ist auch Marianne bekannt und beliebt. Sie sieht die Angestellten als eine große Familie.
Jacob gelingt es einen Teil seiner Vorstellungen zur Belebung des Geschäftes mit großem Erfolg zu erreichen, da schlägt das Unheil zu.
Das Lichtenstein, in das große Geldsummen für Umbau, neue Stoffe und Kollektionen geflossen sind, brennt aus. Was das Feuer nicht vernichtete tat das Löschwasser. Auch die Familie Lichtenstein hat keine Bleibe mehr.
Marianne Lichtenstein liegt viel an den Angestellten. Zahlreiche persönliche Schicksale sind ihr bekannt. So wird nach dem ersten Schock, mit vereinten Kräften aufgeräumt und gerettet, was noch zu retten ist. Wenn auch noch in weiter Ferne, das Haus soll wieder eröffnet werden.
Doch dann, Krieg.
Im Sommer 1914 sind die Menschen euphorisch und der Meinung, Weihnachten ist er vorbei. Welch Irrtum.
So lernen wir etliche Mitarbeiter, ihre Eigenarten und Schicksale kennen und begleiten sie fünf Jahre.

Im Sommer 1918 ahnen viele, dass der seit 4 Jahren tobende Krieg sich dem Ende nähert. Dann kommt auch wieder eine bessere Zeit für die Mode. Aber hat sie nicht bereits begonnen mit dem Erfolg der Präsentation im Lichtenstein?
Die Männer wollen sich am Anblick der Frauen erfreuen. Dunkle, triste Farben zeugen vom Elend des Krieges. Man möchte ihn vergessen und wieder ins normale Leben zurück kehren.
Der Schreibstil von Marlene Averbeck ist flüssig und sehr gut zu lesen. Es wurde ein spannender Bogen gehalten. Man muss wissen, wie es weiter geht und legt das Buch nicht gern aus der Hand. Der Auftakt dieser Trilogie ist ihr sehr gut gelungen.
Schade, dass erst im Herbst 2021 der zweite Teil der Lichtenstein Saga, mit dem erwartungsvollem Titel, Modehaus der Wünsche, erscheint.
Gern möchte ich wissen wie die Geschichte des Warenhaus fort schreitet. Raufen sich die Brüder Ludwig und Jacob zusammen? Wie geht die Entwicklung der Mode weiter?
Wo finden die Frauen, die gelernt haben, auch in Männerdomänen, Verantwortung zu übernehmen ihren Platz?
Berlin, ein Modezentrum, davon war mir nichts bekannt.
Mich hat das Buch absolut überzeugt und ich kann nur empfehlen es zu lesen.«
  21      0        – geschrieben von Internetmaus
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2020)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz